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Der Übergang Der Übergang

Der Übergang

Informationen zum Buch

Autor(en)
Verlag
Jahr
2010
Ausgabe
Hardcover
Seiten
1024
Originaltitel
The Passage
Originaljahr
2010
ISBN-10
3442311705
ISBN-13
9783442311705

Sonstiges

Übersetzer
Erster Satz
Bevor sie Das Mädchen Von Nirgendwo wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, Die Erste Und Letzte Und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy.
Die Welt, wie Sie sie kennen, wird es nicht mehr geben!

Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte - war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte.

Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief - völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Offizielle Literaturschock-Rezensionen

Durchschnittliche Bewertung in offiziellen Literaturschock-Rezensionen: 3 Benutzer

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Der Übergang 2012-02-10 19:21:08 Verena (frau-rosenbusch.de)
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4.0
Von Verena (frau-rosenbusch.de)    10 Februar 2012
Top 50 Rezensent  -   Alle Rezensionen anzeigen

Justin Cronin – Der Übergang

Die sechsjährige Amy hat wirklich ein schweres Schicksal – nicht nur, dass es das Leben in ihren ersten Jahren nicht wirklich gut mit ihr meint, gerade als man denkt, es könne nicht schlimmer kommen, wird sie vom FBI für medizinische Experimente entführt.

Doch alles läuft aus dem Ruder, eine Katastrophe bricht über Amerika herein und die meisten Einwohner kommen ums Leben, ein Endzeitszenario entsteht.

Das Buch ist fast durchgängig sehr spannend, nur an wenigen Stellen ist der Handlungsfluss mal etwas zäh geraten. Die Geschichte hat, wie unsere Leserunde aufdecken konnte, zwar einige Logik-Löcher, konnte mich aber trotzdem fesseln und sehr gut unterhalten.

Die Charaktere sind größtenteils wirklich zum gern haben und auch gut beschrieben und mindestens ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert, auch wenn ich mich nach dem Umbruch zum zweiten Teil (die Geschichte ist grob in zwei Teile gegliedert) zunächst nur schwer mit den neuen Leuten anfreunden konnte – die ersten waren mir schon so ans Herz gewachsen.

Gelegentlich übertreibt der Autor etwas bei den Beschreibungen, man könnte meinen, er arbeite schon am Drehbuch für den geplanten Film (bestes Beispiel ist die Szene mit der Flucht auf dem Zug), und leider bekommt man nicht alle Erklärungen, die man sich für die Auflösung der Geschichte wünscht. Dennoch hat mir das Buch viel Spaß gemacht, und ich konnte mich manchmal nicht durchringen, in der Leserunde zu schreiben, weil ich lieber noch ein bisschen weiter lesen wollte.

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Der Übergang 2010-11-08 00:00:00 Aldawen
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Von Aldawen    08 November 2010
Top 10 Rezensenten  -   Alle Rezensionen anzeigen

Gleich vorweg: Katis Begeisterung kann ich mich nicht anschließen. Dafür gibt es recht handfeste Gründe. Der Einstieg ist von Cronin eigentlich gut gewählt, und auch, wenn ich nicht von jeder Serviererin in sämtlichen Diner am Rand der Strecke, die Wolgast und sein Partner mit Amy zurücklegen, auch noch die Farbe der Unterwäsche hätte wissen müssen (ok, ein bißchen übertrieben, aber es war streckenweise schon recht detailverliebt), so war es doch recht spannend zu lesen, genau wie der Ausbruch und Ablauf der Katastrophe. Selbst das Kolonieleben fand ich am Anfang nicht uninteressant, denn natürlich wollte ich wissen, wie sich die Menschen knapp 100 Jahre nach dem Krieg nun eingerichtet haben. Und daß vieles in dieser Kolonie, so musterhaft es auch aussieht, keinesfalls in Ordnung ist, spürt man auch schnell. Allerdings wurde das auch wegen der Detailfreude, in der Cronin sich wiederum verliert, schnell etwas ermüdend.

Ein Zwischenhoch deutete sich noch mal mit Amys Auftauchen in der Kolonie an, aber spätestens mit dem Aufbruch (oder besser: der Flucht) einer Gruppe aus der Kolonie mit eher vagem Ziel, war die Luft für mich raus. Ab dann war es vor allem eine Ansammlung von mehr oder weniger gut verbrämten Versatzstücken, die ich anderswo schon besser, intelligenter konstruiert und sprachlich raffinierter (allerdings auch schon noch schlechter) gelesen habe. Die Geschichte bekam damit für mich eine immense Vorhersagbarkeit, was bei so einem Buch einfach nicht sein darf. Und daß ich bereits 200 Seiten vor dem Ende eine ziemlich genaue Vorstellung davon hatte, wie der Showdown aussehen würde (nicht in den Details aber in den wesentlichen Grundzügen), war auch nicht gerade förderlich für die Spannung. Den Hype um diesen Roman kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen, Cronin hat an seinem Thema viel verschenkt, weil er die Innenperspektive der Infizierten nahezu völlig ausblendet, dabei hätte das wirklich Potential gehabt. Einige Logikfehler und zweifelhafte Dinge, die sich darüber hinaus noch eingeschlichen haben, fallen unter diesen Umständen allerdings kaum noch ins Gewicht.

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Der Übergang 2010-09-27 00:00:00 Kati
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Von Kati    27 September 2010
Top 10 Rezensenten  -   Alle Rezensionen anzeigen

Die kleine Amy ist sechs Jahre alt, als sie - verlassen von ihrer Mutter - auf FBI-Agent Wolgast trifft. Wolgast ist Handlanger für ein Top-Secret-Projekt welches die Welt nachhaltig verändern wird. Denn bevor Amy auserwählt wurde, befreite er Schwerverbrecher aus Todeszellen. An ihnen wurde geübt, was an dem Kind vollendet werden sollte. Macht, Erfolg und die ultimative Waffe stehen im Vordergrund. Die Menschlichkeit dagegen bleibt auf der Strecke, Nebenwirkungen werden unterschätzt. Wie so oft in Mystikthrillern sucht sich das Leben einen Weg, verändert sich und passt sich an. So geschieht es auch hier. Aber es folgt kein langweiliger Plot, wie schon tausendmal gelesen. "Der Übergang" ist eine echte Meisterleistung!

Von Beginn an überzeugt der Roman durch unheimlichen Detailreichtum. Die Geschichte ist beeindruckend, strukturiert und fesselnd. Die Einführung kann man noch als Thriller bezeichnen, danach folgt das, was mich an die Seiten gefesselt hat: "Der Krieg war verloren, die Army gab es nicht mehr, die Welt außerhalb der Kolonie war das offene Grab einer Geschichte, an die niemand sich mehr erinnerte."

Ein Zeitsprung in die Zukunft, ein Leben in einer leeren, ruinierten Welt. Stellt euch die Endzeit vor, die Wildnis bevölkert von Infizierten und ein paar Menschen, die kämpfen. Es gibt Alte, die die Geschichte aus der Zeit Davor bewahrt haben. Und es gibt Junge, die diese Zeit nicht kennen. Sie leben ohne die Sterne je gesehen zu haben. Strenge Regeln, Einsamkeit, Entbehren und ständige Angst. Diese Endzeit-Szenen, die sich glücklicherweise über Hunderte Seiten bis zum Ende des Buches ziehen, sind so eindringlich und toll beschrieben. Sowas habe ich noch nicht gelesen.

Jemand der auf einen Thriller gefasst ist und in der SF landet, wird es als vielleicht langatmig empfinden. Aber ich habe jede Seite genossen, es war wie ein Sog. Den Wirbel um das Buch kann ich sehr gut verstehen. Ich schließe mich den Fans gern an. Die Story entwickelt sich und fügt sich zusammen, auch was Gegenwart und Zukunft betrifft. Für mich lässt es wirklich keine Wünsche offen. Natürlich fließt Blut, selbstverständlich gibt es Action, aber die kleinen Details machen dieses Buch aus. Die Hintergründe, das Funktionieren der Kolonie, die vielen Fragen... wie ist das mit dem Strom? Meine Güte... Michael, genannt "Akku" kann euch da Geschichten erzählen ;)

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Der Übergang 2010-11-24 00:00:00 streuner
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Von streuner    24 November 2010

Gut, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und dieses Buch, trotz der durchwachsenen Bewertungen, gekauft habe. Ich hätte wahrlich viel verpasst!

Kurz zum Inhalt:

Amy, das Mädchen von Nirgendwo – wie sie später genannt wird – wird im Alter von sechs Jahren von ihrer Mutter in einem Nonnenkloster zurückgelassen. Die beiden FBI-Agenten Wolgast und Doyle werden auf sie angesetzt und entführen das Kind. Sie bringen die Kleine in ein medizinisches Forschungslabor, wo sie als Versuchsperson für ein geheimnisvolles Experiment dienen soll. Dort sind bereits ein Dutzend Männer, bei denen es sich um zum Tode verurteilte Schwerverbrecher handelt, mit einem Virus infiziert worden – leider aber nicht mit dem erwarteten Ergebnis. Dann kommt es zur Katastrophe und die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr...

Meine Bewertung:

Ich mag richtig dicke Wälzer...wenn die Erzählweise stimmt und der Autor es versteht, mich mit auf eine fantastische Reise zu nehmen. Das ist Justin Cronin sehr gut gelungen. Und...nein, ich habe die Blutsauger immer noch nicht satt, auch wenn sie hier keinesfalls der romantischen Spezies angehören und ich das Buch auch nicht als Vampirroman bezeichnen würde. Wer hier einen Edward, Bill, Dante oder Rhage (oder wie sie auch immer heißen mögen) sucht, wird bitter enttäuscht werden, denn die sogenannten "Virals“ sind alles andere als kuschelig.

Es stimmt – Justin Cronin erzählt sehr ausführlich, aber auch unheimlich spannend und mitreißend. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll und gelegentlich auch ziemlich drastisch - manchmal dachte ich: das kann doch jetzt unmöglich ein Mann geschrieben haben und dann wieder: typisch Mann! Ich klebte förmlich von der ersten bis zur letzten Seite an diesem Buch und blieb weder von Gruselschauern, noch von dem ein oder anderen vergossenen Tränchen verschont. Oft saß ich nach einem gelesenen Kapitel da und wollte das Ganze erst mal sacken lassen, aber die geschickten Cliffhanger machten es fast unmöglich, nicht sofort weiter zu lesen. Vieles in diesem komplexen und sehr gut durchdachten Roman war manchmal recht verwirrend und wurde erst einige Seiten oder Kapitel später, aber immer stimmig und nachvollziehbar, aufgelöst.

Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen Lesehighlights in diesem Jahr - großartiger Autor und sehr guter Übersetzer. Und wieder mal der Beginn einer Reihe, auf deren Fortsetzung ich schon jetzt ungeduldig warte!

Eine Leseempfehlung für Liebhaber fantastischer Literatur, die nicht vor ausführlichen Charakterbeschreibungen - und Charaktere gibt es hier eine ganze Menge – zurückschrecken. Bedenken sollte man auch, dass dieses Buch erst der Beginn einer Trilogie ist, die wohl auf deutsch erst in einigen Jahren abgeschlossen sein wird. Wer schnelle, actionreiche Unterhaltung sucht, sollte vielleicht doch lieber zu etwas anderem greifen oder auf die Verfilmung warten - aber jeder, der schöne Sätze mag und mit Endzeitstimmung, Science Fiction und ein wenig Horror etwas anfangen kann, sollte hier unbedingt zugreifen.

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