Der "Wutschbaum" ist auf englisch ein "Witching Tree" und dort macht man "a witch", also eigentlich eine Hexe

.
Der Andere ist dabei, eine neue, eigenen Simulation zu schaffen, in der vor allem Figuren aus Kinderreimen vorkommen. Das gelingt ihm aber nicht vollkommen, die Figuren und die Umgebung haben Fehler. Und offensichtlich ist dieser Bereich noch frei von Dreads Machenschaften.
Ich glaube eher, dass
sich das Szenario des Anderen langsam auflöst. Der Andere ist durch Dreads Attacke arg geschwächt und kann die Simulation, in der die Kinder leben, nicht mehr aufrechterhalten. Der schwarze Berg am Anfang des Buchs wurde erst unscharf und verschwand wenig später.
Ich sehe das wie Dietrich. Sowohl Renie als auch !Xabbu wird von den Bewohnern gesagt
dass das Ende sich nähert, dass die Welt kleiner wird.
Mir spukt immer noch Jongleurs Entsetzen bei der Erwähnung Avas am Anfang des Buchs durch den Kopf. Das schien mir echt zu sein:
Ist Ava ein schweres oder gar tödliches Unglück passiert, über das Jongleur todunglücklich ist? Dann könnte das ganze Gralsprojekt auch dazu dienen, seiner Tochter zu helfen. Jongleur hat ihren Geist zunächst ins Netzwerk gerettet, wo der Andere auf sie aufmerksam wurde.
Das ist eine tolle Idee, egal ob sie nun stimmt oder nicht.
Ich muss sagen, derzeit liest sich das ganze Buch ziemlich spannend. Allerdings wäre es nett, wenn die Protagonisten jetzt nicht wieder von Szeanrio zu Szenario stolpern würden wie im 2. Buch. Da könnte Williams sich wirklich kürzer fassen.
Das sehe ich auch so, obwohl die Ereignisse ja schon spannend sind. Aber sowas habe ich sowohl bei Williams als auch in anderen Büchern schon oft gelesen; was besonderes sind die Action-Szenen eben nicht, im Gegensatz zu dem eigentlichen Geheimnis um Otherland. Da gibt es richtige Überraschungen,was wirklich Neues, während mich z.B. die immer dichter werdenden Telegraphenleitungen gleich an zwei Hobbits in Moria denken ließen.
17. Kap.:Das ist ja dank Sellars Hilfe gerade noch mal gut gegengen im Bunker. Allerdings hat es mich da gestört, dass es erst mal hoffnungslos erschien, das Feuer anzuzünden. Jedes nur erdenkliche Hindernis
muss wohl auftauchen, um gegen alle Odds dann doch überwunden zu werden. Ich habe gar nichts dagegen, dass Dinge auch mal gleich glatt gehen.
Übrigens: selbstanzündende Zigaretten

Im
18. Kap. hat sich William wieder eine schöne Formulierung ausgedacht: "It's a close-to-the-Wood kind of rock." Überhaupt ist ihm die Darstellung der "kulturellen Kluft" zwischen dem Steinmädchen und Renie gut gelungen. Die beiden sprechen die gleiche Sprache und verstehen einander doch nicht.
In diesem Kapitel zeigt sich auch deutlich, wie sehr der Andere
geschwächt ist. Er hat nicht mehr viel Kraft übrig, um die Simulation aufrecht zu erhalten. "Set free" fordert er Renie auf. Wen soll sie befreien? Ihn selbst? Die Kinder? Ava? Oder sonst wen?
19. Kap.:Treffen mit einem alten Bekannten. Klar, dass
Azador noch mal auftauchen musste. Er hat Renie & Co also schon ab Troja verfolgt. Könnte es vielleicht sein, dass er Kunoharas Troja-Informant ist? Aber woher kennen sich Azador und Kunohara dann?
21. Kap.:Könnte es sein, dass Dread ein ganz anderes Ende finden wird, als ich es bisher gedacht habe? Vielleicht wird er ja ganz unspektakulär
von Dulcie erschossen, während er "tot für die Welt" im Netz unterwegs ist. Nun ja - unspektakulär würde auch das garantiert nicht abgehen, wie ich Williams kenne, eher dürfte er Renie gerade an der Gurgel habe, als Dulcie ihm von außen ein Ende bereitet.
Aber damit es dazu kommen kann, müsste Dulcie mehr über Dread erfahren, gerne von Calliope.