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Naomi Novik: Drachenglanz (Die Feuerreiter seiner Majestät 4)
Inhalt:Englands Verteidigung ist in Gefahr: Ein mysteriöses, tödsbringendes Virus hat die Drachenflotte befallen. Allein Temeraire und eine Handvoll neu rekrutierter Drachen bleiben unversehrt. Da werden Feuerreiter Will Laurence und Temeraire beauftragt, in Afrika nach einem Gegenmittel zu suchen …
(Buch)
Bewertung:In dem vierten Band der Fantasyreihe sind nicht andere Drachen die größten Gegner, sondern eine unberechenbare Krankheit, welche die Drachen in die Knie zwingt. Es darf um fast alle dieser Wesen, die man bisher kennengelernt hat, gebangt werden. Kein Wunder, dass jede Chance ergriffen werden soll, welche die Drachen retten könnte. So kommt es, dass Laurence und Temeraire sich auf den Weg nach Afrika machen in der Hoffnung dort ein Gegenmittel zu finden.
Die kranken Drachen werden genau beschrieben ebenso wie ihr Leiden. Das ist ein trauriger Anblick und der Leser kann nur hoffen, dass der ein oder andere dem Tod noch mal davonspringen wird.
Temeraire hat sich nicht verändert, genauso wenig wie Laurence. Man hat es bei ihnen noch mit den Figuren zu tun, die man verlassen hat.
Gäbe es einen Preis für die größte Nervensäge, erhielte ihn mit Sicherheit das Drachenmädchen Iskierka. Einen derart störenden Charakter habe ich selten erlebt. Manchmal sollte ihr Gehabe vielleicht noch als erheiternd durchgehen, meistens wünschte ich mir aber, sie wäre nie aufgetaucht.
Auffällig ist die große Menge Alkohol, die im Verlauf der Handlung konsumiert wird. Es kann sein, dass das in den anderen Büchern auch so war, aber dann fiel es mir dort nicht so auf. Irgendwann ist es nicht mehr interessant zu lesen, dass sich dort schon wieder ein Becherchen Alkohol gegönnt wird. Sollen die Figuren das ruhig konsumieren, doch das ist kein Grund das ständig zu erwähnen.
Die Suche nach dem Gegenmittel bleibt mäßig spannend. Die Nebenhandlungen erweisen sich als überraschender, was nicht heißt, dass sie mir immer gefallen haben. Doch es steht der Autorin natürlich frei auch Dinge zu schreiben, die einem Leser nicht gefallen. Es scheint als wäre der Geschichte ein wenig die Luft ausgegangen. Gibt es nichts mehr zu kämpfen, muss eine Krankheit her, die es zu bekämpfen gilt?!
Drachen sind einerseits sehr schlau, andererseits manchmal auch herrlich naiv. Diese Mischung macht sie zu äußerst angenehmen Zeitgenossen.
Als ganz ärgerlich erachte ich das Ende des Buches. Der Leser wird einfach stehengelassen und muss dem nächsten Band entgegenfiebern, weil eine ganz entscheidende Frage offenbleibt. Das Buch ist daher nichts für Personen, die Cliffhanger nicht mögen.
Liebe Grüße
Nirika