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Autor Thema: Susanne Gerdom – Elbenzorn  (Gelesen 4467 mal)

Geli

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Re: Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #30 am: 16. November 2007, 08:55:31 »

Deswegen lese ich auch so gut wie nie solche angeblichen Historienepen. (Wenn die betreffenden AutorInnen wenigstens die cojones hätten, zuzugeben, dass das pure Fantasy ist, könnte man ja über manches noch hinwegsehen ... aber naja.)
Vielleicht würden die Autoren es ja zugeben, aber ich vermute, dass die Verlage sich das Geschäft nicht vermiesen lassen wollen. Kann man ja einerseits auch verstehen, wenn man mit dem Geldbeutel denkt. Aber anständig ist das nicht, wenn man den Leuten Geschichtsklitterei als "so war das damals" (spezialthema: "Die ARMEN Frauen! :heul:") verkauft.

Zitat
Ah - sag bei Gelegenheit mal durch, wie er war. Ich liebe Thriller!
Harris in Bestform! Nachdem ich Pompeji und Imperium eher mittelmäßig fand, ist er hier wieder richtig mitreißend. Es geht natürlich um Tony Blair.  :breitgrins:
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nimue

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Re: Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #31 am: 16. November 2007, 09:27:14 »

Hüstel, ihr Lieben... eigentlich sollte es hier um "Elbenzorn" gehen... ihr könnt auch einen eigenen Thread für andere Bücher (oder anderes Gequatsche  :breitgrins:) aufmachen, aber hier ist es schade, wenn jemand etwas über Susannes Buch erfahren möchte, aber 70% anderes erfährt ;-)
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Gytha

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Re: Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #32 am: 16. November 2007, 11:04:12 »

Aaaaargh....wieder ein Buch für die amazon-Wunschliste :ohnmacht: Aber das darf ich erst nächstes Jahr bestellen, sonst wirds gar nichts mehr mit dem SLW *hmpf*
Man gut, daß "nächstes Jahr" nicht mehr lange hin ist :breitgrins:
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LG Gytha

"Dieses Haus sei gesegniget"

Seychella

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Antw:Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #33 am: 14. Oktober 2009, 19:17:57 »

Muss ich mich nun schämen, weil ich nicht in den Trurre-Chor einstimme? :hm:
Egal: Olkodan hat mich ganz besonders berührt! :elf:
(Auch wenn ich anfangs aufpassen musste, statt seinem Namen nicht den meiner ultimativen Lieblingsfigur zu lesen - es waren wohl einfach zu viele übereinstimmende Buchstaben...)

Nun aber meine Meinung:

Den Hintergrund von "Elbenzorn" bildet die Trennung der früher vereinten Elben in "Goldene" und "Dunkle". Wie sich im Verlauf der Geschichte herausstellt, wurden sie so in eine körperliche und eine spirituelle Seite geteilt. Der Verlust eines Volks, das beide Teile in sich vereinte, bleibt nicht ohne Folgen: Ein alter, weiser und ganz besonderer Elbe wird bald sterben.

Dazu kommt noch die Verschwörung, die gleich zu Beginn angedeutet wird und für Spannung sorgt. Anfangs wirken die "Dunklen" sehr düster, geheimnisvoll und fremdartig. Mit der Zeit verändert sich das - je mehr man sie und ihre Talente kennenlernt, desto besser kann man ihre Beweggründe nachvollziehen. Und es gibt durchaus auch verschiedene Standpunkte.

Die Kultur und Lebensart dieser beiden Elbengruppen ist sehr unterschiedlich, sie ergänzen sich jedoch auch auf eine gewisse Art - wie Licht und Schatten, Tag und Nacht. Was wiederum zu ihrer Geschichte passt.
Im Sommerpalast der "Goldenen" gibt es strenge Vorschriften, viel Politik, ein Wettkampf um Macht und Einfluss. Und mittendrin den Verräter, den ich schnell gefunden hatte.

Die Atmosphäre ist meistens ruhig und doch fesselnd, unterbrochen von gefährlichen Momenten. Die Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet, man schließt sie schnell ins Herz. Sie handeln nachvollziehbar, und gewähren Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Somit fiel es mir leicht, mich ihnen nahe zu fühlen, und völlig in dieser Welt zu versinken.
Mein ganz persönliches Highlight war dabei die tolle Beschreibung der Magie der Baumsinger. Das Ergebnis, ihre Verbindung zu den Bäumen und ihr Gespür dabei. Sensibel und magisch zugleich.

Das Ende kam mir dann etwas zu schnell. Vor allem, da es wohl keine weitere Geschichte mit Olkodan geben wird - dabei würde ich doch zu gerne wissen, wie er sich bei der Verwirklichung seines zweitgrößten Wunsches fühlt und was er über die Entwicklung denkt.

4ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:
« Letzte Änderung: 14. Oktober 2009, 19:20:30 von Seychella »
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Miramis

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Antw:Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #34 am: 15. Oktober 2009, 14:39:48 »

Muss ich mich nun schämen, weil ich nicht in den Trurre-Chor einstimme? :hm:
Natürlich nicht.  :smile: Wir wissen doch, wo deine Vorlieben liegen...  :elf:

Egal: Olkodan hat mich ganz besonders berührt! :elf:
Das dachte ich mir fast... :zwinker:

 :winken:
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

Seychella

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Antw:Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #35 am: 15. Oktober 2009, 21:29:35 »

Muss ich mich nun schämen, weil ich nicht in den Trurre-Chor einstimme? :hm:
Natürlich nicht.  :smile: Wir wissen doch, wo deine Vorlieben liegen...  :elf:

Na dann... bin ich ja beruhigt. :elf:
Außerdem braucht jedes Forum auch eine Elbenfreundin, mindestens! :elch:
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simmilu

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Re: Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #36 am: 12. April 2010, 19:26:40 »



Susanne Gerdom - Elbenzorn

Bevor ich im Mai an der Leserunde für "Die Seele der Elben" teilnehme, wollte ich noch etwas von Susanne Gerdom lesen, um zu gucken ob mir die Geschichten auch wirklich so gut gefallen, wie die Klappentexte auf den Büchern...
Ich wurde nicht enttäuscht : Ich bin sofort in der Geschichte drin gewesen und der flüssige Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht Kapitel um Kapitel zu lesen !
Die Dunkelelben erscheinen böse, übermächtig und gnadenlos und die Goldenen, sanft und ätherisch, aber auch sie scheinen eine andere, dunkle Seite zu haben...
Die Charaktere der Hauptfiguren sind durch die Bank weg liebenswert und alle haben Fortsetzungspotential !!
Und obwohl ich Trurre auch klasse fand, hat mir es auch eher Olkodan angetan.
Der Schluss ging dann relativ schnell über die Bühne und es gab Handlungen, die sich einfach so auflösten, ohne das sie bedeutend für die Geschichte waren oder wurden. Ich glaube, ein bisschen mehr Zwergenpräsens hätte mir schon gefallen...
Die Atmosphäre der Geschichte kam gut rüber und mehrmals hab ich mir gewünscht, ich würde im weichen Moos unter einem der tollen Bäume sitzen und zu mir käme so ein kleiner, schöner Schmetterling mit einer Botschaft...

Ich bin begeistert und freue mich sehr auf die Leserunde !!

Ich gebe :  4ratten

« Letzte Änderung: 12. April 2010, 19:31:20 von simmilu »
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Ich lese gerade :




:lesewetter:

YRachel

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Re: Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #37 am: 12. April 2010, 20:18:28 »



Susanne Gerdom - Elbenzorn

Auch ich habe das Buch zur "Einstimmung" auf die kommende Leserunde mit Susanne Gerdom gelesen und freue mich jetzt um so mehr, dass sie bald stattfindet.

Gleich zu Beginn des Buches deutet sich eine Verschwörung an, die im Verlauf des Buches immer mehr Platz einnimmt. Susanne Gerdom gelingt es, einen in eine andere Welt zu entführen und man kann sowohl mit den Goldenen Elben, als auch mit den anderen fantastischen Geschöpfen durch die Welt ziehen. Es stellt sich sehr bald heraus, dass die Dunklen und die Goldenen sehr viel miteinander zu tun haben, jedoch werden die Dunklen von den Goldenen verleugnet und sobald eine Dunkle Elbe in eine Familie hineingeboren wird, wird dies als Unglücksomen gedeutet und man bemüht sich, dies vor allen anderen geheim zu halten. Daher werden auch häufig die Kinder weggegeben, bzw. vor den anderen Elben versteckt.

Die Dunklen erscheinen im Buch als sehr unnahbar. Die Goldenen erschienen mir trotz ihrer vielen zeremoniellen Gebarden nahbarer. Es mag damit zusammenhängen, dass Gerdom einen Großteil ihrer Geschichte bei ihnen spielen lässt.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Schwestern Iviidis und Rutaaura, die fast schon stellvertretend für ihr gespaltenes Volk stehen. Denn Iviidis ist eine Goldene und Rutaaura ist eine Dunkle. Abgesehen von der Familie weiß kaum jemand, dass die beiden verwandt sind und da Rutaaura auch woanders aufgewachsen ist, wissen die wenigsten, dass es sie überhaupt gibt.

Der Zwerg Trurre hat es mir auch sehr angetan. Er ist viel mit seinem Pony Hasenherz unterwegs und die beiden sind ein tolles Gespann. Mir schien es fast, als wenn Trurre die ganze Zeit über nur am Essen gewesen wäre. Kaum hat er sich von einem üppigen Mahl erhoben, steuerte er schon das nächste an. Mir hat seine liebenswürdige, direkte Art sehr gefallen, auch wenn er damit in so manches Fettnäpfchen getreten ist.

Toll fand ich, dass es in diesem Buch auch noch viele andere kreative Ideen gab, wie etwa die Baumsinger. Die Baumsinger können durch ihren Gesang die Form und das Wachstum eines Baumes verändern bzw anregen. Oder auch, dass man mittels Schmetterlinge Nachrichten übermitteln kann.

Das Ende war für meinen Geschmack sehr plötzlich und ließ mich mit einigen Fragen zurück. Auch das Lluigolf, Rutaauras Begleiter, zum Schluss gar nicht mehr erwähnt worden ist, fand ich schade. Da ich aber schon mal auf die Kurzbeschreibung von "Die Seelen der Elben" gelinst habe, weiß ich, dass die Geschichte um ihn weitergeht, von daher bin ich besänftigt.   

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kathchen

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Re: Susanne Gerdom – Elbenzorn
« Antwort #38 am: 24. November 2010, 11:03:47 »

Susanne Gerdom - Elbenzorn


Schon vor vielen Jahren wurde das Volk der Elben getrennt. Die Goldenen haben die Dunklen verjagt und sie leugnen ihr Dasein und sind vielmehr Figuren in Schauermärchen. Sobald in einer Familie der Goldenen eine Dunkle geboren wird, darf sie nicht unter ihnen aufwachsen. So war es auch mit Rutaaura, die unter Menschen aufgewachsen ist. Ihr einziger Kontakt zu den Goldenen ist ihre Schwester Iviidis, auch wenn diese sich nicht traut, ihrem Mann Olkodan von ihrer dunklen Schwester zu erzählen. Ihr Vater ist ein hohes Tier am Hofe, während niemand weiß, wo ihre Mutter ist. Da Rutaaura nicht so weiterleben will wie bisher, macht sie sich auf die Suche nach den anderen Dunklen und bittet ihre Schwester in den Archiven im Sommerpalast Nachforschungen anzustellen. Bereitwillig sagt sie ja.
Doch am Sommerpalast selbst geht vieles vonstatten. Eine Mordserie geht um und sofort wird ein Komplott der Dunklen dahinter vermutet.

„Elbenzorn“ war mein erstes Buch von Susanne Gerdom. Bisher hatte ich nur positive Stimmen zu ihren Büchern gehört und es war endlich an der Zeit, mir selbst ein Bild über die Autorin, bzw. ihren Bücher zu machen. Und insgesamt gesehen hat mir „Elbenzorn“ richtig gut gefallen.

Das Buch beginnt durchaus spannend mit einem Mord, unter dem schnell ein Komplott der Dunklen vermutet wird. Dadurch, dass im Laufe des Buches noch andere Elben sterben, wird die Spannung aufrecht gehalten und man wartet auf die Auflösung am Ende des Romans.
Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet. Auch wenn die Dunklen von den Goldenen eher als „Bedrohung“ angesehen werden, gibt es in beiden Lagern böse und gute Charaktere und zum Glück daher keine klare Einteilung in Gut und Böse.
Das Buch lässt sich in zwei Hauptstränge einteilen. Da ist einmal die goldene Iviidis, die mit ihrem Mann Olkodan und Sohn Indrekin zusammen lebt, allerdings um ihrer dunklen Schwester Rutaaura zu helfen, in den Sommerpalast reist. Dort nimmt sie ihre ehemalige Arbeit im Archiv wieder auf und ist für den ältesten des Volkes Alvyadas eine große Hilfe.
Der andere Erzählstrang betrifft ihre Schwester Rutaaura. Rutaaura ist eine Dunkle und sie ist auf der Suche nach den anderen ihres Volkes. Zur Seite steht ihr vor allem ihr Freund, der Halbelb Lluigolf.
Schnell fällt auch auf, dass die Hauptpersonen alles eher Außenseiter sind. Rutaaura ist als Dunkle bei ihrer Familie nicht gern gesehen und wird vielmehr von ihnen verleugnet, Iviidis fühlt sich bei den Sitten und Bräuchen im Sommerpalast meist fehl am Platz und auch ihre Hochzeit mit Olkodan stieß bei ihrer Familie nicht auf Wohlgefallen.

Die Autorin benutzt viele schöne Ideen, z.B. die der Baumsinger, oder aber die Erinnerungen anderer archivieren zu können. Allerdings hätte ich mir eine kleine Übersicht über die elbischen Begriffe gewünscht, da es ab und zu etwas schwierig war, diese zuzuordnen.
Das Cover und auch der Rückentext lassen eine eher düstere Geschichte vermuten, doch empfand ich das, während des Lesens, eher nicht so.
Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, der vor allem durch den Zwerg Trurre und seinem Pferd Hasenherz hervortritt.

Leider ist das große Manko des Buches das Ende. Ich habe die letzten Seiten auf ein großes Finale hingelesen, dass leider nicht wirklich gekommen ist. Es gibt zwar eine Auflösung, die überaus schnell vonstatten geht und leider auch viele Fragen offen lässt. Auch über den Verbleib des ein oder anderen Charakters hätte ich gerne noch mehr erfahren, sodass das Buch noch ruhig 100, 200 Seiten mehr haben könnte. Die Auflösung ist auch nicht sonderlich originell, sondern kann man bereits recht schnell erahnen.

Zwar konnte mich „Elbenzorn“ von Susanne Gerdom nicht ganz überzeugen, aber dennoch bietet es schöne und spannende Unterhaltung für diejenigen, die gerne über Elfen, Zwerge und andere fantastische Wesen lesen. Und für mich wird „Elbenzorn“ garantiert nicht das einzige Buch der Autorin bleiben.

4ratten
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