Mrs. McGillicuddy hat gesehen, wie in einem vorbeifahrenden Zug eine Frau erwürgt wurde. Sie erzählt also neben der Polizei auch ihrer Freundin Miss Marple davon, und nach einigem Hin- und Herüberlegen beschließt diese, sich dem Fall anzunehmen.
Die erste Schwierigkeit ergibt sich allerdings schon darin, die Leiche überhaupt erstmal zu finden.
Eine junge und sehr intelligente "Haushilfe", Lucy Eyelsbarrow, hilft Miss Marple und geht dafür bei der verdächtigten Familie in Stellung. Sie ist es, die die Leiche entdeckt, sondern auch zu Miss Marple Kontakt hält, die sich als ihre Tante ausgibt.
Nach und nach reisen weitere Familienmitglieder und Bekannte an, Lucy beobachtet die schrägen Vögel und Miss Marple ermittelt weiter...
16Uhr50 ab Paddington war mein erster Christie- Roman

, von der so sehr gelobten britischen Atmosphäre konnte ich nach dem Mord auf den ersten Seiten nichts mehr spüren. Die langen Gespräche Miss Marples mit sämtlichen Beteiligten wurden mir, einer Uneingeweihten, ein bisschen zuviel und ergaben keinen Sinn für mich. Sie waren praktisch nur darauf ausgerichtet, den Mörder zu finden, aber dennoch zu kurz und ungenau, um selber mitzuraten.
Ich weiß nicht warum, aber nachdem die Leichenschau vorbei war und sämtliche Familienmitglieder im Hause, war ich auf einmal schlagartig begeistert.
Die Verhöre wurden kürzer und sinnvoller, vor allem wurden die Leute beschrieben, man hat etwas von den Charakteren mitbekommen, sowohl von Miss Marple und Lucy, als auch von den Crackenthorpes. Und sogar ich habe die britischen Atmosphäre gespürt.
Das Ende war einfach genial, natürlich. Mich hat es nicht sonderlich gestört, dass Lucy am meisten in der Geschichte vorkommt.
Ich glaube, ich habe mich jetzt in Agatha Christie eingelesen, und wrede bald wohl noch anderes von ihr ausprobieren.
Schade nur, dass mich der Anfang so sehr gelangweilt hat, sonst hätte ich mit dem größten Vergnügen fünf Ratten gegeben. Soe werden es nur

und

.
Gelesen habe ich in einem Sammelschuber von Scherz.