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Autor Thema: Charles Dickens - Große Erwartungen  (Gelesen 1993 mal)

HoldenCaulfield

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Re: Charles Dickens - Große Erwartungen
« Antwort #15 am: 27. September 2011, 11:25:44 »

@Kirsten
Tja Du hast es versucht :breitgrins:

Ich werd den Roman vielleicht in eine SUBWettenliste einbauen sofern die Themen es für 2012 zu lassen^^
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Mein Interview mit Gail Carriger :elch:
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Kirsten

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Re: Charles Dickens - Große Erwartungen
« Antwort #16 am: 27. September 2011, 11:30:29 »

@Kirsten
Tja Du hast es versucht :breitgrins:

Ich versuche es immer wieder mit ihm- und ich habe noch einanders Buch auf meinen Listen stehen :rollen:
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Valentine

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Re: Charles Dickens - Große Erwartungen
« Antwort #17 am: 27. September 2011, 11:37:16 »

Wieso überrascht mich das jetzt nicht?  :breitgrins:
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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Wendy

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Re: Charles Dickens - Große Erwartungen
« Antwort #18 am: 20. November 2011, 01:28:35 »

Hallo allerseits,

Ich hatte ähnliche Bedenken wie Kirsten. Dickens und ich haben uns zwar in der Weihnachtsgeschichte kennen und mögen gelernt, aber Oliver Twist war - wenn auch letztendlich gut - eine mühsame Angelegenheit für mich. Diesmal war meine Angst jedoch unbegründet.



Inhalt:
Eine meisterhafte Geschichte über den kleinen Pip, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und davon träumt, ein Gentleman zu sein. Er hat große Erwartungen an sein Leben und setzt alles daran, es in London zu Wohlstand und Glück zu bringen. Und durch einen unbekannten Wohltäter scheinen seine Erwartungen zum Greifen nah...

Meine Meinung:
Gleich von Anfang an war ich gespannt, was der junge Pip erleben wird. Dass Dickens ihn schon in Kapitel eins auf einen entlaufenen Gefangenen treffen lässt und somit Pips gesamtes Leben umkrempelt, war für mich eine positive Überraschung. Kein langes Drumherum, sondern gleich loslegen mit der Geschichte. Pip selbst ist so ein sympathischer Protagonist, dass ich mich stets um sein Wohlergehen gesorgt habe. Besonders beeindruckend fand ich, wie er sich schon als Kind selbst analysiert. So empfindet er nicht nur Schuld und ein schlechtes Gewissen, weil er seiner Schwester sein Geheimnis verschweigt, sondern denkt auch darüber nach und ist sich dessen genau bewusst.

Ich wurde vor allem deshalb auf dieses Buch neugierig, weil ich Miss Havisham - die exzentrische alte Dame, die immer nur ihr altes Brautkleid trägt und deren Herz vor langer Zeit gebrochen wurde - in Jasper Ffordes Thursday Next Romanen vorkommt und mir da extrem ans Herz gewachsen ist. Auch im Original ist sie eine schrullige, aber liebenswerte Lady. Pip verliebt sich in ihre Adoptivtochter Estella, weiß aber, dass er als einfacher Schmied-Lehrling nie eine Chance haben wird, mit der reichen Schönheit zusammenkommen zu können. Doch dann passiert plötzlich das Unerwartete - Pip kommt durch einen unbekannten Wohltäter zu Wohlstand. Er zieht nach London und trifft auch dort wieder allerlei schräger und liebenswerter Charaktere.

Mir sind manche Charaktere sofort ans Herz gewachsen, allen voran der gute Joe, der wie ein Fels immer hinter Pip steht. Die Geschichte ist durchgehend spannend, die Dialoge toll geschrieben und ich frage mich wirklich, warum ich mich so lange vor einem weiteren Dickens gedrückt habe. Dieses Buch war eine tolle Überraschung für mich, denn statt quälend langsamer Seiten habe ich mich durchgehend gut unterhalten und war teilweise fast zu Tränen gerührt. Auch das Ende fühlt sich schön rund an und macht Lust auf mehr Charles Dickens.  :breitgrins:

4ratten

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Wendy
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Mäusedudler

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Re: Charles Dickens - Große Erwartungen
« Antwort #19 am: 31. Dezember 2011, 17:31:09 »

Charles Dickens - Great Expectations

Zum Inhalt: Waisenjunge Pip wächst bei seiner deutlich älteren, ziemlich tyrannischen Schwester auf, wo er aber zumindest von deren Mann Joe geliebt wird. Er hat kein sonderlich glückliches Leben, zwei Begebenheiten verändern es jedoch unerwartet. Zum einen ist da der Sträfling, dem er hilft, was dieser später unerwartet dankt, zum anderen sind die sehr exzentrische Miss Havisham, die aus sogenanntem "guten Hause" ist und Pip unerwartet als Spielkamerad für ihre Nichte Estella herbestellt. Die Damen sind allerdings alles andere als zuvorkommend. Miss Havisham wurde ziemlich offensichtlich vorm Altar sitzengelassen und lebt ausschließlich in der Vergangenheit und hat ihre Nichte dementsprechend kalt erzogen. Trotzdem fühlt Pip sich zu ihr hingezogen. Wirklich verändern tut sich sein Leben dann aber, als er unerwartet von einem reichen Gönner angenommen wird und in London zum Gentleman gemacht werden soll.

Meine Meinung: Wie ich es von Dickens nicht anders erwartet habe, ist das Buch sprachlich wunderschön und angenehm zu lesen. Ich mag die Schachtelsätze, den Detailreichtum und die Beschreibung der zum Teil wirklich exzentrischen Personen sehr. Pips Schwester ist wunderbar als Hausdrachen charakterisiert, der arme Joe als irgendwie liebenswerter aber vor ihr katzbuckelnder Kerl, Miss Havisham völlig durchgeknallt... wirklich jede Person im Buch hat ihren ganz eigenen Charakter und ihre Besonderheiten. Die Geschichte selbst ist natürlich in vielen Teilen vorhersehbar, was aber auch daran liegt, dass es auch beim ersten Lesen keine neue Geschichte mehr ist, sondern eben eine sehr bekannte. Daran kann man bei solchen Klassikern einfach nichts ändern und große Überraschungen habe ich von daher nicht erwartet und finde das auch nicht negativ.
Trotzdem bin ich mit dem Buch an manchen Stellen nicht ganz warm geworden. So konnte ich zu Beginn z.B. nicht recht verstehen, was Pip an Estella findet, da die Gute zunächst einmal eine ziemlich kalte Zicke ist. Wobei er nette Frauen nun von Haus aus nicht kennt. Und das Ende, naja, weniger Happy End wäre ehrlicher und eher meins gewesen. Ansonsten kann man Pips Werdegang, seinen Aufstieg und Fall gut nachvollziehen und sieht ein sicher recht treffendes Porträt der Gesellschaft seiner Zeit vor sich. Die Macht des Geldes, plötzlicher Aufstieg und abrupter Fall, echt und falsche Freund führen einem gut vor Augen wie es damals war - und natürlich oft auch heute noch so ist. Insgesamt fand ich "A Tale of Two Cities" runder, obwohl auch da natürlich einiges ganz schön konstruiert ist. Ein "trauriges", aber realistisches Ende hätte mir bei "Great Expectation" einfach besser gefallen.

 4ratten
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:lesen: Gail Carriger - Blameless