Elbenzorn Hot

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Informationen zum Buch

Verlag
Erstausgabe (D)
2007
Seiten
479
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-10
3492701167
ISBN-13
9783492701167

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Er hatte noch nie zu den zaghaften Naturen gehört.

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Den Elfen, jenen geheimnisumwobenen, magisch begabten Geschöpfen, gab Tolkien den Namen Elben. Nun führt sie der »Elbenzorn« in ihr größtes Abenteuer: Vor langer Zeit wurden die Dunklen Elben von den Goldenen aus ihrer Heimat vertrieben. Doch nach einer brutalen Mordserie geht im Som­merpalast der Goldenen Elben die Angst um. Sind die Feinde zurück, um die Macht über alles Lebendige in der Welt zu ergreifen? Die ungleichen Schwestern Iviidis und Rutaaura versuchen die Verschwörung aufzudecken - jede auf ihre Weise. Doch im Verborgenen wappnen sich die Aufrührer schon zum entscheidenden, blutigen Angriff, mit dem sie die Welt unterjochen werden.

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14 Oktober 2009
Seychella (fantastische-buecherwelt.de)
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Den Hintergrund von "Elbenzorn" bildet die Trennung der früher vereinten Elben in "Goldene" und "Dunkle". Wie sich im Verlauf der Geschichte herausstellt, wurden sie so in eine körperliche und eine spirituelle Seite geteilt. Der Verlust eines Volks, das beide Teile in sich vereinte, bleibt nicht ohne Folgen: Ein alter, weiser und ganz besonderer Elbe wird bald sterben.

Dazu kommt noch die Verschwörung, die gleich zu Beginn angedeutet wird und für Spannung sorgt. Anfangs wirken die "Dunklen" sehr düster, geheimnisvoll und fremdartig. Mit der Zeit verändert sich das - je mehr man sie und ihre Talente kennenlernt, desto besser kann man ihre Beweggründe nachvollziehen. Und es gibt durchaus auch verschiedene Standpunkte.

Die Kultur und Lebensart dieser beiden Elbengruppen ist sehr unterschiedlich, sie ergänzen sich jedoch auch auf eine gewisse Art - wie Licht und Schatten, Tag und Nacht. Was wiederum zu ihrer Geschichte passt.

Im Sommerpalast der "Goldenen" gibt es strenge Vorschriften, viel Politik, ein Wettkampf um Macht und Einfluss. Und mittendrin den Verräter, den ich schnell gefunden hatte.

Die Atmosphäre ist meistens ruhig und doch fesselnd, unterbrochen von gefährlichen Momenten. Die Figuren sind sehr liebevoll gezeichnet, man schließt sie schnell ins Herz. Sie handeln nachvollziehbar, und gewähren Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Somit fiel es mir leicht, mich ihnen nahe zu fühlen, und völlig in dieser Welt zu versinken.

Mein ganz persönliches Highlight war dabei die tolle Beschreibung der Magie der Baumsinger. Das Ergebnis, ihre Verbindung zu den Bäumen und ihr Gespür dabei. Sensibel und magisch zugleich.

Das Ende kam mir dann etwas zu schnell. Vor allem, da es wohl keine weitere Geschichte mit Olkodan geben wird - dabei würde ich doch zu gerne wissen, wie er sich bei der Verwirklichung seines zweitgrößten Wunsches fühlt und was er über die Entwicklung denkt.

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10 April 2008
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Erfrischend anders - so habe ich die Lektüre von "Elbenzorn" empfunden. Auch wenn der Titel und das Cover düstere Ahnungen beim Leser hervorrufen, so düster ist er gar nicht, dieser Fantasy-Roman aus der Feder von Susanne Gerdom. Im Gegenteil: neben Spannung, Mystik und Poesie kommt auch der Humor nicht zu kurz, was mir besonders gut gefallen hat.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Verschwörung innerhalb des Elbenvolkes, das sich hier in goldene und dunkle Elben gespalten hat - zum Glück ist damit keine Einteilung in Gut und Böse vorgezeichnet, sondern die Sympathieträger verteilen sich gleichmäßig auf beide Stämme. Stellvertretend hierfür stehen die beiden Schwestern Iviidis, eine "Goldene" und Rutaaura, eine "Dunkle". Aber auch das Volk der Zwerge bekommt seinen Auftritt und wird näher beleuchtet; gerade der Zwerg Trurre und sein unvergleichliches Pony Hasenherz waren meine Lieblinge im Buch. Überhaupt sind die Haupt- und Nebenfiguren sehr liebenswert gezeichnet und haben mein Herz im Sturm erobert.

Außerdem habe ich mich über eine Vielzahl von kreativen Ideen gefreut, wie zum Beispiel die Baumsinger, die die Fähigkeit besitzen, durch ihren Gesang aus einem Baum ein Haus zu machen; die Skralls, eine ganz spezielle Art von Reittier, oder die Kristalle, auf denen die Erinnerungen der Elben gespeichert sind, um nur ein paar wenige zu nennen. Dass der Schluss einige Fragen offen lässt, hat mich überhaupt nicht gestört - bleibt so doch die Hoffnung auf eine Fortsetzung erhalten...

Der Sprachstil von Susanne Gerdom ist sehr flüssig, modern und facettenreich; einige Passagen fand ich besonders poetisch, während andere mich wegen des flapsigen Sprachgebrauchs ganz schön zum Schmunzeln brachten. Alles in allem kann ich "Elbenzorn" als abwechslungsreichen und innovativen Fantasy-Roman weiterempfehlen, der mir sehr gut gefallen hat - bitte mehr davon!

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21 Dezember 2007
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Im Elbenland ist längst nicht alles so, wie es sein sollte. Schon seit vielen, vielen Jahren ist die Hälfte des Elbenvolkes ausgegrenzt, offiziell gibt es "die Dunklen" gar nicht. Jeder weiß aber von ihnen und einige der "Goldenen" im Wandernden Hain scheuen sich nicht, zu ihrem persönlichen Vorteil einen Pakt mit ihnen einzugehen. Die Aufdeckung einerseits dieser Verschwörung, andererseits der Geheimnisse um "die Dunklen" bilden den Hintergrund von Elbenzorn. Die Elben im Wandernden Hain kommen hier gar nicht so daher, wie man es von Elben erwartet, einige sind alles andere als schön und edel – vor allem letzteres nicht. Der Verschwörung mit ihren Nebeneffekten und der Bekämpfung zu folgen, macht Spaß und ist spannend, aber trotzdem kommt der Humor nicht zu kurz. Dafür sorgen vor allem der Zwerg Trurre Silberzunge und sein Freund Lluigolf, die ich besonders ins Herz geschlossen habe.

Viele Personen auf manchen Irrwegen – auch unnötigen Umwegen, die mit dem Hauptstrang gar nichts mehr zu tun haben, aber trotzdem wegen der Sicht auf den entsprechenden Charakter lesenswert sind – werden gebraucht, bis das Ende erreicht ist. Von den Skralls (echsenähnlichen Reittieren) bis zu den Gesellschaftformen, von der Ankleidezeremonie bis zum höfischen Gebaren am Sommerpalast sind viele Ideen einfach schön, manche gut der Historie entlehnt und adaptiert, so daß die Szenerie in sich stimmig wirkt. Über einige kleinere geographische Ungenauigkeiten kann man dabei glatt hinwegsehen ;-)

Und obwohl die wesentlichen offenen Fragen am Ende geklärt sind, gibt es noch Potential für eine Fortsetzung.

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05 November 2007
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Vor langer Zeit wurden die Dunklen Elben von den Goldenen aus ihrer gemeinsamen Heimat vertrieben. Seitdem ziehen die Dunklen rastlos und von Groll erfüllt durch die Welt. Als mehrere Goldene Elben auf mysteriöse Weise ums Leben kommen, geht die Angst um: Ist dies die Rache der Dunklen für das Unrecht der Vergangenheit? Die Elbenschwestern Iviidis und Rutaaura versuchen die Vorkommnisse zu enträtseln – und decken eine Verschwörung auf, die die Grundfesten ihrer Welt zu erschüttern droht. Denn die Anführer wappnen sich im Verborgenen schon zum alles entscheidenden Angriff, um die Elben zu unterjochen.

Hoch spannend, von einzigartiger Atmosphäre und voller faszinierender Wendungen – endlich der große Roman über die berühmtesten Geschöpfe Tolkiens: die Elben.

Susanne Gerdom wurde 1958 in Düsseldorf geboren und wuchs am Niederrhein auf. Nach einer Buchhändlerlehre arbeitete sie als Regisseurin und Schauspielerin an verschiedenen Düsseldorfer Theatern. Mit der Triologie »Anidas Prophezeiung«, »Das Herz der Welt« und »Die Schwarze Zitadelle« machte sie ihre ersten Schritte in die Welt der Fantasy.

Mit Elbenzorn reiht sie sich in die Riege der Bücher um die verschiedenen Fantasyvölker ein.

Susanne Gerdom entwickelt meisterhaft eine fantastische Geschichte über die Elben inklusive verschiedener Intrigen, Rangordnungen und Ständen. Selbst Mord und Verrat findet in diesem Buch Platz. Den Leser erwartet ein temporeicher Plot aus verschiedenen Perspektiven und Schauplätzen, welche sich jedoch wunderbar zu einem komplexen Buch zusammenfügen. Es gelingt der Autorin trotzdem noch sämtliche Charakter scharf zu zeichnen und Ihnen eine gewisse Tiefe zu verleihen.

Eine Vielzahl von Charakter erwartet den gespannten Leser, die Elbe Rutaaura und ihre Gefährten, der Zwerg Trurre Silberzunge und ihr Geliebter Lluigolf stellen hier nur einen Teil da. Diese drei bilden eine sehr ungleiche aber amüsante und aufeinander eingespielte Truppe. Susanne Gerdom hat die Welt der Elben ausserdem mit einigen sehr schönen Ideen und Besonderheiten geschmückt und angereichert.



In Elbenzorn vereinen sich die Fantasy und Familiendrama zu einem gelungenen Fantasyroman. Selbst die vielen Szenenwechsel tun der Spannung keinen Abbruch sondern verstärken den Lesegenuss um ein vielfaches. Ein wenig schade ist jedoch das dieses Buch so vollgepackt ist das man am Ende den Eindruck hat das der Stoff auch für eine ganze Fantasyreihe ausgereicht hätte.

Wer andere Fantasybücher dieser Art sein Eigen nennt, kommt um diese gut gelungenen Geschichte über das Volk der Elben nicht herrum.

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