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Autor Thema: John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama  (Gelesen 4757 mal)

HoldenCaulfield

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Re: John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama
« Antwort #45 am: 06. August 2010, 10:32:58 »

@Nimue, aber auch alle Anderen ;)
Für mich ist an der Geschichte vor allem der Schluss ziemlich heftig und genial zugleich, auch wenn ich in rational betrachtet unrealistisch finde. Ich denke aber auch das es dem Autor vielleicht auch gar nicht um Realität in dem Sinne ging (auch wenn ich immernoch gerne wissen würde in wie weit er recherchiert hat *gg*) sondern um die Kernaussage. Ich kenne ja nur den Film, aber ich fand vor allem den Aspekt gut in dem herauskommt wie die Kinder die Propaganda aufnehmen und damit umgehen, wieviel sie  davon eigentlich gar nicht so richtig verstehen und wie sie das dann interpretieren. Gerade der Blickwinkel eines Kindes fand ich daher gut dargestellt und ich glaube hier ist die Fabel (als solche wird der Roman ja immer wieder bezeichnet) wahrscheinlich realistischer als man im ersten Moment glaubt.
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Noble Scarlet

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Re: John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama
« Antwort #46 am: 06. August 2010, 15:13:51 »


Mich interessierte halt vorallem, warum der Autor ausgerechnet dieses Thema bearbeiten wollte. 1971 in Irland geboren... er hätte auch über den Irlandkonflikt oder etwas ganz anderes schreiben können. Ich habe mich einfach gefragt, warum er sich ausgerechnet für die KZs entschieden hat. Frage am Rande.  :breitgrins:
Der zweite Weltkrieg und KZs sind halt einfach ein Thema, mit dem sich die Menschen auf der ganzen Welt immer noch beschäftigen, das verkauft sich wohl besser als der Irlandkonflikt.
Stimmt. Gerade heute war ich mal wieder in der Buchhandlung und war in der Englischen Abteilung erstaunt, wie viele Autoren momentan über das Dritte Reich schreiben. Na ja, ich gehöre ja auch zu denen, die sich das kaufen. Es verkauft sich also wohl tatsächlich besser. :breitgrins:

@Holden Caulfield:
Da kann ich auch zustimmen. Wenn ich das Ende nicht rational betrachte, ist es wirklich unheimlich gut gelungen! Schlussendlich sagt die Geschichte, dass wir trotz all der Unterschiede die immer wieder gemacht werden, alle irgendwo gleich sind - wir leben alle und wir sterben alle. Und wenn es im Tod und in der Trauer um die Opfer keinen Unterschied mehr gibt, warum sollte man ihn im Leben machen? Das ging mir zumindest durch den Kopf als ich die letzten Seiten las. Wenn man im Lesefluss ist, hat es wirklich den gewünschten Effekt, was ja auch sehr schön ist.

@nimue und auch alle anderen:
Haha, so wie es aussieht müssen wir Boyne wohl eine Mail schicken und ihn ausquetschen. XD
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:lesen:

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Bine1970

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Re: John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama
« Antwort #47 am: 12. Januar 2011, 15:10:18 »

 :winken:

Ich habe das Buch im Rahmen des diesjährigen SLW gelesen.
Es war schon seit ca 2 Jahren auf der Wunschliste und zwar zu Recht.
Die Diskussion hier hat mich eben total fasziniert, wie weit die Meinungen hier  auseinander gehen.


Zum Inhalt, brauche ich wohl nichts mehr schreiben, denn darüber wurde hier ja doch ausführlich geschrieben.
Mich hat die Geschichte von Bruno und Schmuel sehr bewegt.
Klar ist ein 9jähriger Junge sehr naiv aber in diesem Fall nur Bruno.
Oft stellte ich mir vor wie Schmuel, ebenfalls 9 Jahre, bei manchen Äusserungen von Bruno, nur den Kopf schüttelt oder die Augen verdreht.
Ich muß sagen, das ich ganz unbefangen an  das Buch herangegangen bin, denn ich wusste ja nicht wirklich was mich erwartet.
Nur auf so eine Geschichte war ich nicht gefasst, klar  war mir nur  von Anfang an,  das es in der Zeit des 2 Weltkrieges spielte.
Eher war sogar ich etwas naiv... bis ich mal kapiert habe wer mit "Furor" gemeint ist :redface: als der Furor mit Eva zum Essen eingeladen war, ist dann auch endlich bei mir der Groschen über besagte Person gefallen.
Mit diesem Ende der Geschichte hätte ich aber niemals gerechnet, und ausgerechnet heute morgen vor meinem Dienst habe ich das Buch beendet.
Es verfolgte mich doch noch einige Stunden und eigentlich hätte ich am Liebsten gleich mit jemand darüber geredet.
Mir hat der Schreibstil eigentlich ganz gut gefallen, aber von allen Protagonisten war mir Schmuel am liebsten.
Kotler war mir natürlich unsympatisch, aber der arme Junge hat ja sein eigenes Todesurteil herbeigerufen, indem er unüberlegt erzählt hat.
Alles in allem hat mir das Buch gefallen  und ich würde es jederzeit wiederlesen und auch weiterempfehlen

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:biene: 
liest u.a.
SLW 2012   Coverliste 3/10   

Da ich eher selten hier bin wünsche ich allen Geburtstagkinder alles liebe und gute

Zara

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Re: John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama
« Antwort #48 am: 17. Januar 2011, 20:21:32 »

Ich bin damals über die Rezi von Jari gestolpert und wusste: Das Buch muss ich haben. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Bruno wirkt oft sehr weltfremd, da er über die komplette Situation mit den Juden so gar nichts weiß. Das hat ihn für mich aber so sympatisch gemacht und hat das "unschuldige Kind" in den Vordergrund gerückt. Ohne etwas Böses zu wollen geht er durch die Welt und denkt, dass es jedem Menschen so geht wie ihm. Als er dann auf Shmuel trifft, zeigt sich, wie unterschiedlich zwei 9-jährige sein können. Der eine hat schon viel erlebt, der andere ist etwas naiv. Die Freundschaft zwischen den beiden, hat mir das Herz erwärmt. Ich habe sie richtig liebgewonnen.

Ob die ganze Geschichte nun richtig recherchiert ist oder nicht, war mir egal. Die Story hat mich mitgerissen (gerade auf den letzten Seiten). Da hatte ich einen dicken Kloß zu Schlucken.

Von mir gibt es  5ratten
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Liebe Grüße, Zara

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Jari

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Re: John Boyne, Der Junge im gestreiften Pyjama
« Antwort #49 am: 18. Januar 2011, 11:24:12 »

Ich bin damals über die Rezi von Jari gestolpert und wusste: Das Buch muss ich haben. Und es hat sich wirklich gelohnt.

Das freut mich ja :) Und freut mich auch, dass es sich für dich gelohnt hat, das Buch zu lesen :winken:
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