
Ich habe das Buch im Rahmen des diesjährigen SLW gelesen.
Es war schon seit ca 2 Jahren auf der Wunschliste und zwar zu Recht.
Die Diskussion hier hat mich eben total fasziniert, wie weit die Meinungen hier auseinander gehen.
Zum Inhalt, brauche ich wohl nichts mehr schreiben, denn darüber wurde hier ja doch ausführlich geschrieben.
Mich hat die Geschichte von Bruno und Schmuel sehr bewegt.
Klar ist ein 9jähriger Junge sehr naiv aber in diesem Fall nur Bruno.
Oft stellte ich mir vor wie Schmuel, ebenfalls 9 Jahre, bei manchen Äusserungen von Bruno, nur den Kopf schüttelt oder die Augen verdreht.
Ich muß sagen, das ich ganz unbefangen an das Buch herangegangen bin, denn ich wusste ja nicht wirklich was mich erwartet.
Nur auf so eine Geschichte war ich nicht gefasst, klar war mir nur von Anfang an, das es in der Zeit des 2 Weltkrieges spielte.
Eher war sogar ich etwas naiv... bis ich mal kapiert habe wer mit "Furor" gemeint ist

als der Furor mit Eva zum Essen eingeladen war, ist dann auch endlich bei mir der Groschen über besagte Person gefallen.
Mit diesem Ende der Geschichte hätte ich aber niemals gerechnet, und ausgerechnet heute morgen vor meinem Dienst habe ich das Buch beendet.
Es verfolgte mich doch noch einige Stunden und eigentlich hätte ich am Liebsten gleich mit jemand darüber geredet.
Mir hat der Schreibstil eigentlich ganz gut gefallen, aber von allen Protagonisten war mir Schmuel am liebsten.
Kotler war mir natürlich unsympatisch, aber der arme Junge hat ja sein eigenes Todesurteil herbeigerufen, indem er unüberlegt erzählt hat.
Alles in allem hat mir das Buch gefallen und ich würde es jederzeit wiederlesen und auch weiterempfehlen
