Hallo allerseits, liebe Gruselfreunde!
Puh, eben habe ich das 4. Kapitel von J. M. Coetzees "Waiting for the Barbarians" zu Ende gelesen.
Das ist Horror - allerdings ein nicht in die Lesenacht passender Horror, da "von Menschen für Menschen" gemacht. Bosheit, Erniedrigung und Folter ohne "wirklichen" Grund (als ob es dafür einen wirklichen Grund geben könnte...); man tut's weil man's kann. Und weil es einem vermutlich eine gewisse Befriedigung gibt. Grauenhaft, die Schilderung, und noch grauenhafter dadurch, weil dahinter immer wieder der Gedanke auftaucht, dass es noch viel schlimmer sein könnte.
Dagegen kommt ein "normales" Horrorbuch kaum an und im Moment bin ich noch so schockiert-benommen von diesem Buch, dass es mir schwer fällt, jetzt zu etwas anderem zu greifen. Weiter lesen kann ich aber im Moment darin auch nicht.
Also stelle ich hier erst mal eins meiner möglichen Bücher vor, ein schwedisches (noch?) nicht ins Deutsche übersetztes Buch:
John Ajvide Lindqvist: Hanteringen av odöda TitelbildNächstes Jahr wird eine englische Übersetzung davon erscheinen "Handling the Undead", so dass ich mir vorstellen könnte, dass es früher oder später auch eine deutsche geben könnte.
Klappentext (in meiner Übersetzung):
Stockholm, 13. August 2002. Nach einer langen Hitzewelle schwebt ein elektrisches Feld über der Stadt. Lampen können nicht ausgeschaltet, Maschinen nicht abgestellt werden. Der Ausbruch kulminiert in kollektiven Kopfschmerzen und Chaos bahnt sich an. Plötzlich ist es vorbei. Aber etwas ist geschehen.
Der pensionierte Journalist Gustav Mahler bekommt einen Anruf aus dem Krankenhaus von Danderyd. Die Toten im Leichenhaus sind erwacht. Sein eigenes Enkelkind wurde vor kurzem auf dem Friedhof von Råcksta begraben. Haben auch die Beerdigten wieder ihre Augen geöffnet?
Elvy hat ihren dementen Ehemann bis zu dessen Tod gepflegt. In zwei Tagen soll er beerdigt werden. Aber mitten in der Nacht kratzt es an ihrer Tür.
Als Davids Frau in einem Autounfall stirbt, bittet er zu Gott, sie zurück zu bekommen. Aber ihre Rückkehr ins Leben geschieht nicht so, wie er es sich erhofft hat. Die Toten kehren zurück, aber was wollen sie? Nur das, was alle wollen: nach Hause kommen.
Wenn Lindqvists Behandlung des Zombiethemas ebenso gut und ungewöhnlich ist, wie seine Vampirbearbeitung, dann steht mir eine gute Lektüre bevor.