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Autor Thema: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester  (Gelesen 3853 mal)

Myriel

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #15 am: 20. Mai 2008, 14:50:29 »

Da der Inhalt bereits geschildert wurde, beschränkt ich mich mal auf meine Meinung zum Ganzen  :zwinker:

Bereits im Vorfeld hatte ich einige Meinungen über dieses Buch gehört, welche mehrheitlich aussagten, dass es außer flachen Charakteren und einer vorhersehbaren Handlung nichts bieten könne. Sicherlich stimmen diese Kritikpunkte zum Teil, allerdings nicht in voller Tiefe und Breite.
Die beiden Hauptpersonen, Auraya von den Weißen und Traumweber Leiard beinhalten durchaus interessante Wesenzüge, welche teilweise bereits zu Konflikten geführt haben, teilweise womöglich auch noch zu weiteren führen werden. Allerdings bleiben die übrigen Weißen sowie andere handelnde Personen, mit Ausnahme Emerahls, die ich aber noch nicht wirklich einordnen kann, doch sehr blass und eindimensional.
Auch die Handlung hat es sicherlich schon mehrfach gegeben, doch gerade die Schilderung der Siyee hat es mir angetan, denn sie werden nicht einfach als Volk kleiner, geflügelter Wesen abgestempelt, sondern es wird auch auf ihre speziellen Probleme, die ihr Körperbau mit sich bringt und die daraus resultierende Verzweiflung aufgegriffen.
Ebenfalls bietet das Buch in Form von Aurayas Zwiespalt hinsichtlich ihrer Ergebenheit den Göttern gegenüber und ihrer Freundschaft zu Leiard Stoff zum Nachdenken und der Möglichkeit einer kritischen Reflexion der eigenen Einstellung gegenüber Andersgläubigen, auch wenn dies nicht unbedingt die vorrangig Intension der Autorin sein mag.
Alles in allem bietet dieses Buch neben leicht verträglicher Fantasykost auch noch einige zusätzliche Bonbons, deretwegen ich nun sofort das zweite Buch „Magier“ zur Hand nehmen werde. Ich vergebe 3ratten.

P.S. Ihr habt recht: Unfug ist genial  :breitgrins:
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Santanico

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #16 am: 30. August 2008, 19:52:38 »

Das sind ja viele positive Stimmen hier  :smile:

Ich habe den ersten Band begonnen, habe aber Probleme mit dem Einstieg.
Bisher bin ich mit der Geschichte und mit Auraya noch nicht warm geworden.

Ich erinnere mich, dass es mir bei der Magier-Trilogie ähnlich ergangen ist, und am Ende war ich total begeistert von den Büchern. Deshalb gehe ich davon aus, dass es mit bei den Zeitalter-Büchern genauso kommen wird.
Trotzdem muss ich mich gerade zum Weiterlesen zwingen  :rollen:
Aber eure Aussagen hier haben mir schon wieder etwas Motivation gegeben. Vielleicht nehme ich "Priester" heute Abend noch einmal zur Hand.
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Wellenläufer

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #17 am: 30. August 2008, 21:33:49 »

Also irgendwie fand ich die Bücher langweilig  :hm:
Die Gilde der schwarzen Magier hat mir besser gefallen. EIgentlich waren nur Leiard und Auraya Personen, in die man sich richtig reinversetzen konnte, zu den anderen hatte ich irgendwie keinen Draht und wirklich Spannung wurde auch nicht aufgebaut o.O.. also ich würde  3ratten vergeben :)
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:leser:
Die Wächter-Trilogie



~*..What if I say I'm not like the others? What if I say I'm not just another one of your plays? You're the pretender! And what if I say I will never surrender?..*~

Santanico

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #18 am: 09. September 2008, 17:39:07 »

Ich bin drangeblieben und habe jetzt auch den Einstieg in die Geschichte gefunden.
Das Gelesene muss ich allerdings ständig mit der Magier-Trilogie vergleichen, es gibt wirklich wahnsinnig viele Parallelen.

Ich bin etwas zwiegespalten, wie ich die Geschichte bisher beurteilen soll - lege ich das Buch zur Seite, will ich ständig wissen, wie es weitergeht, nehme ich es dann wieder zur Hand, denke ich irgendwie "alles schon mal dagewesen..." und "wann passiert denn nun endlich etwas".
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Coco206

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #19 am: 18. Oktober 2008, 15:24:34 »

Anfangs (während der ersten hundert Seiten) war ich sehr angetan von diesem Buch. Meine positive Meinung konnte ich allerdings leider nicht beibehalten.
Ich kam gar nicht in die Geschichte rein, die Charaktere waren mir zu farblos, weder hab ich eine Sympathie, noch eine Antipathie entwickeln können, es waren mir zu viele Handlungsstränge, die parallel liefen und zu viele Wesen und Völker. Das einzige Wesen, das mir wirklich sympathisch war und ich mir lebhaft vorstellen konnte, war der Veez.
Die letzten 20-30 Seiten waren recht spannend, daher bewerte ich das Buch statt mit zwei, wie ich es ursprünglich vorhatte, mit  3ratten

Aber ich glaube nicht, dass ich in absehbarer Zeit den zweiten Teil lesen werde.
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Valentine

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #20 am: 21. Oktober 2008, 11:22:37 »

Als junges Mädchen wurde Auraya aufgrund ihrer magischen Fähigkeiten für eine Priesterinnenausbildung ausgewählt, und nun, zehn Jahre später, wird ihr die höchste Ehre zuteil, die es in ihrer Welt Ithania gibt: sie wird in den Kreis der "Weißen" berufen, die beinahe unsterblich sind und mit den fünf Gottheiten Ithanias direkt in Verbindung treten können.

Die Weißen haben sich viel vorgenommen: sie wollen den ganzen Norden Ithanias in einer Allianz vereinen, und schon bald reist Auraya in ihrem Auftrag in die verschiedenen Ländern des Kontinents, um deren Bewohner von den Vorteilen der Allianz zu überzeugen. Besonders fasziniert ist sie von den zierlichen fliegenden Siyee, deren Herzen sie im Sturm erobert, obwohl das Volk "Landgehern" sonst eher skeptisch gegenübersteht. Und sie versucht den anderen Weißen klarzumachen, dass die heilkundigen und telepathisch begabten "Traumweber" zu Unrecht geächtet sind und wertvolle Verbündete sein könnten.

Währenddessen braut sich Unheil über Ithania zusammen. Schwarz gekleidete Magier tauchen auf, die dem Kult der Pentadrianer anhängen und Götter verehren, die es gar nicht gibt. Umso vehementer wollen sie ihren Glauben durchsetzen und greifen dabei zu dunkler Magie, auch gefährliche abgerichtete Tiere kommen zum Einsatz. Nur wenn sich die Völker Ithanias zusammentun, haben sie eine Chance, dieser Bedrohung zu widerstehen.

Und dann ist da noch Emerahl, eine alte Zauberin, die letzte der "Wilden", Anhänger der alten Götterwelt aus der Zeit, bevor es die Weißen und die Fünf Götter gab ...

Nach der wunderbaren Trilogie über Sonea und die "Gilde der schwarzen Magier" hatte ich mich auf den Auftakt eines neuen fesselnden Fantasy-Epos gefreut, aber Trudi Canavan macht es dem Leser in diesem Buch gar nicht leicht, sich in die Geschichte hineinzufinden. Es gibt zwar eine Landkarte im Umschlag sowie ein Glossar, doch dieses erläutert eher unwichtigere Begriffe, schweigt sich aber eisern über Personen, Götter und politische Zusammenhänge aus, weshalb es sehr lang dauert, bis man sich in der Welt Ithanias überhaupt zurechtfindet.

Die Welt der Weißen erscheint abgehoben, Aurayas Kollegen sind nicht direkt sympathisch, und die Orientierungsphase, in der immer mehr Handlungsstränge aufgemacht werden, sich aber noch nichts erklärend zusammenfügt, ist mit 200 von gut 800 Seiten deutlich zu lang. Mehrmals hätte ich das Buch beinahe beiseitegelegt.

Irgendwann hat mich die Geschichte dann doch noch gefesselt. Sie enthält viele originelle Einfälle und Figuren wie die fliegenden Siyee oder Aurayas putziges sprechendes Haustier, eine Art Meerkatze. Das Motiv der existentiellen Bedrohung für das ganze Land ist hingegen natürlich nicht wirklich neu, aber nach den Startschwierigkeiten gut umgesetzt. Auch an inneren Konflikten und kleinen Romanzen fehlt es nicht.

Aufgrund des sehr schleppenden und verwirrenden Anfangs leider kein rundum gelungener Start der Trilogie.

3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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Santanico

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #21 am: 05. Dezember 2008, 18:31:29 »

Ps: Ich habe tatsächlich 29 Tage für das Buch gebraucht *umfall* Solange habe ich glaube ich noch nie für ein Buch gebraucht

Mir ging es genauso.
Ich kann mich nicht erinnern, an einem Buch so lange gelesen zu haben - sämtliche 1300-Seiten-Historienschmöker hatte ich schneller durch.

Insgesamt fand ich die Geschichte sehr zäh.
Da mir der Einstieg ja schon nicht leicht gefallen ist, musste ich mich mehrfach motivieren, weiter zu lesen. Dass man über die Pentadrianer kaum etwas erfährt, hat mich auch eher verwirrt, ich wusste gar nicht, wie ich "den Feind" einzuordnen habe. Die finale Schlacht wurde in meinen Augen auch etwas stiefmütterlich abgehandelt.
Die Weißen waren mir - abgesehen von Mairae - auch nicht sonderlich sympathisch.
Die Ähnlichkeit zur Kerngeschichte aus der Magier-Trilogie hat mich auch gestört, zu Beginn sogar gewaltig.

Kurz zusammengefasst:
Der erste Band hat bei mir eher einen negativen Eindruck hinterlassen.
Ich habe ernsthaft überlegt, die beiden Folgebände, die ich schon zuhause hatte, zu verkaufen, um mir weiteren Frust zu ersparen.
Da habe ich letztendlich nicht getan, worüber ich im Nachhinein sehr froh bin - aber dazu mehr in den Threads zu den beiden anderen Büchern.

Nur soviel sei gesagt:
Das Weiterlesen hat sich gelohnt!

Ich überlege noch, was ich positives zum ersten Band sagen könnte......
Danjin hat es mir irgendwie angetan, ich habe ein bisschen gehofft, dass er vielleicht mit Auraya anbandelt; Und die Beschriebung der Siyee und der Elai hat mir auch gut gefallen.


Erst wenn man sich in "Magier" eingelesen hat, versteht man den Aufbau der Trilogie und warum man über die Pentadrianer so wenig erfahren hat.
Ich denke, wenn man die Trilogie im Gesamten betrachtet, ist der Aufbau der Geschichte und die Führung der einzelnen Erzählstränge gut gelungen.

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Avila

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Re: Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #22 am: 06. Dezember 2008, 12:54:25 »

Ich hatte mich auch schon wahnsinnig auf die Triologie gefreut und hab jetzt gestern den ersten Teil beendet.
Es stimmt schon, an die Reihe "Die Gilde der schwarzen Magier" kommt es nicht heran, aber schlecht fand ich das Buch trotzdem nicht.
Was ich am meisten vermisst hab, war Aurayas Ausbildung. Ich liebe es, über den Unterricht zu lesen oder wie sie von anderen aufgenommen wird. Aber irgendwie wird das quasi komplett weggelassen. Okay, der Krieg tritt quasi unmittelbar nach Aurayas Ernennung zur Weißen auf, aber trotzdem ... ein wenig Einführung oder so hätte trotzdem sein können. Oder ein Kapitelchen wie Auraya sich in ihren Priesterjahren sich entwickelt.  :rollen:
Allerdings mag ich Aurayas Persönlichkeit sehr gern. Sie ist ein wenig anders, als die anderen Weißen und dadurch auch wesentlich interessanter. Wobei mir auch Danjin Speer persönlich sehr gut gefallen hat.
Über Leirad muss ich ja gar nicht sprechen - er ist bei weitem die interessanteste Person des Romans - allein schon durch seine Netzerinnerungen mit Mirar. Allgemein find ich die Traumweber mal eine sehr interessante "Gruppe", die mir in anderen Fantasy-Romanen so noch nicht vorgekommen ist. Neutral, mit unglaublichen Heilfähigkeiten, aber trotzdem irgendwie verachtet, intelligent und ja ... einfach toll. [Und das sie nicht vom Zirkel akzeptiert werden, finde ich ziemlich intollerant - ich mein, es ist doch jedem seine eigene Entscheidung, ob man nun glaubt oder nicht - zumal man es denen ja auch nicht verdenken kann, dass sie diese Götter nicht verehren, wo sie ihren Anführer umgebracht haben.] Auf jeden Fall einer meiner Lieblingscharaktere!
Und Unfug ist wirklich unheimlich süß! So ein Haustier will ich auch haben - ich hoffe, er wird in der weiteren Triologie noch eine wichtige Rolle spielen. :)
Also ingesamt hat es mir ganz gut gefallen, auch wenn es der anderen Reihe Canavans nicht das Wasser reichen kann.

3ratten  :marypipeshalbeprivatmaus:
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Yoshi

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Antw:Trudi Canavan: Das Zeitalter der Fünf 1 - Priester
« Antwort #23 am: 05. Dezember 2009, 12:43:29 »


Ich muss gestehen, ich habe mich doch sehr mit diesem Buch gequält und wäre es kein Wettbewerbs-Buch, hätte ich es warscheinlich auch abgebrochen.
Schon der Einstieg war nicht leicht, ständig neue Völker, Charaktere und Schauplätze, die man sich
merken muss (ein Personenverzeichnis wäre in dieser Hinsicht sehr hilfreich gewesen), dann ständige Sprünge durch die verschiedenen Handlungsstränge und kaum hatte man sich eingelesen ging es auch schon wieder weiter. Es blieb kaum Zeit, die Personen wirklich erst einmal
kennen zu lernen und mit ihnen warm zu werden. Ganz besonders mit der eigentlichen Hauptperson
Auraya konnte ich so gar nichts anfangen, sie blieb bis zum Schluss relativ farblos. Einzig ihre "verbotene" Liebe habe ich mit einigem Interesse verfolgt, zumal auch Leiard/Mirar und deren Beziehung durchaus spannend und interessant war.
Mein Lieblingscharakter ist allerdings Emerahl, über die ich auch gerne etwas mehr erfaren hätte, jedoch war das bei der Fülle an anderen Charakteren einfach nicht möglich.
Erschreckend war auch, daß hunderte von Seiten auf diesen Krieg hingearbeitet wird und dieser dann relativ kurz abgehandelt wird und wenig spektakulär endet. Da hat man als Leser weitaus mehr erwartet, obwohl ich auch gestehen muss, froh gewesen zu sein, als es endlich vorbei war.

Auch wenn mich die Geschichte mit einigen Fragen zurücklässt, die sicherlich in den Folgebänden bewantwortet werden und ich auch gerne über einige Personen und ihren weiteren Weg mehr erfahren würde, bin ich noch sehr unschlüssig, ob ich tatsächlich den nächsten Teil lesen werde. Dafür war der erste Teil einfach zu zu langatmig und zu vollgestopft mit Informationen und selten hat die Aussage "Weniger ist mehr" besser auf ein Buch gepasst!

 2ratten
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