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Die Chemie des Todes

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Informationen zum Autor

Informationen zum Buch

Erstausgabe (D)
2006
Seiten
432
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Chemistry of Death
Originalausgabe
2006
ISBN-10
3805208111
ISBN-13
9783805208116

Sonstiges

Übersetzer
Erster Satz
Ein menschlicher Körper beginnt fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen.
Klappentext: David Hunter war Englands berühmtester Rechtsmediziner. Aber er hat seinen Beruf aufgegeben und sich inkognito nach Devonshire in ein kleines Dorf zurückgezogen. Dort arbeitet er seit ein paar Jahren als Assistent des Arztes, als sein friedliches Landleben ein jähes Ende findet. Spielende Kinder entdecken eine mit einem Paar Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin im Dorf. Da sie mit David befreundet war, ist er, der schweigsame Fremde, einer der ersten Verdächtigen. Doch dann findet die Polizei heraus, was David früher war, und so muss die Ex-Koryphäe der überforderten Provinz-Gerichtsmedizin helfen. Gerade als sich anhand seiner Analysen herausstellt, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt, um sie noch lebend zu finden. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten.

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David Hunter will nach einer Familientragödie nicht länger auch im Berufsleben ständig mit dem Tod in Berührung kommen und bricht seine Karriere als herausragender forensischer Anthropologe kurzerhand ab. Stattdessen übernimmt er in einem kleinen Dorf die Stelle des Allgemeinmediziners. Zunächst nur als Krankheitsvertretung für den eigentlichen Arzt, findet er schließlich dort eine neue Heimat.

An diesem Roman hat mich als allererstes das Cover angesprochen. Die Kritiken klangen nicht ganz so begeistert, wie der erste optische Eindruck war, deswegen hat es einige Zeit gedauert, bis ich den Roman tatsächlich zum Lesen in die Finger bekommen habe. Ich habe mich auf einen qualitativ ordentlich gemachten Thriller, aber kein Jahreshighlight eingestellt und wurde nicht enttäuscht. Die Figuren sind ordentlich beschrieben und handeln nicht unlogischer als sie es üblicherweise immer in solchen Geschichten tun (sich alleine in die Höhle des Löwen wagen, statt einfach zu fliehen und die Polizei zu rufen etc.). Der Showdown war dementsprechend auch ein wenig zu furios für meinen Geschmack.

Die Identität des Täters war ganz gut verborgen und die übliche Anzahl falscher Fährten wurde gelegt. Ich hatte den Bösewicht anfänglich zwar kurz im Auge, aber keine konkreten Spuren gefunden, so dass zumindest ein wenig Überraschung übrig blieb. Das Forensische nahm weniger Raum ein, als ich vorher vermutet hätte, konkrete Hinweise auf den Täter ergaben sich daraus eigentlich nicht. Insgesamt ein netter Thriller, dessen Ansiedlung in England mich etwas überrascht hatte, der Hinweis, dass der Autor sich im FBI-Ausbildungszentrum über Verwesungsprozesse bei Leichen etc. informiert hatte und die Gewohnheit (die wahnsinnigen Serienmörder schlagen ansonsten üblicherweise eher in den USA zu) hatten mich zu einem US-Schauplatz verleitet. Die ländliche Idylle macht sich allerdings ganz gut, der Autor schafft es recht ordentlich das englische Dorfleben darzustellen. Eher negativ fand ich die Anklänge ans Übersinnliche, mit den wahr werdenden, bedeutungsvollen Träumen konnte ich nicht so viel anfangen.

Alles zusammengenommen ein solider Thriller.
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Von Ilka B. 14 Februar 2009
Top 10 Rezensenten  -   Zeige alle meine Rezensionen (264)

David Hunter will nach einer Familientragödie nicht länger auch im Berufsleben ständig mit dem Tod in Berührung kommen und bricht seine Karriere als herausragender forensischer Anthropologe kurzerhand ab. Stattdessen übernimmt er in einem kleinen Dorf die Stelle des Allgemeinmediziners. Zunächst nur als Krankheitsvertretung für den eigentlichen Arzt, findet er schließlich dort eine neue Heimat.

An diesem Roman hat mich als allererstes das Cover angesprochen. Die Kritiken klangen nicht ganz so begeistert, wie der erste optische Eindruck war, deswegen hat es einige Zeit gedauert, bis ich den Roman tatsächlich zum Lesen in die Finger bekommen habe. Ich habe mich auf einen qualitativ ordentlich gemachten Thriller, aber kein Jahreshighlight eingestellt und wurde nicht enttäuscht. Die Figuren sind ordentlich beschrieben und handeln nicht unlogischer als sie es üblicherweise immer in solchen Geschichten tun (sich alleine in die Höhle des Löwen wagen, statt einfach zu fliehen und die Polizei zu rufen etc.). Der Showdown war dementsprechend auch ein wenig zu furios für meinen Geschmack.

Die Identität des Täters war ganz gut verborgen und die übliche Anzahl falscher Fährten wurde gelegt. Ich hatte den Bösewicht anfänglich zwar kurz im Auge, aber keine konkreten Spuren gefunden, so dass zumindest ein wenig Überraschung übrig blieb. Das Forensische nahm weniger Raum ein, als ich vorher vermutet hätte, konkrete Hinweise auf den Täter ergaben sich daraus eigentlich nicht. Insgesamt ein netter Thriller, dessen Ansiedlung in England mich etwas überrascht hatte, der Hinweis, dass der Autor sich im FBI-Ausbildungszentrum über Verwesungsprozesse bei Leichen etc. informiert hatte und die Gewohnheit (die wahnsinnigen Serienmörder schlagen ansonsten üblicherweise eher in den USA zu) hatten mich zu einem US-Schauplatz verleitet. Die ländliche Idylle macht sich allerdings ganz gut, der Autor schafft es recht ordentlich das englische Dorfleben darzustellen. Eher negativ fand ich die Anklänge ans Übersinnliche, mit den wahr werdenden, bedeutungsvollen Träumen konnte ich nicht so viel anfangen.

Alles zusammengenommen ein solider Thriller.

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Dr. David Hunter, ehemals forensischer Anthropologe, will mit seinem früheren Beruf nichts mehr zu tun haben, seitdem Frau und Kind bei einem Autounfall ums Leben kamen. In der Großstadt fühlt er sich auch nicht mehr wohl und so zieht er als Allgemeinmediziner in das kleine Dörfchen Manham. Dort muss er immer wieder gegen die Vorbehalte der Einheimischen allen Fremden gegenüber ankämpfen. Keine leichte Aufgabe und als dann auch noch die Leiche einer Frau gefunden wird, erweist sie sich als fast nicht überwindbar. Noch erweisen sich Manhams Bürger als Meister der Verdrängung, war doch die Frau auch eine Fremde. Als dann aber eine Einheimische verschwindet, verwandelt sich das idyllische Dörfchen in einen Hexenkessel aus Angst und Misstrauen.

Das erste, das bei dem Buch auffällt, ist vermutlich das Cover - zu schlicht erscheint es zwischen all den bunten Buchdeckeln in der Auslage. In reinem Weiß, mit einem schwarzen Traurerrand und schwarzem Lesebändchen erinnert das Buch nicht unabsichtlich an eine Todesanzeige. Manche mag das Layout abstoßen oder unangenehm berühren, mich hat es vom ersten Augenblick an fasziniert und ich musste das Buch haben noch bevor ich überhaupt wusste, was für eine Geschichte Simon Beckett darin erzählt. Der Autor hat für "Die Chemie des Todes" in einem der weltgrößten forensischen Labors recherchiert: auf der "Body Farm" des FBI in Tennessee lernte er detailliertes Wissen über Tatortanalyse, Forensik und Gerichtsmedizin und verknüpfte die nicht neue Geschichte des Serienkillers mit genauen Beschreibungen der "Chemie des Todes": Was geschieht mit dem Körper, sobald er aufgehört hat zu leben?

Sprachlich empfand ich den Beginn etwas geschliffener. Später unterscheidet sich der Stil nicht mehr von anderen Krimis gleicher Art, bleibt wenig anspruchsvoll aber immer flüssig und spannend zu lesen. Obwohl Simon Beckett meistens dem normalen Thriller-Schema folgt, hält er am Ende für den Leser eine Überraschung bereit. Der Täter entpuppt sich als jemand, den wohl nur die wenigsten in Verdacht gehabt hätte und auch mich konnte Becket damit überrumpeln. Etwas störend empfand ich dabei wiederkehrende Floskeln, die offensichtlich Spannung erzeugen sollten, die aber durch ihre ständige Wiederholung nervten. So nimmt der Ich-Erzähler Dr. Hunter immer wieder die Handlung vorweg, indem er erwähnt, "dass alles anders kommen würde" oder "dass er diese Entscheidung in den nächsten Tagen bereuen solle".

So ganz mag man den Trubel nicht verstehen, der um das Buch veranstaltet wurde. "Die Chemie des Todes" zeichnet sich weder durch besonders neue Ideen, noch durch stilistische Kunststücke aus. Vielmehr handelt es sich um einen soliden Thriller, der den Geschmack eines breiten Publikums treffen sollte und den auch ich mit Freude und Spannung gelesen habe.
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Von Susanne K. (Literaturschock.de) 08 Mai 2006
#1 Rezensent  -   Zeige alle meine Rezensionen (920)

Dr. David Hunter, ehemals forensischer Anthropologe, will mit seinem früheren Beruf nichts mehr zu tun haben, seitdem Frau und Kind bei einem Autounfall ums Leben kamen. In der Großstadt fühlt er sich auch nicht mehr wohl und so zieht er als Allgemeinmediziner in das kleine Dörfchen Manham. Dort muss er immer wieder gegen die Vorbehalte der Einheimischen allen Fremden gegenüber ankämpfen. Keine leichte Aufgabe und als dann auch noch die Leiche einer Frau gefunden wird, erweist sie sich als fast nicht überwindbar. Noch erweisen sich Manhams Bürger als Meister der Verdrängung, war doch die Frau auch eine Fremde. Als dann aber eine Einheimische verschwindet, verwandelt sich das idyllische Dörfchen in einen Hexenkessel aus Angst und Misstrauen.

Das erste, das bei dem Buch auffällt, ist vermutlich das Cover - zu schlicht erscheint es zwischen all den bunten Buchdeckeln in der Auslage. In reinem Weiß, mit einem schwarzen Traurerrand und schwarzem Lesebändchen erinnert das Buch nicht unabsichtlich an eine Todesanzeige. Manche mag das Layout abstoßen oder unangenehm berühren, mich hat es vom ersten Augenblick an fasziniert und ich musste das Buch haben noch bevor ich überhaupt wusste, was für eine Geschichte Simon Beckett darin erzählt. Der Autor hat für "Die Chemie des Todes" in einem der weltgrößten forensischen Labors recherchiert: auf der "Body Farm" des FBI in Tennessee lernte er detailliertes Wissen über Tatortanalyse, Forensik und Gerichtsmedizin und verknüpfte die nicht neue Geschichte des Serienkillers mit genauen Beschreibungen der "Chemie des Todes": Was geschieht mit dem Körper, sobald er aufgehört hat zu leben?

Sprachlich empfand ich den Beginn etwas geschliffener. Später unterscheidet sich der Stil nicht mehr von anderen Krimis gleicher Art, bleibt wenig anspruchsvoll aber immer flüssig und spannend zu lesen. Obwohl Simon Beckett meistens dem normalen Thriller-Schema folgt, hält er am Ende für den Leser eine Überraschung bereit. Der Täter entpuppt sich als jemand, den wohl nur die wenigsten in Verdacht gehabt hätte und auch mich konnte Becket damit überrumpeln. Etwas störend empfand ich dabei wiederkehrende Floskeln, die offensichtlich Spannung erzeugen sollten, die aber durch ihre ständige Wiederholung nervten. So nimmt der Ich-Erzähler Dr. Hunter immer wieder die Handlung vorweg, indem er erwähnt, "dass alles anders kommen würde" oder "dass er diese Entscheidung in den nächsten Tagen bereuen solle".

So ganz mag man den Trubel nicht verstehen, der um das Buch veranstaltet wurde. "Die Chemie des Todes" zeichnet sich weder durch besonders neue Ideen, noch durch stilistische Kunststücke aus. Vielmehr handelt es sich um einen soliden Thriller, der den Geschmack eines breiten Publikums treffen sollte und den auch ich mit Freude und Spannung gelesen habe.

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Simon Becketts Roman handelt von Davit Hunter, einem ehemaligen Rechtsmediziner, der Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter sich in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen hat. Dort wird von zwei Jungen die Leiche der Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt. Die Ermordete wurde mit zwei Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Hunter hilft der Polizei bei den Ermittlungen und rettet so auch seiner neu gewonnenen Liebe das Leben.

Ich finde den Roman ganz ok. Leider fehlt die Spannung etwas. Sonst aber lesenswert.
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Von Marina 14 Januar 2009

Simon Becketts Roman handelt von Davit Hunter, einem ehemaligen Rechtsmediziner, der Nach dem Unfalltod seiner Frau und der gemeinsamen Tochter sich in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Devon, als einfacher Allgemeinmediziner niedergelassen hat. Dort wird von zwei Jungen die Leiche der Schriftstellerin Sally Palmer entdeckt. Die Ermordete wurde mit zwei Schwanenflügeln aufgefunden. Auf Drängen des Chief Inspector Mackenzie obduziert Hunter den Leichnam. Währenddessen verschwindet eine zweite Bewohnerin des Dorfes. Hunter hilft der Polizei bei den Ermittlungen und rettet so auch seiner neu gewonnenen Liebe das Leben.

Ich finde den Roman ganz ok. Leider fehlt die Spannung etwas. Sonst aber lesenswert.

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