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Autor Thema: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer  (Gelesen 1691 mal)

Alfa_Romea

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Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« am: 27. Dezember 2007, 13:54:28 »

Hi!

Da der erste Roman Andreas Eschbachs noch keinen eigenen Thread hat, eröffne ich ihn mal  :smile: Vorweg ein Wort dazu, wieso ich ihn in die Unterkategorie Fantasy & Phantastik und nicht in die Abteilung Sciene Fiction stelle: Für SF hat es mir zu wenig Science. Nur weil ein Buch auf verschiedenen Planeten spielt, ist es für mich noch lange keine SF  :zwinker: Eschbachs Geschichte gehört meines Erachtens zur Phantastik und deshalb steht der Thread ganz bewusst hier.  :smile:

Jetzt aber zum Buch, das ich in der Ausgabe mit diesem scheusslichen Cover gelesen habe:



Inhalt:
Die Haarteppichknüpfer sind Männer, die aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter Teppiche für den Kaiser – eine Art Herrscher des Universums – knüpfen. Für einen Teppich brauchen sie ihr ganzes Leben, der Lohn dafür ist allerdings so gross, dass die nächste Generation davon leben kann. Der Haken an der Sache ist allerdings der, dass es nur für eine Familie reicht. Das bedeutet, dass ein Haarteppichknüpfer nur seine weiblichen Nachkommen und einen Sohn am Leben lässt. Und dieser Sohn wiederum muss das Metier eines Haarteppichknüpfers lernen und sich an die Arbeit an seinem eigenen Haarteppich machen, um die Schuld an seinem Vater abzutragen und gleichzeitig der nächsten Generation das Überleben zu sichern.
So weit, so gut. Allerdings häufen sich Gerüchte, dass der Kaiser nicht mehr lebt und an seiner Stelle sollen Rebellen herrschen. Nur: Was geschieht dann mit den Haarteppichen? Wieso werden sie immer noch produziert und gekauft? Um diese Fragen dreht sich die Geschichte.

Meine Meinung:
«Die Haarteppichknüpfer» ist Andreas Eschbachs erster Roman und das merkt man auch. Die Idee, die in dem Buch steckt, ist brillant und bietet Ansätze für allerlei Überlegungen, zum Beispiel dass es aussergewöhnlich ist, dass in einer Kultur die männlichen (statt wie unter Menschen eher üblich) statt die weiblichen Nachkommen getötet werden. Andrerseits sind die Frauen trotzdem nicht wirklich gut dran, da ein Haarteppichknüpfer mehr als eine Frau heiraten darf. Zudem dienen die Frauen und Töchter nur als Haushälterinnen, Mütter und natürlich als Haarlieferantinnen.

Leider ist der Roman sehr kurz gehalten und entsprechend bleibt für soziale Studien nicht viel Platz. Und auch die Charakterzeichnung leidet unter der Kürze, die meisten Figuren bleiben blass und austauschbar.
Und ein in einer Nebenhandlung vorkommender talentierter Flötenspieler verschwindet einfach aus der Geschichte, ohne dass es eine Erklärung gibt, was er in der Geschichte überhaupt sollte und weshalb er vorkommt. Als ob er vergessen worden wäre, nach dem Motto «Aus den Augen, aus dem Sinn». Dieses Gefühl beschlich mich später noch öfter und hätte man Eschbach 200 Seiten mehr für seine Story zugestanden, wäre wohl ein «runderes» Produkt dabei herausgekommen oder zumindest möglich gewesen.

Die Geschichte wird sehr sprunghaft erzählt und man wird als Leser mitten in Szenarien hinein geschubst, ohne zu wissen, wo und mit wem man jetzt grade da ist. Nach ein paar Seiten fand ich mich jeweils problemlos zurecht, aber ich könnte mir vorstellen, dass andere Leser durch sowas auf die Dauer genervt sind. Bei mir wars auch an der Grenze.

Das beste an dem Roman ist zweifellos die Geschichte mit einer der fiesesten Auflösungen, die ich bisher gelesen habe. Als ich herausgefunden hatte, was mit den Haarteppichen geschieht, stand mir das eine oder andere Haar zu Berge. Ebenfalls sehr interessant waren die Überlegungen zu der Allmacht des Kaisers und wie man eine solche Macht wieder loswerden kann oder eben auch nicht. Das entsprechende Kapitel, «Der Kaiser und der Rebell», ist meiner Meinung das beste im ganzen Buch und bietet wohl am meisten Stoff zum Nachdenken.

Fazit:
Die Story ist wirklich gut und das Buch unterhält. Aber Erzählweise, (fehlende) Ausführlichkeit und Charakterzeichnung fand ich nicht sehr gelungen, drum auch keine sehr hohe Wertung. 5 von 10 möglichen Punkten.

Gruss

Alfa Romea
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Kringel

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #1 am: 28. Dezember 2007, 07:35:50 »

Deine Kritikpunkte teile ich, aber das hier...

Für SF hat es mir zu wenig Science. Nur weil ein Buch auf verschiedenen Planeten spielt, ist es für mich noch lange keine SF

kann ich nicht so recht nachvollziehen. "Die Haarteppichknüpfer" ist meiner Meinung nach SF pur - dass viele Kapitel in einem nicht-technisierten Umfeld spielen, ist da IMO kein Hinderungsgrund. Die Handlungsebene rund um den Sternenkaiser könnte man sogar fast schon als "Space Opera" bezeichnen, meine ich.
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Alfa_Romea

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #2 am: 28. Dezember 2007, 18:11:01 »

Hi Kringel!

Mit zu wenig Science meine ich, dass es zu den technischen Dingen (wie beispielsweise das Reisen durch ein schwarzes Loch) keinerlei Erklärungen gibt. Die Tunnelfahrer machen das einfach. Und ein Planet ist auch einfach irgendwie in einer Zeitblase gefangen.
Ich erwarte zwar in einem solchen Moment keine umfangreichen physikalischen Erklärungen (denen ich sowieso nicht folgen könnte), wie die Leute das möglich gemacht haben. Aber solche Elemente einfach in ein Buch zu setzen... definitiv zu wenig Science  :zwinker:

Drum Phantastik - aus meiner Sicht. Aber ich glaube, gerade dieses Buch lässt sich sowieso schwer einordnen. Vielleicht kommen ja mit der Zeit noch ein paar andere Meinungen dazu zusammen  :smile:

Lieber Gruss

Alfa Romea
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sandhofer

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #3 am: 28. Dezember 2007, 18:22:03 »

Mit zu wenig Science meine ich, dass es zu den technischen Dingen (wie beispielsweise das Reisen durch ein schwarzes Loch) keinerlei Erklärungen gibt.

Eine ähnliche Diskussion hatten wir doch schon mal ...: Wieviel «Science» benötigt diese «Fiction»?
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

Alfa_Romea

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #4 am: 28. Dezember 2007, 18:42:52 »

@sandhofer:
Ich erinnere mich und habe den sehr interessanten Thread nochmal durchstöbert, danke! Jetzt frage ich mich nur, ob ich den Thread nicht doch verschieben soll... :spinnen:
Andrerseits tuts wohl niemandem weh, wenn ich ihn hier stehen lasse  :smile:
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Aeria

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #5 am: 28. Dezember 2007, 19:04:30 »

Für mich ist das Buch auch eher Science-Fiction.
Gelesen habe ich es vor ewigen Zeiten und war damals sehr beeindruckt von der Geschichte. Vor allem, weil sie aus lauter Kurzgeschichten besteht, durch die sich ein feiner roter Faden zieht. Klar, dass in Kurzgeschichten die Figuren nicht ausführlich dargestellt werden können. Gestört hat mich das nicht.

Das beste an dem Roman ist zweifellos die Geschichte mit einer der fiesesten Auflösungen, die ich bisher gelesen habe. Als ich herausgefunden hatte, was mit den Haarteppichen geschieht, stand mir das eine oder andere Haar zu Berge.

 :bang:
Dazu sage ich nur: genial einfach und einfach genial!

***
Aeria
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Twilight

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #6 am: 29. Dezember 2007, 09:25:20 »

Mein Eindruck (von der gleichen grauslichen Ausgabe ;) ) war damals auch eher zwiespältig. Aber wie Kringel würde ich das Werkl auch ganz eindeutig der Science Fiction zuordnen. Rezi
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holger

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #7 am: 16. November 2008, 13:33:31 »

Ein beachtlicher Roman, der mal wieder eine Meinung verdient hat:

Die Haarteppichknüpfer eines weit entfernten Planeten sind sich einer Sache sicher, ihre Teppiche, die sie in ihrem Leben aus dem Haar ihrer Frauen und Töchter geknüpft haben, werden eines Tages die Hallen des gottgleichen Imperators zieren. Die filigranen Muster aus Millionen feinster Haare werden mit ihren einzigartigen Mustern neben den Erzeugnissen andere Welten in den Räumen ihres Herrscher hängen, dem sie für immer ihre Treue geschworen haben.
Jeder Haarteppichknüfer kann in seinem Leben nur einen einzigen Teppich fertig stellen. In einer Art Generationenvertrag vererbt der Vater so seinem Sohn das Geld, das er für seinen Haarteppich bekommen hat und finanziert ihm damit das Leben.
Doch dann machen Gerüchte die Runde, der Imperator wäre abgesetzt worden, ja sogar, man habe den als unsterblich geltenden Herrscher getötet……

In etlichen Episoden erzählt Andreas Eschbach vom Universum der Haarteppichknüpfer, das der Leser so Stück für Stück kennen lernt und löst am Schluss auch das Geheimnis der Haarteppiche. Dabei fühlt der Leser sich wie eine unbemerkte Spinne an der Wand und folgt als unbeteiligter Beobachter gebannt jedem neuen Kapitel, die alle von jeweils anderen Personen erzählen und nur teilweise direkt zusammenhängen.

Schon nach wenigen Kapiteln ist man vollkommen von der ungewöhnlichen Erzählweise gefesselt und spätestens, wenn die Handlung aus der engen Welt eines Planeten herausschwenkt verfolgt man atemlos, die weiteren Enthüllungen. Anfangs wirkt Eschbachs Erzählstil wie der Ursula K. LeGuins bedient er sich doch ebenso einer lyrischen Sprache. Auch die Story von zivilsatorisch zurückgefallenen Welten in einem einst großen Sternenreich erinnert an den Hainish Zyklus Le Guins.
Das Buch an sich wirkt wie einer dieser feinmaschigen bunten Teppiche, von denen er handelt. Der Leser taucht hier in ein wunderbares fantasiereiches Universum vollends ein. Schon in seinem Romanerstling zeigt sich Eschbachs Hang zur brutal-lyrisch  kompromisslosen Erzählweise “ernster” Literatur, mit der er rücksichtslos seine Charaktere der Handlung unterwirft - sie sterben und leiden lässt. Trotzdem ist dieser Roman hauptsächlich eine tolle Science-Fiction Story mit einem überraschenden Plot, die einen nicht mehr los lässt.

 5ratten
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mara84

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Antw:Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #8 am: 09. März 2010, 20:11:14 »

 :winken: Sodala, heute bin ich also mit "Die Haarteppichknüpfer" fertig geworden.

So ganz begeistert bin ich nicht. Das Lesevergnügen war viel zu schnell vorbei. Dabei hätte ich
mich schon so sehr gefreut "mehr" zu erfahren. Viel zu schnell wird von einer Geschichte zur anden gehüpft... zumindest zieht sich der rote Faden durch und man verliert den Zusammenhang nicht.
Aber mann... es wär' so viel Platz für so viele wunderbare Ausführungen...  :rollen: Schade, dass das Buch so kurz ist.

Das Ende hat mir auch die Haare aufgestellt. Wahnsinnig was wirklich mit den Haarteppichen passiert.   :entsetzt:

Das Buch ist ein feines Häppchen so für zwischendurch... man hat es schnell gelesen, ewig nachdenken muss man auch nicht... und ... tja ...   

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roulade

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #9 am: 08. Februar 2012, 22:50:03 »

Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer


(es gibt scheußlichere Cover...)

Das Buch besteht aus Kurzgeschichten, die zusammen zu einem Roman zusammengefügt wurden. Haarteppichknüpfer sind Männer, die ihr Leben lang an einem Teppich arbeiten, den sie aus den Haaren ihrer Frauen und Töchter knüpfen. Sie dürfen nur einen Sohn haben und dieser muss auch das Handwerk lernen, um seinerseits an einem Teppich zu arbeiten. Der Teppich wird, wenn er fertig ist, an den Kaiser verkauft und von dem Erlös muss der Sohn seine Familie ernähren. Ein Leben lang.

Die Geschichte spielt auf einem von mehreren (von Menschen bewohnten) Planeten, die zu einem "Reich" gehören. Der Kaiser dieses Reiches wird gottgleich verehrt und ist scheinbar unsterblich. Auf diesem Planeten weiß man zwar um die Existenz anderer, bewohnter Planeten, das Leben ist dennoch sehr rückständig. Keine Technologie (außer Fotoapparaten mit denen die Haarteppiche fotografiert werden), man wohnt in schäbigen Hütten und reist mit Eseln oder Büffelkarren.

Ganz schön mittelalterliche Zustände also, wenn man bedenkt, dass die Menschen scheinbar seit langer Zeit ihre Zelte auf mehreren Planeten aufgeschlagen haben und Raumfahrt zwischen Sonnensystemen bzw. sogar Galaxien möglich ist.

Das Ganze dreht sich um die Frage: „Wozu all die Haarteppiche?“ und wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Dafür dass die meisten Charaktere nur in einem Kapitel auftauchen, fand ich sie sehr plastisch dargestellt. Mich hat die zerhackte Struktur nicht gestört. Eines der Kapitel in der Mitte, in dem es um einen Flötenmeister geht, kann ich im Nachhinein nicht in die Geschichte einordnen, es scheint mir recht unmotiviert als Lückenfüller zu fungieren... Das ist ja der erste Roman des Autors und auf seiner Homepage erzählt er (sinngemäß), er habe, um den Roman fertigzustellen und sich an der „Schwellenangst“ vorbeizuschmuggeln, einfach eine Kurzgeschichte nach der anderen geschrieben. Der Verlag wollte danach mehr Seiten und er hat ein paar Kurzgeschichten hinzugefügt. So erklärt sich einiges.

Die Auflösung ist im wahrsten Sinne des Wortes haarsträubend. Man könnte sie auch an den Haaren herbeigezogen nennen.... Man könnte sie aber auch genial nennen. Ich weiß noch nicht, wie ich sie nenne, denn ich stehe noch unter Schock.

Alles in allem hat mich der Roman gut unterhalten. Ich mag den Schreibstil von Andreas Eschbach. Und ich mag seine Ideen. Weil ich kurz zuvor aber „Herr aller Dinge“ gelesen habe und deutlich den Qualitätsunterschied spüre, kann ich hier „nur“
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illy

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Re: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer
« Antwort #10 am: Gestern um 05:37:13 »

ich habe dieses Ausgabe:

auf der Homepage habe ich das Buch rezensiert, aber nicht im Forum  :confused: - also hier nachträglich meine Meinung aus dem Jahr 2008:

Über Eschbach habe ich schonmal als Kritik gelesen, er hätte Schwierigkeiten damit, seinen  Figuren Leben einzuhauchen. Bei den Haarteppichknüpfern geht er diesem Problem dadurch aus dem Weg, daß es keine Hauptfigur gibt, bei der das wirklich nötig wäre. Das Buch besteht eigentlich aus einer Reihe von Kurzgeschichten, die (wie ein Teppich) miteinander verwoben sind und so erst nach und nach das Geheimnis um die Haarteppichknüpfer enthüllen. Dabei werden die Figuren zumindest für die Kürze des jeweiligen Kapitels lebendig genug gezeichnet.
Einzelne Personen spielen in dem Roman auch gar nicht so eine grosse Rolle, es geht eher darum, woraus eine Kultur besteht oder darum, was passiert wenn die (religiöse) Grundlage für diese Kultur zerfällt.
Erst am Ende werden die einzelnen Handlungsstänge zusammengführt und man ist versucht, das eine oder andere Kapitel noch einmal zu lesen, dessen Sinn man erst jetzt vertsteht
Die Lösung um die Haarteppiche macht betroffen, aber es bleibt einem immerhin die Hoffnung,daß sich irgendwann alles zum Guten wenden wird.

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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)