Ich mußte (konnte/sollte/durfte) "Nachtjagd" für den SLW 2011 lesen. Eine meiner Listen entstand aus meinem selbstgewählten Schicksal, Kundenempfehlungen zu folgen, unabhängig vom Genre oder meinen persönlichen Vorlieben.
Sonst hätte ich dieses Buch wahrscheinlich nie gelesen.
Ich verzichte mal auf die Wiedergabe des Inhaltes, weil ich das als ausreichend abgedeckt empfinde. Sehr interessant finde ich hier im thread die unterschiedlichsten Meinungen zu diesem Buch. Ich dachte erst, entweder, man liebt es oder man haßt es, aber so wie vielen hier geht's auch mir: ich weiß gar nicht so genau, was ich dazu sagen soll.
Ich fand es eigentlich gar nicht so schlecht, vielleicht, weil ich kürzlich Cast/Casts "Gezeichnet" gelesen habe und einfach nur grottig fand. Da ist "Nachtjagd" doch schon ein Schritt nach vorn.
Die Autorin kann eine Geschichte erzählen und sie durchhalten, auch wenn einige Hintergründe noch nicht geklärt sind (das wird ja aber wahrscheinlich im zweiten Band nachgeholt). Genau das aber hält den Leser bei der Stange.
Ich habe auch schon Bücher mit wesentlich flacheren Charakteren gelesen, auch wenn hier keine großen psychologischen Tiefgänge geschehen.
Irritierend finde ich das offene Ende. Wat soll dat denn? Haben alle Black Dagger-Romane ein offenes Ende oder resultiert das nur hier aus der Teilung des ersten amerikanischen Bandes in zwei deutsche Bände (Danke, lieber Heyne-Verlag!).
Aber alles in allem war es eine angenehme, kurzweilige Lektüre. Die Spannung wird aufrecht erhalten, die Erotik kommt nicht zu kurz und die entsprechenden Szenen sind nicht zu üppig gestreut. Ich konnte mir eine Mischung aus Mystery-, Fantasy- und Erotikroman nicht wirklich vorstellen, es ist hier aber ganz gut getroffen.
Literarisches Fastfood. Aber immer aufwändig kochen mag man ja auch nicht...
Leider muß ich jetzt die Fortsetzung auch noch haben...
