Hallo!

Ich habe mich auch mal, dank der vielen positiven Rezis

, an "Geliebte der Nacht" von Lara Adrian versucht.
Da es ja schon einige Inhaltsangaben zu diesem Buch gibt, beginne ich mal lieber gleich mit meinen Eindrücken.
Ehrlich gesagt bin ich nicht ganz sicher wie ich es jetzt eigentlich finde...
Manche Stellen haben mir sehr gut gefallen, andere widerum gar nicht. Die Handlung beginnt ziemlich schleppend, aber nachdem Gabrielle endlich erfährt, dass es sich bei ihrem geheimnisvollen Liebhaber Lucan um einen Vampir handelt, kommt die Geschichte langsam in die Gänge. Lucan selbst hat mir wahnsinnig gut gefallen, er hat diese perfekte Mischung aus Finsternis, Kämpfernatur und einem zutiefst noblen und ehrlichen Charakter. Frei nach, harte Schale, aber weicher Kern.

Ich glaube es ist (als Frau) sehr schwer ihn
nicht zu mögen.
Aber auch Gabrielle fand ich äußerst sympathisch und ihr Mut auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren kam sehr gut zum Ausdruck. Auch die anderen Stammeskrieger waren interessant zu beobachten, wobei Tegan wohl der geheimnisvollste seiner Brüder ist. Nachdem man als Leser Tegans tragische Lebensgeschichte erfahren hat, wird man natürlich sehr neugierig auf den dritten Band, der sich auf diesen schwierigen Vampir konzentriert.
Allerdings hat mich Adrians Ausdrucksweise manchmal doch sehr gestört und ich muss Aeria darin vollkommen zustimmen:
Stellenweise habe ich mich doch sehr über diese Schreibe aufgeregt. Zum Beispiel über das hier: "roter Morgenmangel aus rotem Satin". Oder über die Beschreibung diverser Körperteile (meist Geschlechtsteile), die "hart wie Stein" sind. Außerdem scheint Frau Adrian für Bösewichte nur zwei Begriffe zu kennen - Arschloch und Scheißkerl.
Auch dass Vampire keine "Untoten" in diesem Sinne sind sondern "Außerirdische" war meiner Meinung nach doch sehr weit hergeholt. Neue Ideen in allen Ehren, aber das fand ich einfach lächerlich und verwirrend.
Und dann habe ich auch noch die
Black Dagger Reihe vor Lara Adrians Werk angefangen... die Ähnlichkeit zwischen "Dark Lover" und "Geliebte der Nacht" ist wirklich unglaublich. Beide Authorinnen sollen ja Freundinnen sein, aber dass ihre Bücher fast parallel verlaufen, finde ich nur noch zum Kopfschütteln...

Ich bin mir noch nicht sicher, ob das mein erster und einziger Roman von Lara Adrain bleiben wird, denn großes Verlangen nach einem weiteren habe ich momentan nicht, erst mal werde ich mir wohl den Rest der Black Dagger Reihe beschaffen...
J.R. Ward gebe ich nämlich allemal den Vorzug.

Trotzdem war es ein recht unterhaltsames, spannendes Buch und ich habe es gerne gelesen. Deshalb gebe ich:

und
