Wieso fehlt hier eigentlich meine Rezension?

Schön, dass Dir das Buch auch so gut gefallen hat, Miramis.
Hier meine Meinung von 2007:
Der Geheimbund des Mammuts, eine kleine Truppe Idealisten, die sich dem Kampf für die Rettung von Natur und Umwelt verschrieben hat, kehrt deutlich dezimiert vom letzten Auftrag nach Warchaim zurück. Bogenschütze Hellas wurde zum Verräter und Der Anführer der Gruppe, Rodreag, liegt in einem mysteriösen Koma, aus dem er nicht mal mit Hilfe seiner großen Liebe, der Schmetterlingsfrau Naenn, zu erwachen vermag. Doch der nächste Auftrag wartet schon auf die Wenigen, die noch übrig sind vom Mammut: Im Thost, einem geheimnisvollen Wald, sind plötzlich alle Kaninchen verschwunden.
Gemeinsam mit dem Klippenwaldkrieger Bestar macht sich nun der Magier ohne Magie Eljazokad auf den Weg in den Thost, um das Verschwinden der Kaninchen aufzuklären. Lange hadert er mit sich selbst, ist verunsichert und sehnt sich nach der soureänen Führung Rodreags. Auch Hellas' Verrat hat eine deutliche Kerbe in das Mammut geschlagen und so treten sie nicht nur mit weniger als halber Mannstärke gegen einen grausamen Gegner an, sondern werden überdies mit Selbstzweifeln und Verunsicherung geplagt.
Die Leser müssen sich ebenso wie die Mitglieder des Mammut auf die vollkommen neue Situation einstellen. Tobias O. Meißner überlässt nichts dem Zufall und überrascht dennoch immer wieder aufs Neue. Manche Szene mag erschüttern und entsetzen, manche mag aber dennoch Mut zur Hoffnung geben. Hoffnung, dass die Missionen des Mammut gleichbedeutend mit einer neuen, besseren Welt sind. Als Leser muss man sich auf viele Andeutungen gefasst machen, die man vermutlich erst im gesamten Umfang verstehen wird, sobald der letzte Satz des Gesamtzyklus geschrieben wurde.
Nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten (Wer war nun schon wieder dieser oder jener? Was war da nochmal geschehen?) war ich wieder mitten drin in der Geschichte und fühlte mich - wie Bestar - teilweise von vielen Namen überfordert. Die Überforderung wich aber schnell dem Verlangen, das ganze Buch in einem Rutsch durchzulesen, denn Tobias Meißner versteht es, die Spannungskurve wie Daumenschrauben anzuziehen.
Seine Protagonisten schont er auch in diesem vierten Teil nicht und so bleibt immer eine kleine nagende Ungewissheit bestehen: Wer wird überleben, wer wird sterben, wer wird Höllenqualen erleiden? Die nächsten Bände werden den Knoten sicher Stück für Stück entwirren. Leider wird Teil fünf aber erst Winter 2008 erscheinen. Bis dahin lassen wir uns gerne mit anderen Neuerscheinungen des Autors trösten.

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