Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada  (Gelesen 1527 mal)

Seychella

  • Gast
Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« am: 15. Juli 2007, 00:53:09 »

Für den 11. Teil unserer tollen Serie habe ich mir Kanada ausgesucht.  :smile:
Welche Autoren kennt ihr, welche Bücher stehen bei euch im Regal?
Gibt es kanadische Fantasy? Oder ein Genre, in dem Kanada stark vertreten ist?

Beim Stöbern durch die Regale bin ich nur auf eine kanadische Autorin gestoßen: Jane Urquhart. Ich hatte vor Jahren mal "Fort" gelesen, ein Buch welches mich sehr berührt hat, das warum lässt sich aber nur schwer beschreiben. Melancholisch, fesselnd, und es hat bei mir irgendwie einen Nerv getroffen. Ich sollte es wirklich mal wieder lesen...
Andere Bücher von ihr stehen noch ungelesen im Regal.

« Letzte Änderung: 15. Juli 2007, 00:55:21 von Seychella »
Gespeichert

illy

  • chronischer Bücherjunkie
  • Global Moderator
  • *
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2757
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #1 am: 15. Juli 2007, 08:39:54 »

bei den "modernen Klassikern" ist Margaret Atwood sicherlich erwähnenswert, zum Beispiel mit ihrer Dystopie "Der Report der Magd" (auch "Die Geschichte der Dienerin")



Außerdem lebt der SF-Autor Robert Charles Wilson in Kanada, von ihm kenne ich Darwinia



Und auch Fantasy-Autor R. Scott Bakker ist Kanadier, sein Schattenfall (Der Krieg der Propheten I) subbt bei mir aber noch.



irgendwie kriege ich selten mit, dass ein Autor Kanadier ist *g*

 :winken:
illy

Gespeichert
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Bettina

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5382
    • Bleisatz
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #2 am: 15. Juli 2007, 08:56:48 »

Ich bin in meinem Ragel auf Anhieb auf vier Canadier gestoßen und frage mich, ob ich nicht jemanden übersehen habe.

Da wäre zum einen Yann Martel, in meinem speziellen Fall mit Schiffbruch mit Tiger     
Der kam als Geschenk zu mir und wird das Regal nicht mehr verlassen. Das ist ein Fünfrattenbuch für mich.

Dann schlage ich Margaret Doody vor. Von ihr habe ich Sherlock Aristoteles, ein Krimi, der im alten Griechenland spielt. Der liegt seit Jahren bei mir, sicher aus nostalgischen Gründen, denn die Lektüre ist lange her. Ob ich den nochmal lese? Das weiß ich nicht. Aber ich habe ihn jedenfalls behalten, weil er mir damals gefiel.

Noch gar nicht gelesen ist Margaret Atwood. Von ihr habe ich Die Giftmischer   
Ich weiß, das da ganz andere Bücher empfohlen werden und auch viel bekannter sind. Aber da lasse ich die berichten, die diese Bücher schon kennen - siehe Beitrag von illy *g* Für die Giftmischer habe ich mich entschieden, weil ich eine Zeitlang ganz versessen auf Kurzgeschichten war.

Als viertes meldet sich Charlotte MacLeod vom Bücherregal mit Eine Eule kommt selten allein.     
Das ist einer meiner jüngsten SUB-Zugänge. Von ihr hatte ich wissentlich noch nie etwas gelesen und ich war der Meinung, diese Wissenlücke in meinem Krimispektrum müsste ich schließen.
Gespeichert
Ich lese mich rund um die Welt.

Yoshi

  • Die Schweigsame
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 436
    • Postcrossing
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #3 am: 15. Juli 2007, 11:39:47 »


Mir fällt da sofort Lucy Maud Montgomery ein und ich habe von ihr fast alle Anne-Bücher!



Gespeichert

fairy

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2410
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #4 am: 15. Juli 2007, 13:04:45 »

Zu kanadischer Literatur fällt mir Michael Ondaatje ein. ZB. mit: Der englische Patient

Gespeichert
"I can believe anything, provided that it is quite incredible."
~"The picture of Dorian Gray"by Oscar Wilde~

:leser:
Henry Fielding - Tom Jones

Tad Williams - The Dragonbone Chair

Mark Twain - Tom Sawyer

William Dean Howells - The Rise of Silas Lapham

Liafu

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1510
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #5 am: 15. Juli 2007, 13:11:37 »

Tanya Huff schreibt außer ihrer "Blut..."-Vampirreihe auch Fantasy und Scifi.



Und Guy Gavriel Kays historische Fantasyromane sind ebenfalls empfehlenswert.



Gespeichert

Katia

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 58
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #6 am: 15. Juli 2007, 13:16:19 »

Ein Blick in meine Bücherdatenbank offenbart, dass ich Bücher von nur vier kanadischen Autoren besitze, darunter die schon erwähnte Margret Atwood, die auch zu meinen Lieblingsautoren zählt. Die anderen drei sind Madeleine Thien, über der Erstling ich hier eine Rezi verfasst habe, Jay Ingram mit seinem sehr schönen Sachbuch "Die Geschwindigkeit des Honigs", sowie Alberto Manguel, der zwar in Argentinien geboren ist, aber seit inzwischen kanadischer Staatsbürger ist und dort seit Jahren lebt. Von ihm hab' ich "Im Spiegelreich"  gelesen und die "Geschichte des Lesens" werde ich mir sicher auch noch zulegen. Und die Geschichte von Anne auf Green Gables habe ich als Kind sehr, sehr gerne gelesen!

 

Katia
Gespeichert
Unter http://www.tauschticket.de/c/?rec=82872755 anmelden und  bis zu 2 Gratisbücher erhalten.

Valentine

  • Middlemarchian
  • Global Moderator
  • *
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 8283
  • ... to love what is good and beautiful ...
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #7 am: 16. Juli 2007, 09:30:44 »

Neben Anne, die ich heute noch über alles liebe, habe ich aus Kanada die Bücher von Ann-Marie MacDonald sehr gerne gelesen:


Vernimm mein Flehen


The Way the Crow Flies (Wohin die Krähen fliegen)
Gespeichert
The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch

dubh

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1814
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #8 am: 16. Juli 2007, 13:25:43 »

Hallo,

was mir beim Literaturthema Kanada mal wieder einfällt ist, dass viele kanadische AutorInnen ihre Handlung in die USA verlegen. Ehrlich gesagt kann ich das immer nicht nachvollziehen - was macht Kanada denn in deren Augen so uninteressant? Oder ist es einfach purer Zufall? Ich kenne dieses Phänomen eigentlich eher aus dem Filmbusiness: dort werden die US-Filme oft in Kanada gedreht - allerdings lediglich aus Kostengründen.

Auf Anhieb fallen mir außer einigen bereits genannten AutorInnen folgende ein:

Giles Blunt, dessen Thriller rund um das sehr gelungene Ermittlerpaar John Cardinal und Lise Delorme mir extrem gut gefallen. Sehr schön sind die landestypischen Details, die man hier nebenbei vermittelt bekommt, beispielsweise durch die Neckereien der beiden um die frankophonen-englischsprachigen Auseinandersetzungen.
Bislang gibt es vier Fälle: Gefrorene Seelen, Blutiges Eis, Kalter Mond und Eisiges Herz, die allesamt in der Provinz Ontario spielen.
Unter anderem: Rezensionen gibt es  hier und hier.

Ebenfalls ein Thrillerautor ist James W. Nichol. Von ihm sind in Deutschland zwei Bücher erschienen: Ausgesetzt und Verachtet. Letzteres habe ich gelesen und das sogar gerne: es spielt an zwei verschiedenen Orten: Paris in den letzten Monaten des II.Weltkrieges und einigen Jahre später in Kanada.
Unter anderem: Rezension dazu hier

Dann ist momentan ein weiterer kanadischer Autor im Spannungsgenre in aller Munde: Linwood Barclay. Sein kürzlich erschienener Krimi Ohne ein Wort spielt allerdings an der Ostküste der USA - oben bin ich darüber ja bereits mein Unverständnis losgeworden.
Rezensionen hier

Von Alistair MacLeod habe ich vor längerer Zeit den Roman Land der Bäume gelesen - MacLeod erzählt über die Menschen an der kanadischen Atlantikküste, Bewohner einer sehr kargen Wildnis.
Unter anderem:

Timothy Findley ist wohl einer der bedeutendsten Literaten der Gegenwart aus Kanada. Zu seinen Werken zählen Romane, Erzählungen und Theaterstücke, für die er neben zahlreichen Literaturpreisen auch einige Ehrendoktorwürden erhielt.
etc. ...

Mordecai Richler war zu Lebzeiten einer der bekanntesten Schriftsteller seiner Landes. Außerdem war er auch noch als Drehbuchautor und Essayist tätig. Sein Umfeld und seine jüdische Herkunft waren häufig Thema seiner Werke. Kürzlich in deutschsprachigen Raum wiederentdeckt: Die Lehrjahre des Duddy Kravitz ist ein moderner jüdischer Schelmenroman. Richler ist zudem hochdekoriert - er erhielt unter anderem die höchste Auszeichnung seines Landes für Zivilpersonen: er wurde als "Companion of the Order of Canada" geehrt. Außerdem wurde er neben vielen literarischen Auszeichnungen auch zweimal für den Booker Prize nominiert.
- andere Titel sind momentan nicht lieferbar.


Zu den großen Schriftstellerinnen gehören sicherlich zwei bekannte Namen:
Annie Proulx besitzt neben der US-amerikanischen auch die kanadische Staatsbürgerschaft, da ihr Vater Frankokanadier war. Mit Schiffsmeldungen dürfte sie ihren internationalen Durchbruch erlangt haben, ihre Erzählung Brokeback Mountain wurde erfolgreich verfilmt und erhielt drei "Oscars", unter anderem für das beste Drehbuch.
Unter anderem:

Alice Munro dürfte nicht erst seit Elke Heidenreich hier ein Begriff sein - vor allem ihre Erzählungen machten sie äußerst bekannt. Die zuletzt erschienenen liefen unter dem Titel Tricks und sind ganz wunderbar.
Unter anderem:

Barbara Gowdy hat mit Der weiße Knochen, einer ungewöhnlichen Geschichte aussicht einer Elefantenfamilie, auch hierzulande Aufmerksamkeit erregt.


Dagegen dürfte Merilyn Simonds realtiv unbekannt sein - in Deutschland ist erst ein Buch von ihr erschienen (Das alte Land), welches in Kanada allerdings gleich zum Liebling des Buchhandels avancierte.


Douglas Coupland ist eher ein nicht-konformer Kultautor mit ungewöhnlichen Themen: von ihm habe ich vor Jahren Girlfriend in a Koma gelesen und kam damit nicht sonderlich gut zurecht. Aktueller ist Eleanor Rigby, ein Buch das gute Besprechungen erhalten hat.


Miriam Toews kommt aus einer mennonitischen Familie und beschreibt in ihren Romanen Ein komplizierter Akt der Liebe und Kleinstadtknatsch) eben dieses Leben - sie selbst ist ausgebrochen, steht für eine junge Generation von Schriftstellern.



Liebe Grüße
dubh
Gespeichert

Pandora

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1425
  • -
Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 11: Kanada
« Antwort #9 am: 19. Juli 2007, 09:15:52 »

Kanada ist bei mir vor allem mit Fantasy vertreten. Sehr viel von der bereits erwähnten Tanya Huff
,

außerdem ein Buch von dem ebenfalls bereits erwähnten Guy Gavriel Kay und die Boston-Romane, eine recht amüsante Krimireihe von Charlotte MacLeod.

Weitere Autoren:

Fiona Patton (homoerotische Fantasy mit teilweise ellenlangen Namen, nicht dringend empfehlenswert),


Nancy Baker (die Autorin hat nur 3 Vampirromane geschrieben und leidet jetzt schon seit Jahren an einer Schreibblockade. Ihre beiden zusammenhängenden Romane Blutgesang und Blut und Chrysantemen sind aber wirklich gut. Ihr drittes Buch Der Vamp subbt noch.),


und Kelley Armstrong. (schreibt eine Werwolf und ich glaube Mittlerweile auch eine Hexenreihe. Ich habe nur ein Buch hier, das ich aber noch nicht gelesen habe).
Gespeichert