Ja, das Blutopfer - das im Roman auch vorkommt - ist ziemlich sexy...
Das ist jetzt vielleicht ein etwas unprofessioneller Einstieg für eine Rezi, aber ich muss sagen, es beschreibt meinen Eindruck von dem Buch ganz gut. J.R. Ward hat da ein heisses, rasantes, spannendes Vampir-Abenteuer geschaffen, bei dem man Hauptfigur Beth nur beneiden kann. Oder auch nicht. Diese geht nämlich eine Beziehung mit Vampir-Krieger Wrath ein, der gleichzeitig der Anführer der Bruderschaft der Black Dagger ist, die für das Fortbestehen ihrer Rasse kämpfen. Das müssen sie auch, denn die Lesser jagen sie erbarmungslos. Deren Ziel: Die Ausrottung der Vampire.
Doch den Lessern tut sich ebenfalls ein Problem auf und auch die Bruderschaft der Vampire steht vor einer grossen Veränderung: Wrath ist nämlich ein legendäres Wesen, dass endlich seiner Bestimmung folgen soll...
Es geht also drunter und drüber und obwohl das eigentlich gut ist, weil man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann, beginnt da auch meine Kritik. Mein Logikfehler-Alarm hat einige Male geklingelt, alles passiert in nur sehr kurzer Zeit, gewisse Bilder wirkten auf mich einfach nicht stimmig, bis unglaubwürdig. Bei einer anderen Autorin nannte ich die übermässige Kombination solcher Aspekte noch trashig. Doch dies hier ist guter "Trash".
Wards Kleinepos ist trotz Unstimmigkeiten einfallsreich, intelligent und macht einfach Spass. Wenn schon Liebes-Geplänkel, dann bitte so! Denn die Atmosphäre nimmt einem von der ersten Seite an ein und auch wenn einige Szenen nicht ganz geschmackssicher sind, muss man der Autorin zugestehen, dass ihre Ideen das gewisse Etwas haben.
Suchtpotential vorprogrammiert, deshalb trotz Kritik
