Ich bin Pratchett Fan durch und durch, die Scheibenwelt ist mein zweites Zuhause.
Ich hab fast alles gelesen, die Nomen fehlen noch und die drei neuesten Scheibenweltbücher (Klonk, Schöne Scheine, Der ganze Wahnsinn). Da warte ich noch auf die Taschenbücher, die sind einfach billiger und steht das selbe drin.

Tja warum lese ich Pratchett?
Gute Frage. Zuerstmal muss ich sagen Schenkelklopfer darf man bei Pratchett nicht immer erwarten, er hat eher einen feinen Sinn für Humor, der sich meist auch zwischen den Zeilen versteckt.
Die Unsichtbare Universität ist dafür eines der besten Beispiele, wie das geplänkel unter den faulen, verfressenen Zauberern, die Ignoranz den Studenten gegenüber, die Tatsache das erst eine Frau an der Uni studieren durfte.
All das wird nicht immer erwähnt, aber ist doch allgegenwärtig sobald man im Buch die UU besucht. Zugegeben die UU versteht man natürlich besser wenn man weiß wies in Englands Unis zugeht.
Dann noch die skurrilen Charaktere, allen Voran meine Lieblinge Granny Weatherwax und Nanny Ogg, von denen er selbst sagt, in den beiden vereinen sich alle Großtanten, Tanten und Omas die man auf einem typischen Familienfest wiederfindet.
Oder TOD, der versucht die Menschen mit eiskalter Logik zu verstehen und damit so gar keinen Erfolg hat. Albert Malich sein Diener und ehemaliger Erzkanzler der UU, der nen Deal mit TOD geschlossen hat, um ewig leben zu können und dafür in TODs Dienste tritt. Der Rattentod, der ja in Alles Sense sein Debut feiert, ist auch eine seiner genialen Ideen. Hier ist die Liste endlos (Rincewind, Karotte, Mumm usw.), von daher sollen diese Beispiel genügen.
Dann noch die Sache mit der Magie, welche die sogenannten Zauberer mehr schlecht als recht beherrschen und sich dabei aber aufspielen als wenn sie unerschöpfliches magisches Potenzial besitzen.
Wohingegen die Hexen die wahren Künstler der Magie sind, die sich so gut damit verstehen, das sie größtenteils darauf verzichten können. Wofür sie von den Zauberern als Nichtskönner abgestempelt werden.
Außerdem gibts immer wieder Anspielungen und Parallelen zu unserer Welt, mal im politischen, mal im philosophischen, religösen oder im wissenschaftlichen Bereich. Das gibts so in der Fantasy nicht und macht für mich auch den Reiz der Bücher aus.
All das zusammen sind für mich einfach die besten Geschichten auf zwei Welten.
Dabei muss ich nicht immer lachen aber schmunzeln ist immer drin.
Als einstieg in die Scheibenwelt würde ich tatsächlich das erste Buch empfehlen, bzw. den Sammelband Rincewind der Zauberer (mit den ersten vier Rincewind-Romanen Die Farben der Magie, Das Licht der Fantasie, Der Zauberhut und Eric). So lernt man die Scheibenwelt von Grund auf kennen.
Gruß und Prost!
Vollmilch