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Autor Thema: Virginia Doyle - Das giftige Herz  (Gelesen 808 mal)

Sternchen28

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Virginia Doyle - Das giftige Herz
« am: 12. Januar 2005, 12:08:01 »



Virginia Doyle „Das giftige Herz“

Inhaltsangabe:
Adventszeit 1881. Im Stadtgraben von Nürnberg wird ein Junge tot aufgefunden. Im Mund entdeckt die Polizei ein Stückchen Lebkuchen. Wenig später wird der Ratsherr Jakobus Ehrenhoff am Henkersteg aufgeknüpft. Um seinen Hals baumelt der Rest eines vergifteten Lebkuchenherzens. Pistoux scheint der rechte Mann an der rechten Stelle zu sein, denn die Ermittlungen drehen sich im Kreis und der in einer stadtbekannten Zuckerbäckerei arbeitende Meisterkoch kennt sich aus mit dem Gebäck. Mit wunderbaren Plätzchenrezepten

Autorin:
Virginia Doyle ist das Pseudonym einer mehrfach ausgezeichneten Krimiautorin, hinter dem sich aber keine Frau sondern der deutsche Schriftsteller Robert Brack verbirgt.

Meine Einschätzung:
„Das giftige Herz“ ist ein wunderschöner, historischer Weihnachtskrimi, der noch dazu in der Lebkuchenstadt Nürnberg spielt.

Der Krimi hat alles, was meiner Meinung nach ein gutes Buch auszeichnet. Er ist spannend, unterhaltsam und hat einen sympathischen Helden. Der Held der mittlerweile 7-teiligen Serie ist der Meisterkoch und Amateurdetektiv Jacques Pistoux.

Er reist als Meisterkoch und – in dem vorliegenden Buch als Meisterbäcker – durch die Welt und löst so ganz nebenbei Kriminalfälle, in die er mehr durch Zufall hinein rutscht.

Jedoch Buch beginnt mit einem Motto – im vorliegenden Buch sieht das so aus

"Dich verfolg ich noch als Leiche,
wenn du meiner je vergisst,
und im Totenhemde schleiche
ich beständig, wo du bist"
(Carl Ludwig Sand, kurz vor seiner Hinrichtung)

und jedes Buch endet mit leckeren Rezepten, die in der Story gebacken, gekocht oder serviert worden.

Weitere Bücher der Jacques Pistoux-Serie:
Die schwarze Nonne
Das Blut des Sizilianers
Kreuzfahrt ohne Wiederkehr
Tod im Einspänner
Die Burg der Geier
Das Totenschiff von Altona

Meine Wertung: Ganze 5 Leseratten !
« Letzte Änderung: 17. August 2006, 08:45:56 von nimue »
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Rio

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Virginia Doyle - Das giftige Herz
« Antwort #1 am: 12. Januar 2005, 22:12:57 »

Ich besitze vier Bücher aus dieser Reihe und habe zwei davon schon gelesen. Das erste (Die schwarze Nonne) hat mir sehr gut gefallen, denn zum einen war die Erzählperspektive etwas ungewöhnlich und es gab neben dem Mordfall auch noch mehrere andere Geheimnisse, die es aufzudecken galt.
Das zweite Buch (Kreuzfahrt ohne Wiederkehr) war genau das Gegenteil: langweilig, vorhersehbar, voller nichtssagender Leute und einem derart sonderbaren Schluß, daß ich eigentlich keine Lust mehr habe, die anderen beiden Bände zu lesen.

Wie mir scheint, wechselt die Qualität der einzelnen Bände sehr stark und ich denke, ich werde "Das Totenschiff von Altona" und "Die Burg der Geier" doch noch lesen. Immerhin entschädigen einen die Rezepte am Schluß, falls die Geschichte schwächelt.

Rio
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Capesider

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Virginia Doyle - Das giftige Herz
« Antwort #2 am: 13. Januar 2005, 01:10:41 »

Huiiiiiiiii, das klingt aber gut!!! *aufschreib*  :klatschen:  :klatschen:
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Annabas

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Re: Virginia Doyle - Das giftige Herz
« Antwort #3 am: 25. Dezember 2010, 21:26:04 »

Hallo miteinander,

"Das giftige Herz" ist mein erstes Buch aus der Reihe um den Meisterkoch Jacques Pistoux, die ich vorher überhaupt nicht kannte. Aber ich konnte es ohne Probleme lesen, da die Geschichte in sich geschlossen ist und sich kaum Hinweise auf vorangegangene Fälle in dem Buch befinden - jedenfalls sind mir keine aufgefallen, wer die Bücher kennt, findet vielleicht mehr.  :zwinker:

Das Buch ist eine sehr schöne Lektüre in der Weihnachtszeit. Die Atmosphäre im historischen Nürnberg kam wunderbar bei mir an, dazu haben natürlich auch die ständigen Weihnachtsbäckereien beigetragen. Man sollte das Buch nicht lesen, ohne ein paar Lebkuchen griffbereit zu haben, sonst bringt es einen womöglich dazu, noch schnell zur Tankstelle zu gehen, um Plätzchen- oder Keksnachschub zu organisieren.   :breitgrins:

Die Krimihandlung lässt allerdings sehr zu wünschen übrig. Die Lösung des Falles ist recht abstrus und an den Haaren herbeigezogen. Ich vermute, der Kriminalfall ist eher ein Vorwand für eine Weihnachtsgeschichte, als die man das Buch besser lesen sollte.

Sehr schön sind dafür noch die Plätzchen- und Lebkuchenrezepte am Ende des Buches, diese klingen wirklich lecker und wenn ich das Buch etwas früher schon gelesen hätte, hätte ich gerne auch das eine oder andere Rezept ausprobiert. Aber das kann ich ja noch nachholen.

Insgesamt gebe ich   3ratten

Grüße von Annabas  :winken:
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Kiala

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Re: Virginia Doyle - Das giftige Herz
« Antwort #4 am: 02. Mai 2011, 13:27:40 »

Ein sehr kleiner, sehr kurzer, sehr weihnachtlicher Krimi!
Für die Adventszeit genau das Richtige! Leider habe ich das Buch jedoch zu Ostern gelesen.  :sauer:
Bei alle den vielen erwähnten Naschereien und den wunderbaren Plätzchenrezepten, juckt es einem geradezu in den Fingern das Alles nachzubacken. Insofern ist das wirklich der perfekte Krimi für die Adventszeit!

Vom Krimplot selber darf man jedoch nicht all zu viel erwarten. Protagonisten sind er Koch Pistoux, den es in der Not in eine Bäckerei verschlägt und ein strafversetzter Kommissar. Beide wollen die Morde rund um vergiftete Lebkuchenherzen schnell gelöst sehen. Pistoux vor allem, weil er um seinen neuen Job bangt.
Während der Kommissar alle Laufarbeit erledigt und nach und nach einen Verdächtigen ausmacht, fällt der dem Koch nahezu in den Schoß. Und das ist wahrlich nicht ungefährlich…
Viel Spannung sollte man dennoch nicht erwarten, aber man bekommt einen netten kleinen Krimi serviert, dessen Auflösung allerdings etwas abstrus ist.

Für die Weihnachtszeit verdiente 4ratten
Für alle anderen Jahreszeiten nur  3ratten
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