Joe ist ein echt netter Typ, etwas zurückgeblieben, aber echt nett. Er pflegt seine Goldfische und putzt täglich die Polizeistation.
Was die Polizisten und alle Leute aus seiner Umgebung jedoch nicht wissen, ist, dass Joe keineswegs zurückgeblieben ist. Ganz im Gegenteil: Joe ist nicht nur überaus intelligent, er ist auch der sogenannte "Christchurch-Schlächter", dem sieben Frauen zum Opfer gefallen sind.
Sieben? Damit ist Joe gar nicht einverstanden, denn einer der Morde hat er nicht begangen. Also macht Joe sich auf, den anderen Mörder zu suchen und ihm gleich noch seine eigenen Morde unterzuschieben. Christchurch steht eine blutige Zeit bevor...
Paul Cleaves Buch "Der siebte Tod" kann man lesen - muss man aber nicht.
Die Geschichte sticht unter aktuellen Publikationen nicht heraus, kann jedoch eine lange Bahnfahrt durchaus interessant gestalten.
Der Leser sollte sich mit viel Blut, einem narzisstischen Ich-Erzähler und viel Sex rechnen - also genau mit dem, was die heutige Leserschaft erwartet.
Doch trotzdem schafft es Cleave, die Geschichte spannend zu halten, interessante und unvorhersehbare Szenen zu schaffen und einem kalte Schauer über den Rücken laufen zu lassen.
Wer "Dexter" und "American Psycho" mag, wird auch mit Joe Gefallen finden und mit ihm ein paar spannende und schmerzhafte Stunden erleben.
(Für Mädchen mit Männerkummer ist insbesondere die Szene in der Mitte des Buches zu empfehlen.)

Dies ist meine Rezension von vor einem Jahr :D Rückblickend gefällt mir das Buch besser. Das liegt wohl vor allem an der gewissen Stelle, die ich über alles genossen habe. Ich hatte damals Schwierigkeiten mit meinem Freund und fühlte mich echt mies. Meine Freundin empfahl mir daraufhin dieses Buch und ich genoss es wirklich, diese Stelle zu lesen. Die Beziehung ist Schluss, aber beim Ex ist alles noch dran
