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Autor Thema: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt  (Gelesen 9147 mal)

sandhofer

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #15 am: 15. Mai 2008, 08:20:07 »

Ich frag mich auch, ob es sich hier um einen Sonderfall handelt oder ob das öfter vorkommt. :confused:

Hin und wieder. V.a. bei älteren Übersetzungenin der Science Fiction. (Mit "älter" meine ich so die 80er des letzten Jahrhunderts.) Joe Haldemans "Forever War" z.B. wurde um 20 Jahre nach vorne versetzt, wenn ich mich recht erinnere, und so der Ausgangspunkt (die traumatischen Erlebnisse des Vietnamkriegs) schlicht und ergreifend gestrichen ...
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Miramis

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #16 am: 30. Dezember 2008, 17:09:08 »

Meine Meinung:

Ich fand "Schöne neue Welt" genial! Kaum zu glauben, dass der Roman im Jahr 1932 geschrieben wurde und ich bin sehr beeindruckt von der visionären Kraft dieses Autors. Denn manche Szenen sind aus unserer heutigen Sicht durchaus vorstellbar, zumindest was die technische Machbarkeit und den Stand der Wissenschaft betrifft.

Mich hat das ganze Szenario sehr nachdenklich gestimmt und Überlegungen in vielerlei Richtungen angeschoben. Erschreckend fand ich die Selbstverständlichkeit, mit der diese fiktive Gesellschaft der Zukunft ihre Normung auf Glück und Gleichstand akzeptiert, und zwar auf allen Ebenen. Alle Bedürfnisse werden sofort und gezielt gestillt, das Leben durchläuft vom ersten Moment an eine präzise Planung, die niemals von der Norm abweicht, und Fehlfunktionen der menschlichen Seele werden mit Drogen übertüncht.

Das ungute Gefühl beim Lesen hat mich nie ganz verlassen, selbst als Figuren ins Spiel kamen, die nicht nach Normung tickten, sondern ihr Heil bei Shakespeare suchten. Seine Poesie steht im krassen Gegensatz zu den Aufzählreimen des Systems, mit denen die Menschen von Kindheit an beeinflusst werden.

Die Verlagerung des Schauplatzes der deutschen Fassung von London nach Berlin hat mich nicht gestört; für mich hat die Geschichte funktioniert, so wie sie ist, und zwar ganz unabhängig vom Ort. Da auch die Namen der Protagonisten eingedeutscht wurden, ergibt sich für mich ein rundes Bild. Sprachlich fand ich das Werk außergewöhnlich, und insbesondere der zeitweise sehr rasche Perspektivenwechsel brachte eine faszinierende Eigendynamik mit ins Spiel.

"Schöne neue Welt" ist eine Lektüre der anspruchsvolleren Art und hat mir keinesfalls Unterhaltung, aber dafür sehr viel Stoff zum Denken und Nachsinnen gebracht. Am Ende steht die Frage, ob immerwährendes Glück ein Segen oder ein Fluch ist und ob die Aufgabe jeglicher Individualität nicht ein zu hoher Preis für dieses Ziel ist.

 5ratten

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis 
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

iLLumination

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #17 am: 02. Januar 2009, 12:46:40 »

Die Frage, die sich mir stellte, nachdem ich Brave New World gelesen hatte, war ob in einer Utopie alle Menschen glücklich sein müssen bzw. ob eine Utopie dann überhaupt realisierbar wäre und in Bezug auf BNW natürlich ob sie überhaupt erstrebenswert wäre. Die Menschen sind zwar alle glücklich, verlieren aber jede Form von Individualismus und Selbstbestimmung.
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sandhofer

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #18 am: 02. Januar 2009, 12:52:34 »

Die Menschen sind zwar alle glücklich, verlieren aber jede Form von Individualismus und Selbstbestimmung.

Ein Zug, der sich (seit Platon und Morus) durch die gesamte utopische Literatur zieht ...
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Tia

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #19 am: 02. Januar 2009, 13:30:54 »

Die Frage, die sich mir stellte, nachdem ich Brave New World gelesen hatte, war ob in einer Utopie alle Menschen glücklich sein müssen bzw. ob eine Utopie dann überhaupt realisierbar wäre und in Bezug auf BNW natürlich ob sie überhaupt erstrebenswert wäre. Die Menschen sind zwar alle glücklich, verlieren aber jede Form von Individualismus und Selbstbestimmung.

Diese Utopie zeigt meiner Meinung nach auf sehr eindrückliche Weise, dass es eine „perfekte“ Kultur kaum geben kann. Der Störfaktor Mensch bleibt unberechenbar.

Als ich dieses Buch vor etlichen Jahren las, empfand ich es als wunderbares Plädoyer für die Menschlichkeit im wörtlichen, nicht idealisierten Sinne. Das hier dargestellte Glück ist ja nur ein vermeidliches, im Endeffekt bloß ein seichtes Dahinleben. Huxley hat schon weit gedacht, indem er mit Soma und Fühlkino den Menschen in seiner Geschichte intensive Momente gab - und doch hat es nicht gereicht. Das macht „Brave New World“ für mich so realistisch und so wunderbar. Das Realistische daran ist eher eine Hoffnung; das Wunderbare eben diese Hoffnung, dass eine völlige Normierung und Reduzierung des Menschen auf wenige, kontrollierbare Faktoren nicht möglich ist.

Der Auftritt des Wilden hat mich als jugendliche Leserin schwer beeindruckt und mich beim Lesen in eine regelrechte Euphorie versetzt. Dieses vehemente Einfordern dessen, was den Menschen eben zum Menschen macht, mit all seinem Guten und Schlechten, empfand ich als sehr bewegend.
 
Brave New World war eines meiner ersten „richtigen“ Bücher und ich bin heute sehr froh darüber, dass ich zu Beginn solches Glück mit der Auswahl meiner Lektüre hatte. Vielleicht wäre ich sonst niemals eine Leseratte geworden.   

Muss ich unbedingt mal wieder lesen  :smile:

 5ratten
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mohan

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #20 am: 02. Januar 2009, 14:20:51 »

Es gibt in BNW Kontrolleure und Kontrollierte. Anders als in 1984, in dem Angst und Terror herrschen, sind die Kontrollierten in BNW konditionierte Glücksautomaten. Das scheint mir weit weg von einer Utopie, in der Menschen alle glücklich sein sollen.
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Aldawen

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Antw:Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #21 am: 20. November 2009, 12:40:59 »

Diese Leselücke habe ich nun auch geschlossen. Zum Inhalt steht hier schon vieles, das soll soweit auch reichen. Vielleicht wäre der Eindruck dieses Romans über seinen gesamten, ohnehin schmalen Umfang hin besser gewesen, hätte ich es vor 20 Jahren gelesen. Aber gerade in der ersten Hälfte, erst mit leichter Trendumkehr in dem Indianerreservat, wirklich spürbar erst nach der Rückkehr, war mir das ganze entschieden zu sehr mit dem Holzhammer versehen, vor allem, was diese Konditionierung durch die Schlafschulen anging. Ich habe mir immer sagen müssen, daß noch etwas anderes kommen muß, was den Status dieses Romans rechtfertigt, als pointiertere Erzählung hätte ich es mir bis dahin besser vorstellen können.

In der Konfrontation des komplett durchgestylten und geregelten Lebens, in dem „Glück“ auf Kosten wenn nicht der Menschlichkeit, so mindestens aber der Individualität erzielt wird, mit dem Verlangen des „Wilden“ neben dem Recht auf echte Gefühle auch ein Recht auf die unangenehmen Seiten des Daseins zu haben, deren Erfahrung ja auch erst die Wahrnehmung des Gegenteils möglich macht, war dann aber doch das Lesen wert. Glück, Zufriedenheit, Erfüllung usw. lassen sich eben nur als solche erleben, wenn man auch die andere Seite kennt. Sonst ist es einfach ein seelenloser Zustand.

Während der Lektüre habe ich mich gefragt, ob es Zufall oder der Herkunft des Autors geschuldet ist, daß der „Wilde“ ausgerechnet an Shakespeare geschult wird, bin aber zu dem Ergebnis gekommen, daß die Wahl etwas unvermeidliches hatte. Ich könnte mir nur schwer die Werke eines anderen Autors in dieser Gesamtheit in dieser Funktion vorstellen.

Bemerkenswert und erschreckend ist auch, wie nahe wir an manchen Vorstellungen Huxleys schon sind, und damit meine ich gar nicht so offensichtliche Dinge wie die Reproduktionsmedizin. Eine Gesellschaft, in der alle jugendlich frisch bleiben und dann mit 60 tot umfallen? Haben wir nicht ganz, aber der Wahn um Schönheitsoperationen und „ewige Jugend“ ist ausgeprägt genug. Alt sein ist nicht in. Soma-Urlaube? Haben wir auch nicht, aber wenn ich lese, wie weit verbreitet die Einnahme von Psychopharmaka auch schon unter Schülern und Studenten ist, um eine permanente Einsatzbereitschaft und Höchstleistung sicherzustellen, dann geht das für mein Empfinden schon in die gleiche Richtung, auch wenn der ursächliche Zweck ein anderer ist.

Eine richtige Top-Bewertung verhindert der arg lang und platt geratene Einleitungsteil, aber empfehlen würde ich die Lektüre durchaus.

 3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

Schönen Gruß,
Aldawen
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Kirsten

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #22 am: 17. August 2010, 14:50:37 »

Hallo!

Ich schliesse mich Aldawens Empfehlung an :smile: Ansonsten ging es mir beim Lesen ähnlich wie ihr. Mir war der erhobene Zeigefinger am Anfang zuviel, auch wenn ich die Idee als sehr bedrückend empfunden habe. Eine lieblose Kindheit als Norm und das glückliche Familienleben als abartig anzusehen kann ich mir kaum vorstellen. Doch was passiert, wenn das Leben nach unseren Vorstellungen gelebt wird? Ist man dann wirklich glücklicher? Offensichtlich kann man nicht von einem Leben ins andere wechseln ohne dass viel, vielleicht zuviel auf der Strecke bleibt. Wenn ich mir überlege, wann das Buch geschrieben wurde und wo wir heute stehen bin ich von der Weitsicht (oder vielleicht des Vorstellungsvermögens) des Autors beeindruckt. Aber ich bin auch froh, dass ich offensichtlich eine Wilde bin.
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Liebe Grüße
Kirsten
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Cuddles

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #23 am: 15. Mai 2011, 12:40:44 »

Hallo!

Ich kann mich in etwa Aldawens und Kirstens Meinungen anschließen. Der Anfang war wirklich nicht sehr geschickt gestaltet. Huxley wollte auf diese Weise wohl den Leser in seine "Schöne neue Welt" einführen, das ganze kommt aber arg oberlehrerhaft daher.

Einige Gänsehautmomente hat mir die Lektüre dennoch beschert - allein die Vorstellung, dass die Babys entkorkt werden und ohne elterliche Liebe aufwachsen, fand ich ziemlich gruselig. Zudem erweisen sich einige von Huxleys Visionen als sehr realistisch; ich denke da vor allem an die Reproduktionsmedizin oder auch die sexuelle Freizügigkeit.

Den letzten Teil, wo der "Wilde" in der sogenannten Zivilisation landet, fand ich dagegen wieder arg übertrieben. Aber das wurde wohl mit Absicht so gestaltet, um die Unterschiede der beiden Lebensweisen deutlich aufzuzeigen.

Insgesamt hat mich "Schöne neue Welt" nicht so beeindruckt wie z.B. 1984, aber verschwendete Lesezeit war es auch nicht.

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Ophelia

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #24 am: 10. Juli 2011, 14:42:03 »

Dann will ich mich mal in die eher verhaltene Meinung der letzten Rezensenten einreihen.
Vor ca. 8 Jahren habe ich "Brave New World" im Englisch-LK gelesen und wollte es nun noch einmal auf deutsch versuchen. Da ich noch im Hinterkopf hatte, dass die Handlung in London spielt, war ich umso irritierter, dass die deutschen Übersetzter die Handlung mal eben nach Berlin verlegt haben.  :gruebel:

So richtig begeistert war ich von der Handlung nicht. Gerade der Anfang war doch sehr gewollt und wie Cuddles so schön schrieb, oberlehrerhaft. Das Buch bietet einige interessante und beunruhigende Aspekte hinsichtlich der neuen "zivilisierten" Welt, wie beispielsweise die entkorkten und konditionierten Babies, das allzeit und überall konsumierte Soma, Fühlkino etc. Doch ich fand es für meinen Geschmack zu überladen, zu unrealistisch, ja fast schon albern. Huxley hat es höchstens geschafft, mich einigermaßen zu unterhalten, nachdenklich oder bedrückend wie andere Dystopien (z. B. "Wir" von Samjatin) hat es mich nicht zurückgelassen.

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Kiba

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #25 am: 01. Februar 2012, 00:55:05 »

Aldous Huxley

Schöne neue Welt

Brave new World


Ausgabe von 1953, 247 Seiten

Ein paar Hundert Jahre in der Zukunft sieht die Welt deutlich anders aus, das ist klar. Natürliche Fortpflanzung wurde abgeschafft, die Menschen entstehen im Labor. Je mehr Klone, desto besser. Das gilt zumindest für die unteren Kasten. Bei den oberen, den Alphas und Betas, setzt man noch auf Einzelstücke. Aber genormt und manipuliert werden sie alle. Man setzt auf Einheitlichkeit, Gemeinschaftlichkeit und Vermeidung von allzu schlechten oder allzu überschwänglichen Gefühlen. Soma ist die staatlich verordnete Droge für alle Lebenslagen.

Die letzten "normalen" Menschen leben in Reservaten, eingesperrt mittels Hochspannungsumzäunungen. Sie gelten in ihrer Einfalt und Zurückgebliebenheit als Touristenattraktion mit einem gewissen Gruselfaktor.


Huxley malt ein sehr beklemmendes Bild von der Zukunft. Teilweise satirisch schildert er die Auswüchse der Gemeinschaft, der Staatsgewalt. Für mich war das Schlimmste die Manipulation mit den Embryonen der unteren Kasten, die gezielt geschädigt werden.

Dass ich Shakespeare nicht gelesen habe, macht sich bei dieser Lektüre unangenehm bemerkbar.

Zwei Kritikpunkte habe ich vorzubringen:

- Sigmund wäre in einer solchen Gesellschaft sicherlich beizeiten als Ausschuss aussortiert worden, schon allein aufgrund seiner geringen Körpergröße.
- Filine lebt in einem Standard-Ausflugsziel für Touristen und trifft trotzdem 20 Jahre lang mit keinem "Jenseitigen" zusammen.

Nett fand ich, endlich mal auf das Wort "Geziefer" ganz ohne Un- zu treffen.

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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #26 am: 01. Februar 2012, 09:38:53 »

Hallo!

- Filine lebt in einem Standard-Ausflugsziel für Touristen und trifft trotzdem 20 Jahre lang mit keinem "Jenseitigen" zusammen.

Den Kritikpunkt kann ich verstehen, das kam mir auch ein bisschen seltsam vor. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Leute, die sich komplett abschotten können und sich für wenig interessieren. Von daher könnte es so gewesen sein...  aber das kann ich mir auch nicht richtig vorstellen.

Liebe Grüße
Kirsten
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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #27 am: 01. Februar 2012, 12:25:48 »

Ich finde es auch ganz eigenartig, dass das Buch in der deutschen Übersetzung in Berlin spielt. Hab es in der Schule in englisch gelesen und wollte Jahre später mal in die deutsche Version reinschauen. Hab es dann aber bleiben lassen weil mich das so genervt hat.
Ich frag mich auch, ob es sich hier um einen Sonderfall handelt oder ob das öfter vorkommt. :confused:

Ich erinnere mich auch noch, dass eine Freundin und ich das Buch parallel gelesen haben. Ich auf englisch, sie auf deutsch. Die Namen der Charaktere wurden da in der Übersetzung auch eingedeutscht. Da hieß mein John plötzlich Fritz etc. Interessante Übersetzungsstrategie (sehr zielkulturgerichtet), aber für mich auch extrem befremdlich. :entsetzt:
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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #28 am: 01. Februar 2012, 12:43:06 »

Das mit der deutschen Übersetzung höre ich zum ersten Mal und findes das sehr ... gewöhnungsbedürftig.
Laut Wikipedia gibt es aber aus den 70er-Jahren eine Übersetzung, die wieder an den ursprünglichen Orten spielt, und nur die Übersetzung aus der Zeit Huxleys arbeitet mit dieser Technik.

Ich habe das Buch vor etlichen Jahren in meiner Teenager-Zeit auf Englisch gelesen. Ich weiß noch, dass mir Brave New World schwieriger gefallen ist, als zum Beispiel 1984. Ich glaube, ich habe beide Bücher sogar relativ zeitnahe gelesen, und konnte mich in letzterem besser zurecht finden.
Mir geht es da so ähnlich wie Cuddles, aber ich bin trotzdem froh, dieses Werk gelesen zu haben, und es zu kennen.
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Re: Aldous Huxley - Brave New World / Schöne neue Welt
« Antwort #29 am: 01. Februar 2012, 12:50:07 »

Da hieß mein John plötzlich Fritz etc. Interessante Übersetzungsstrategie (sehr zielkulturgerichtet), aber für mich auch extrem befremdlich. :entsetzt:

Diese Version haben wir in den 90ern in der Schule gelesen. Ich finde das auch nur bedingt gelungen.
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