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Autor Thema: Jim Butcher: Sturmnacht  (Gelesen 2460 mal)

Tirah

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Jim Butcher: Sturmnacht
« am: 31. August 2007, 13:05:46 »

Jim Butcher: Sturmnacht





Klappentext:
"Mein Name ist Dresden, Harry Dresden.
Wenn Sie nachts Angst bekommen, dann schalten Sie das Licht ein.
Wenn Ihnen nichts und niemand helfen kann, dann rufen Sie mich an."


Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn - und ungewöhnliche Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer normalen Realität zu sehen, lebt gefährlich!



Allgemeines:
„Sturmnacht“ ist der Band der Fälle um Harry Dresden. Bislang sind nur die ersten drei Bände auf deutsch erschienen.

1. Storm Front (Sturmnacht)
2. Fool Moon (Wolfsjagd)
3. Grave Peril (Grabesruhe)
4. Summer Knight
5. Death Masks
6. Blood Rites
7. Dead Beat
8. Proven Guilty
9. White Night
10. Small Favor


Beurteilung:
Harry Dresden ist Magier in Chicago und zwar ein echter Magier, kein Taschenspieler und niemand, der auf Kindergeburtstagen auftritt. Obwohl er auch als Privatdetektiv arbeitet, hat er kaum genug Aufträge, um seine Miete zu bezahlen (von der Reparatur seines Wagens ganz zu schweigen). Zu seinem Glück engagiert ihn die Polizei des öfteren als Berater und obwohl die Stadt sich mit dem Bezahlen seiner Rechnungen Zeit läßt, ist das doch seine einzig verläßliche Einkommensquelle. Diese Arbeit ist jedoch nicht immer angenehm, besonders, als er zu einem grausamen Mordfall gerufen wird: einem Pärchen ist regelrecht der Brustkorb explodiert. Kein Anblick für jemandem mit einem schwachen Magen, wie Harry ihn hat. Schon bald steckt Harry zwischen allen Fronten, denn die ermordete Frau arbeitete für eine Vampirin, der getöte Mann für einen mächtigen Mafiaboss. Und dann bekommt er auch noch den Auftrag, einen verschwundenen Ehemann zu finden -  ein Auftrag, der bei weitem nicht so harmlos ist, wie er sich anhört...

Ich hatte von den "Dresden Files" gehört, die in den USA recht bekannt sein sollen und dort als Fernsehserie verfilmt wurden. Das hat mich neugierig gemacht und tatsächlich gefiel mir der erste Band gut.
Harry Dresden erzählt seine Abenteuer so locker und humorvoll, daß sich das Buch nahezu von allein liest. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, allerdings kam mir das ein oder andere doch eher unlogisch vor - aber kann man einem Buch, das von Magiern, Elfen und Vampiren handelt, wirklich mit dem Argument der Logik kommen?  :breitgrins:
Leider erschien mir von allen Charakteren nur Harry wirklich glaubhaft, besonders die Polizisten Murphy blieb blass. Und sowohl Humor als auch Action konnten nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Handlung als solche eher dünn ist.
Insgesamt ist es aber ein sehr lockeres, witziges und spannendes Buch, das durchaus neugierig auf die Folgebände macht!


Meine Wertung:
3ratten und  :marypipeshalbeprivatmaus:


Originaltitel: Storm Front
Übersetzer:Jürgen Langowski
Kategorie: Krimi / Thriller / Horror
Taschenbuch
Knaur
333 Seiten
ISBN: 342663287X bzw. 978-3426632871

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viele Grüße
Tirah

Pandora

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #1 am: 31. August 2007, 13:18:56 »

Ich habe das Buch vor einigen Monaten auch gelesen. Ich fand es ganz gut, aber so richtig überzeugt hat mich die Reihe auch noch nicht. Was ichirgendwie bei der Übersetzung merkwürdig fand war, dass in dem Buch die ganzen amerikanischen "Yeah" gelassen wurden, was in deutschen Dialogen schon leicht albern wirkt.   :rollen:

Aber ich überlege schon eine Weile ob ich den weiteren Bänden nicht doch eine Chance gebe, vielleicht werden sie ja besser wenn sich alles erstmal eingespielt hat. Dann aber vielleicht in der Originalsprache.
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Tirah

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #2 am: 31. August 2007, 13:44:57 »

Mein Liebster liest keine englischen Bücher, da ihn das Buch aber auch interessierte, mußte es hier die deutsche Ausgabe sein. Ich habe aber auch den Eindruck, daß das Buch durch die Übersetzung verloren hat. Ich hatte vorher eine Leseprobe auf englisch gelesen und fand sie irgendwie witziger als das deutsche Kapitel.  :confused:
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viele Grüße
Tirah

Pandora

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #3 am: 31. August 2007, 13:53:55 »

Ich glaube, dass gerade bei diesen ganzen Reihen, die jetzt in der Ich-Perspektive und in recht lockerer Umgangssprache geschrieben sind, viel durch die Übersetzung verloren geht. Bei Anita Blake ist es ähnlich. Vieles lässt sich einfach nicht richtig in die deutsche Sprache übertragen, ohne dass es an Witz verliert oder merkwürdig klingt.
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zugroaster

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #4 am: 30. September 2007, 10:57:19 »

Bis jetzt alle 3 in Deutschland erschienenen Bücher gelesen und bin schlichtauf begeistert. :klatschen:
Tolle Story , tolle Personen unt toller Erzählstil.
Was will man mehr.
Gibt übrigens auch eine Tv-Serie dazu.
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Pandora

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #5 am: 30. September 2007, 13:31:00 »

Ja, die erste Episode der "Dresden Files" habe ich mir auch mal angesehen, aber so wirklich gut hat mir die nicht gefallen.
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Olaf

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #6 am: 04. März 2008, 12:58:48 »

Hallo,
geb ich doch auch mal meinen Senf dazu.
Die ersten drei Dresden Files hab ich bisher im Original gelesen. Übersetzungen versuche ich tunlichst zu vermeiden, diese drei haben mir extrem gut gefallen. Neben Dresden selber, hates mir gerade die oben als blass kritisierte Murphy angetan, die einen guten Gegenpunkt zu Harry setzt. Und nach em dritten Band zeichnet sich auch recht deutlich der übergreifende Storybogen ab, der die 10 Bände zusammenhält.
Der vierte (Summer Knight) ist auf jeden Fall schon mal vorgemerkt.
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simmilu

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Antw:Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #7 am: 24. November 2009, 22:25:28 »



Jim Butcher - Sturmnacht

Klappentext :

Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mir modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiterkommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden.
Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn - und besondere Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer normalen Realität zu sehen, lebt gefährlich...

Meine Meinung :

Harry Dresden ist ein Privatdetektiv der etwas anderen Sorte : Sarkastisch, selbstironisch, witzig und immer knapp bei Kasse.
Eine Frau steht bei Harry im Büro und beauftragt ihn ihren Mann zu suchen, der verschwunden ist. Sie will nicht die Polizei einschalten und rückt auch sonst nicht mit der Sprache raus....
Gleichzeitig muss Harry der Polizei in einem brisanten Fall zur Seite stehen, von dem die Öffentlichkeit nichts mitbekommen soll...
Er schlägt sich mit einer aufdringlich, wie aufreizenden Reporterin, einer Vampirin, der Mafia und Morgan rum.
Morgan ist einer der gefährlichsten Beschwörer der Welt und ausserdem Vertreter des Weißen Rates. Er passt auf, das Harry, über dem das Damokles-Schwert schwebt, keine unerlaubte Magie ausübt. Und das kann natürlich manchmal sehr nerven...
Das alles gemischt mit Elfen, die sich mit Pizza bestechen lassen, jeder Menge Dämonen und anderen üblen Kreaturen, ergibt eine lesenswerte Mischung, die keinen Moment langweilig wird.
Meine Favoriten sind übrigens Mac und Bob....

Ich gebe :   4ratten
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Ich lese gerade :




:lesewetter:

Aeria

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Antw:Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #8 am: 03. Januar 2010, 15:16:31 »

Was ichirgendwie bei der Übersetzung merkwürdig fand war, dass in dem Buch die ganzen amerikanischen "Yeah" gelassen wurden, was in deutschen Dialogen schon leicht albern wirkt.   :rollen:

Das hat mich total genervt. Was soll das?! Was ist an einem deutschen "Ja" verkehrt?

Meine Favoriten sind übrigens Mac und Bob....

Bob! :bang: Der ist so was von toll! Ich hoffe sehr, dass er auch in den folgenden Bänden nicht zu kurz kommt.
Aber der pizzaliebende Toot hat auch was  :zwinker: . Auf die Größe kommt es schließlich nicht an, oder?

Für dieses Buch habe ich nur zwei Tage gebraucht, es liest sich wirklich superleicht und ist spannend. Allerdings habe ich anfangs gezweifelt, ob ich wirklich weiter lesen will. Manche Figuren sind in der Tat etwas eindimensional geraten. Engstirnige Bullen und idiotische Verfolger und ganz böse Buben - wo habe ich das bloß schon mal gelesen?  :rollen: Klingt verdächtig nach Massenware.

Aber: Vielleicht ist genau das vom Autor beabsichtig worden? Wenn die Magie, Vampire und Elfen nicht wären, wäre "Sturmnacht" ein klassischer Krimi aus den 30er oder 40er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ich hatte stellenweise den starken Eindruck, der Autor verbeuge sich vor den Krimigrößen wie Chandler oder Chase. Wenn ich "Sturmnacht" aus diesem Blickwinkel betrachte, gefällt mir das Buch um einiges besser  :zwinker:

Ich denke, ich werde dem zweiten Band auch noch eine Chance geben.

3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:

***
Aeria
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Wenn schon Edward, dann Rochester!

Mira

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Antw:Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #9 am: 05. Januar 2010, 17:00:18 »

Sollte man die Bände besser in der Reihenfolge lesen? Oder sind die Bücher mehr oder weniger abgeschlossen. Ich habe Band 2 und 3 ausgeliehen bekokmmen, bin mir aber nicht sicher ob ich erst Teil 1 lesen sollte.
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In an age when growing numbers of people tend to think dangerously alike, art's capacity to suspend, even for a moment, our habitual ways of seeing may well prove to be of its greatest value.

Frau 32

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Antw:Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #10 am: 11. Januar 2010, 16:20:46 »

Ich finde, dass man die Reihenfolge beachten sollte! Ist einfach besser zu lesen...denke ich.

...und wenn wir schon beim Thema sind: Ich muss doch mal nachsehen, wann der nächste Band erscheint ;-)

lg, Frau 32
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Pandora

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Antw:Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #11 am: 11. Januar 2010, 16:58:31 »

Auf Deutsch ist keiner in der Ankündigung. Seltsam, erst haut Knaur drei auf einmal raus und dann machen sie wieder ewige Pausen.

Ich habe in diesem Jahr vor, die Reihe noch einmal auf Englisch anzufangen. In einem englischen Diskussionsforum meinten alle Fans der Reihe, dass sie erst ab Band 4 richtig gut wird, so weit will ich also zumindest lesen.
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Aredhel

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Antw:Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #12 am: 11. Januar 2010, 21:19:33 »

Ich habe das Buch letzten Sommer/Herbst im  englischen Original gelesen und fand es ganz gut. Mir hat der sarkastische Humor sehr gut gefallen und die Mischung zwischen Mystery und Krimi ist sowieso ganz nach meinem Geschmack. Allerdings stimmt es auch, dass die Charaktere etwas eindimensional sind und es sicher schon originellere Story-Ideen gab. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und ich werde auf jeden Fall irgendwann auch die Folgebände (von denen einige schon in meinem Regal stehen) lesen  :zwinker:

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Breña

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #13 am: 01. Juni 2010, 11:42:46 »

Hallo zusammen,

zum Inhalt muss ich mich wohl nicht mehr auslassen, oder? :zwinker:
Mir hat Butchers "Popcornliteratur" ausgesprochen gut gefallen. Ja, es stimmt, die Figuren sind abgesehen von Harry Dresden selbst ausgesprochen flach und die Geschichte hat es bereits mehrfach gegeben, wenn man den magischen Aspekt streicht. Aber: ich habe mich wunderbar amüsiert, somit hat der Autor sein Ziel erreicht.

Die Handlung erstreckt sich über wenige Tage, während der Harry Dresden von einem Ereignissen zum nächsten stolpert. Andere Personen (oder besser "Personen"?) wie die Polizistin Murphy, der Wächter Morgan, die Journalistin Susan oder der Gangsterboss Marcone haben nur relativ kurze Auftritte und somit gar keine Chance facettenreich dargestellt zu werden. Und trotzdem hatte ich von allen ein sehr genaues (Charakter-)Bild vor Augen. Außerdem passt es zum Konzept, dass Butcher mit Stereotypen arbeitet, die aber durchaus aus ihrer Rolle fallen können, wie zum Beispiel Bianca, die selbstsichere Vampirin,
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Womit wir beim zweiten Kritikpunkt sind, der schon oft dagewesenen Handlung. Genau wie Aeria hatte auch ich den Eindruck, dass Butcher sich damit auf den klassischen Roman Noir bezieht. Nur dass er eben nicht zum x-ten Mal wiederkaut, was andere schon besser geschrieben haben, sondern dem Ganzen eine neue, eigene Note gibt indem er Magie ins Spiel bringt. Und was die zugegeben manchmal recht dick aufgetragene Action betrifft: mal ehrlich, was anderes hätte ich gar nicht lesen wollen! Schon gar nicht nach dem vorhergehenden Dank:
Zitat
[...] Without the perverse desire to make you guys scream at me to write the next chapter, Harry would never have gotten into so much trouble.

Insgesamt hat Butcher mit seinem drögen Humor bei mir ins Schwarze getroffen. Darüber hinaus schlägt er zwischen all der temporeichen Action, den blutigen Schauplätzen und den bösen Sprüchen auch ernste Töne an, wenn es zum Beispiel um Dresdens Vergangenheit oder die Geschichte von Monica Sells geht, so dass die Geschichte auch eine gewisse Tiefe erhält.

Ich freue mich schon auf die folgenden Teile!

4ratten

Viele Grüße
Breña
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"Natürlich kann man sein ohne zu lesen, ohne Bücher, aber ich nicht, ich nicht."  J. L. Borges

Heimfinderin

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Re: Jim Butcher: Sturmnacht
« Antwort #14 am: 17. Juni 2010, 12:41:24 »

Klappentext
„Mein Name ist Dresden. Harry Dresden. Wenn Sie nachts Angst bekommen, dann schalten Sie das Licht ein. Wenn Ihnen nichts und niemand helfen kann, dann rufen Sie mich an.“

Immer häufiger wird die Polizei von Chicago mit bizarren Morden konfrontiert. Wenn man mit modernsten Ermittlungsmethoden nicht weiter kommt, gibt es nur einen, der helfen kann: Harry Dresden, Profiler der besonderen Art. Er verfügt über einen ausgezeichneten Spürsinn – und besondere Fähigkeiten. Doch wer in der Lage ist, die Dunkelheit hinter unserer normalen Realität zu sehen, lebt gefährlich!


Meine Meinung
Dresden wird zu einem Tatort gerufen, der ein schreckliches Bild zeigt: Ein Liebespaar, dem die Herzen aus den geborstenen Brustkörben geflogen sind. Und schon ist Dresden mitten in einem gefährlichen Fall, der auch ihn das Leben kosten könnte.

Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen und mich sehr damit amüsiert. Die Mischung aus Krimi und Magie hat mir sehr gut gefallen und hatte für mich einen besonderen Reiz, da ich beides sehr gerne lese.

Die Figur des Harry Dresden war mir gleich sehr sympathisch und der flapsige Erzählstil, der den Leser auch oft mit einbezieht, hat mir richtig Spaß gemacht. Seine erklärenden und oft bissigen und sarkastischen Kommentare zu den Geschehnissen und  Personen wirkten auf mich sehr auflockernd und gleichzeitig hatte ich dadurch das Gefühl, direkt dabei zu sein. Dazu kamen seine  missliche Lage und der Eindruck eines einsamen Kämpfers  und schon war ich auf seiner Seite.

Sehr actionreich war die Handlung, reich an bösen Dämonen, ekligen Skorpionmonstern  und entfesselter Magie und so war eigentlich immer Tempo in der Geschichte. Doch Dresden ist kein Überheld, auch wenn man das vielleicht nun vermuten könnte. Im Gegenteil: er kämpft gegen seine Ängste, hat einen schwachen Magen und könnte sich besseres vorstellen, als z. B. den Besuch bei einer Vampirin.  Aber sein chronischer Geldmangel und besonders sein Bedürfnis, dann doch lieber am Leben zu bleiben, helfen ihm über diese Hemmnisse hinweg und so stürzt er sich in jeden Kampf. Und gerade diese Schwächen machen ihn noch sympathischer.

Die Nebenfiguren haben mir auch gut gefallen. Sie waren vielleicht nicht so vielschichtig ausgearbeitet, aber trotzdem hatte ich gleich einen genauen Eindruck von ihnen. Ob sensationslüsterne Reporterin oder Mafia-Boss oder auch Murphy, die Polizistin, ich konnte sie mir gleich gut vorstellen. Ganz toll fand ich Bob in seinem Schädel und den Pizza-süchtigen Elf Toot.  Besonders diese beiden Figuren sorgten dafür, dafür, dass auch der Humor nicht zu kurz kam.

Sicher keine tiefsinnige Lektüre, aber eine Geschichte, die mich in ihrer Mischung und mit ihren Figuren sehr gut unterhalten hat. Die anderen Fälle lese ich auf jeden Fall auch noch.

 4ratten

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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN