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Alles muss versteckt sein Hot

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Informationen zum Autor

Informationen zum Buch

Verlag
Erstausgabe (D)
2012
Seiten
352
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-10
3896674692
ISBN-13
9783896674692

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Weißt du, wozu du fähig bist?

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Klappentext:

Was tust du, wenn deine Mordfantasien Wirklichkeit werden?

Ihre Gedanken sind mörderisch, ihre eigene Angst davor unaussprechlich: Nach einem Schicksalsschlag erkrankt Marie an aggressiven Zwangsgedanken, betrachtet sich als Gefahr für sich selbst und andere. Monatelang kämpft sie gegen die grausamen Mordfantasien an, die wie Kobolde durch ihren Kopf spuken, ständig verbunden mit der Panik, sie könne diese furchtbar realen Fantasien eines Tages nicht mehr kontrollieren und in die Tat umsetzen. Und dieser Tag kommt, als Marie neben ihrem toten Freund erwacht, der mit einem Messer auf grausamste Weise niedergemetzelt wurde. Am Ende eines Gerichtsprozesses wird sie aufgrund ihrer Schuldunfähigkeit zum Maßregelvollzug in der forensischen Psychiatrie verurteilt. Dort sucht Marie verzweifelt nach Erinnerungen an die Mordnacht, denn für Marie selbst sind die Geschehnisse wie ausgelöscht. Nur ihr Arzt Jan scheint sie zu verstehen und ihr helfen zu wollen. Aber schon bald wächst in Marie der Verdacht, dass in Wahrheit vielleicht nichts so gewesen ist, wie es scheint …

Offizielle Literaturschock-Rezensionen

Durchschnittliche Literaturschock-Bewertung: 4 Benutzer

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Das Buch:
Marie ist Erzieherin, glücklich verheiratet und hat eine kleine Tochter, die sie sehr liebt. Das alles ändert sich, als ihre Tochter bei einem Verkehrsunfall stirbt. Plötzlich ist alles anders. Marie erkrankt an einer Zwangskrankheit. In Gedanken tötet sie alle, die sie liebt. Ihre Ehe zerbricht, als Erzieherin kann sie nicht mehr arbeiten. Doch dann lernt sie Patrick kennen und verliebt sich in ihn. Alles scheint langsam wieder gut zu werden, doch dann wacht Marie eines morgens neben Patricks blutüberströmter Leiche auf. Alles weist auf Marie als Täterin hin und sie wird in die Psychiatrie eingewiesen.

Meine Meinung:
Die Geschichte von Marie beginnt mittendrin. Der Leser lernt Marie kennen, als sie schon in der Psychiatrie und der Mord an Patrick schon geschehen ist. Die Geschichte wird dann rückblickend erzählt. Marie kann sich an die Tat nicht mehr erinnern und versucht gemeinsam mit ihrem Therapeuten, die Ereignisse zu rekapitulieren.
An diesen Erzählstil musste ich mich anfangs gewöhnen, aber dann war ich doch recht schnell in der Geschichte drin und mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit jeder Seite wird die Story spannender. Bald denkt man, alles durchschaut zu haben, aber dann kann das Ende doch noch einmal mit einer großen Überraschung aufwarten!
Mir hat dieses Buch sehr gefallen; es hat mir einige spannende Lesestunden geschenkt!
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Von Sonja 01 Januar 2013
Zuletzt aktualisiert: 22 März 2013
Top 50 Rezensent  -   Zeige alle meine Rezensionen (38)

Alles muss versteckt sein

Das Buch:
Marie ist Erzieherin, glücklich verheiratet und hat eine kleine Tochter, die sie sehr liebt. Das alles ändert sich, als ihre Tochter bei einem Verkehrsunfall stirbt. Plötzlich ist alles anders. Marie erkrankt an einer Zwangskrankheit. In Gedanken tötet sie alle, die sie liebt. Ihre Ehe zerbricht, als Erzieherin kann sie nicht mehr arbeiten. Doch dann lernt sie Patrick kennen und verliebt sich in ihn. Alles scheint langsam wieder gut zu werden, doch dann wacht Marie eines morgens neben Patricks blutüberströmter Leiche auf. Alles weist auf Marie als Täterin hin und sie wird in die Psychiatrie eingewiesen.

Meine Meinung:
Die Geschichte von Marie beginnt mittendrin. Der Leser lernt Marie kennen, als sie schon in der Psychiatrie und der Mord an Patrick schon geschehen ist. Die Geschichte wird dann rückblickend erzählt. Marie kann sich an die Tat nicht mehr erinnern und versucht gemeinsam mit ihrem Therapeuten, die Ereignisse zu rekapitulieren.
An diesen Erzählstil musste ich mich anfangs gewöhnen, aber dann war ich doch recht schnell in der Geschichte drin und mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit jeder Seite wird die Story spannender. Bald denkt man, alles durchschaut zu haben, aber dann kann das Ende doch noch einmal mit einer großen Überraschung aufwarten!
Mir hat dieses Buch sehr gefallen; es hat mir einige spannende Lesestunden geschenkt!

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Marie hat ihren Freund getötet. Aufgrund ihrer Zwangsvorstellungen wurde sie in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen und nicht ins Gefängnis. In Gesprächen mit ihrem Therapeuten enthüllt sich nach und nach die ganze Geschichte.

Marie schildert, wie sie zum ersten Mal diese grauenvollen Vorstellungen im Kopf hatte, kurz nachdem ihre Tochter gestorben war. Zuerst richteten sich die grausigen Phantasien gegen andere Kinder, was es ihr schnell unmöglich machte, ihrem Beruf als Kindergärtnerin weiter nachzugehen. Ihre Ehe ist nach dem Tod der Tochter zerbrochen, ihre Mutter ist ihr keine Hilfe. Sie ist ganz allein mit den Mordgedanken in ihrem Kopf, bis sie endlich im Internet Rat und Hilfe findet.

Kurz darauf lernt sie auch wieder einen Mann kennen und eine Zeitlang sieht es so aus, als könnte ihr Leben wieder normal verlaufen. Bis zu dem Morgen, an dem sie in Patricks Blut aufwacht, in einer Szene, die ganz genau ihren Zwangsvorstellungen entspricht.

Lange Zeit ist sie selbst fest davon überzeugt, dass sie es getan hat und zu Recht in der Anstalt ist, denn sie hält sich selbst für eine Gefahr. Aber Denken ist nicht Tun… oder?

Die Beschreibung von Maries Krankheit ist der Autorin wirklich gut gelungen, beim Lesen stellte sich unweigerlich ein beklemmendes Gefühl ein. Marie tat mir schrecklich leid und obwohl es eigentlich für den Leser von Anfang an klar ist, dass sie keine Mörderin sein kann, beschleichen einen bei den detaillierten Schilderungen ihrer Phantasien doch das eine oder andere Mal Zweifel.

Durch die Erzählweise in Rückblenden beginnt das Bild erst nach einer Weile, sich zusammenzusetzen, zu Anfang hatte das Buch für mich daher so ein bisschen seine Längen, aber dann nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf.

Die Aufklärung fand ich zum Teil vorhersehbar, eine bestimmte Person hingegen hat mich völlig überrascht, was dann doch die Spannung bis zum Ende hin hoch gehalten hat, auch wenn das Ende dadurch auch ein bisschen konstruiert gewirkt hat.

Letztlich aber auf jeden Fall ein sehr interessanter Thriller, der mich hoffen lässt, dass die Autorin in diesem Genre noch mehr schreibt!
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Von Daniela 28 Dezember 2012
Top 10 Rezensenten  -   Zeige alle meine Rezensionen (211)

Zwangsvorstellungen

Marie hat ihren Freund getötet. Aufgrund ihrer Zwangsvorstellungen wurde sie in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen und nicht ins Gefängnis. In Gesprächen mit ihrem Therapeuten enthüllt sich nach und nach die ganze Geschichte.

Marie schildert, wie sie zum ersten Mal diese grauenvollen Vorstellungen im Kopf hatte, kurz nachdem ihre Tochter gestorben war. Zuerst richteten sich die grausigen Phantasien gegen andere Kinder, was es ihr schnell unmöglich machte, ihrem Beruf als Kindergärtnerin weiter nachzugehen. Ihre Ehe ist nach dem Tod der Tochter zerbrochen, ihre Mutter ist ihr keine Hilfe. Sie ist ganz allein mit den Mordgedanken in ihrem Kopf, bis sie endlich im Internet Rat und Hilfe findet.

Kurz darauf lernt sie auch wieder einen Mann kennen und eine Zeitlang sieht es so aus, als könnte ihr Leben wieder normal verlaufen. Bis zu dem Morgen, an dem sie in Patricks Blut aufwacht, in einer Szene, die ganz genau ihren Zwangsvorstellungen entspricht.

Lange Zeit ist sie selbst fest davon überzeugt, dass sie es getan hat und zu Recht in der Anstalt ist, denn sie hält sich selbst für eine Gefahr. Aber Denken ist nicht Tun… oder?

Die Beschreibung von Maries Krankheit ist der Autorin wirklich gut gelungen, beim Lesen stellte sich unweigerlich ein beklemmendes Gefühl ein. Marie tat mir schrecklich leid und obwohl es eigentlich für den Leser von Anfang an klar ist, dass sie keine Mörderin sein kann, beschleichen einen bei den detaillierten Schilderungen ihrer Phantasien doch das eine oder andere Mal Zweifel.

Durch die Erzählweise in Rückblenden beginnt das Bild erst nach einer Weile, sich zusammenzusetzen, zu Anfang hatte das Buch für mich daher so ein bisschen seine Längen, aber dann nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf.

Die Aufklärung fand ich zum Teil vorhersehbar, eine bestimmte Person hingegen hat mich völlig überrascht, was dann doch die Spannung bis zum Ende hin hoch gehalten hat, auch wenn das Ende dadurch auch ein bisschen konstruiert gewirkt hat.

Letztlich aber auf jeden Fall ein sehr interessanter Thriller, der mich hoffen lässt, dass die Autorin in diesem Genre noch mehr schreibt!

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Marie leidet seit einem traumatischen Erlebnis an Zwangsgedanken und -vorstellungen. Schließlich scheint es, als ob ihre Vorstellungen Wirklichkeit geworden sind: Sie erwacht neben ihrem ermordeten Freund und alles deutet auf sie als Täterin hin. In einer geschlossenen Anstalt versucht Marie sich an das Geschehene zu erinnern und klar zu stellen: Ist sie eine Mörderin oder nicht?

Das Buch beginnt am Ende: Marie ist als Möderin verurteilt und aufgrund ihrer Zwangsvorstellungen in einer geschlossenen Anstalt. Alles scheint klar auf sie als Mörderin zu deuten und auch sie ist von ihrer Schuld überzeugt, auch wenn sie sich an nichts mehr erinnern kann. Nach und nach wird Marie's Geschichte erzählt und auch erklärt, wieso sie überhaupt an Zwangsvorstellungen leidet. Jedoch wird auch die Frage immer größer, ob sie tatsächlich eine Mörderin ist.

Das Buch hatte mich gleich vom ersten Moment an gepackt. Es ist kein typischer Thriller und die blutigen Elemente halten sich eher im Hintergrund. Viel mehr steht die Erkrankung von Marie im Fokus. Bis jetzt war mir noch nicht bewusst, dass es diese Krankheit in dieser Ausprägung gibt und wie schlimm das für die Betroffenen ist. Die Zwangsvorstellungen und -gedanken von Marie sind sehr gut beschrieben und ich konnte auch die Qualen, die sie jedesmal erleidet, sehr gut nachfühlen.

Marie ist ein sehr sympathischer Charakter und ich habe mit ihr mitgefiebert und mir für sie gleich von Anfang an gewünscht, dass das alles nicht wahr ist oder sie einfach nur aus einem bösen Traum erwacht. Auch die anderen Charakter waren gut dargestellt und ich konnte sie gut nachvollziehen.

Gut gefallen hat mir, dass immer wieder Kinderreime mit eingebaut werden, wodurch auch ein Bezug zum Titel hergestellt wird. Diese Reime schaffen eine richtig unheimliche Atmospähre und ich weiß jetzt schon, dass ich gewisse Kinderreime nie mehr ohne Vorbehalte werde hören oder lesen können.

Die Auflösung am Ende war zwar für mich zum Teil schon vorhersehbar, aber es gab noch eine große Überraschung, mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Schön ist, dass das Ende sehr hoffnungsvoll endet und somit ein doch sehr berührendes Buch zu einem schönen Abschluss bringt.

Alles in allem ein sehr spannender Roman, der das Thema Zwangsvorstellungen gekonnt in einen Thriller verpackt.
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Von Tammy1982 27 Dezember 2012
Top 10 Rezensenten  -   Zeige alle meine Rezensionen (211)

Können aus Gedanken Taten werden?

Marie leidet seit einem traumatischen Erlebnis an Zwangsgedanken und -vorstellungen. Schließlich scheint es, als ob ihre Vorstellungen Wirklichkeit geworden sind: Sie erwacht neben ihrem ermordeten Freund und alles deutet auf sie als Täterin hin. In einer geschlossenen Anstalt versucht Marie sich an das Geschehene zu erinnern und klar zu stellen: Ist sie eine Mörderin oder nicht?

Das Buch beginnt am Ende: Marie ist als Möderin verurteilt und aufgrund ihrer Zwangsvorstellungen in einer geschlossenen Anstalt. Alles scheint klar auf sie als Mörderin zu deuten und auch sie ist von ihrer Schuld überzeugt, auch wenn sie sich an nichts mehr erinnern kann. Nach und nach wird Marie's Geschichte erzählt und auch erklärt, wieso sie überhaupt an Zwangsvorstellungen leidet. Jedoch wird auch die Frage immer größer, ob sie tatsächlich eine Mörderin ist.

Das Buch hatte mich gleich vom ersten Moment an gepackt. Es ist kein typischer Thriller und die blutigen Elemente halten sich eher im Hintergrund. Viel mehr steht die Erkrankung von Marie im Fokus. Bis jetzt war mir noch nicht bewusst, dass es diese Krankheit in dieser Ausprägung gibt und wie schlimm das für die Betroffenen ist. Die Zwangsvorstellungen und -gedanken von Marie sind sehr gut beschrieben und ich konnte auch die Qualen, die sie jedesmal erleidet, sehr gut nachfühlen.

Marie ist ein sehr sympathischer Charakter und ich habe mit ihr mitgefiebert und mir für sie gleich von Anfang an gewünscht, dass das alles nicht wahr ist oder sie einfach nur aus einem bösen Traum erwacht. Auch die anderen Charakter waren gut dargestellt und ich konnte sie gut nachvollziehen.

Gut gefallen hat mir, dass immer wieder Kinderreime mit eingebaut werden, wodurch auch ein Bezug zum Titel hergestellt wird. Diese Reime schaffen eine richtig unheimliche Atmospähre und ich weiß jetzt schon, dass ich gewisse Kinderreime nie mehr ohne Vorbehalte werde hören oder lesen können.

Die Auflösung am Ende war zwar für mich zum Teil schon vorhersehbar, aber es gab noch eine große Überraschung, mit der ich gar nicht gerechnet hatte. Schön ist, dass das Ende sehr hoffnungsvoll endet und somit ein doch sehr berührendes Buch zu einem schönen Abschluss bringt.

Alles in allem ein sehr spannender Roman, der das Thema Zwangsvorstellungen gekonnt in einen Thriller verpackt.

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"Denken ist nicht tun!" - Doch was ist, wenn aus den Gedanken eine schreckliche Realität wird? Maries größter Alptraum wird wahr, als sie neben ihrem auf brutalste Art und Weise erstochenen Freund Patrick aufwacht. Die Tatwaffe noch in der Hand und voller Blut benötigte es nicht mal Maries Tagebuch, in dem sie seit längerem ihre Gewaltfantasien festhält, um die junge Frau nach einem Gerichtsprozess in die geschlossene Psychatrie einzuweisen. Dort wird sie von Dr. Jan Falkenhagen betreut, der sie langsam in die Vergangenheit führt, um die Ursache für ihren gewaltvollen Ausbruch zu finden.

Jeder Mensch hat so seine Marotten. Manche fassen ungerne Türklinken öffentlicher Gebäude an, manche zählen Holzdeckenlamellen, andere wiederum essen keine gelben Lebensmittel. Diese kleinen Macken können sich verstärken und im Laufe der Zeit zu Zwangshandlungen entwickeln. Marie leidet unter einer speziellen Form, den aggressiven Zwangsgedanken, die sie urplötzlich in Gewaltfantasien stürzen. Im Gegensatz zu Psychopathen genießt sie allerdings diese Fantasien nicht, sondern ist regelrecht verzweifelt. Sie meidet Menschen, damit ihre Fantasien nicht Wirklichkeit werden. Und dennoch passiert es: Ihr Geliebter ist tot und sie offensichtlich die Mörderin.

"Alles muss versteckt sein" ist ein sehr aufwühlender Thriller, in den ich sofort tief eintauchen konnte und der mich lange nicht mehr loslassen wird. Wer hat sie nicht? Diese Zwangsgedanken. Wenn wir frustriert sind oder jemand einen Punkt in uns berührt, der so emotional ist, der uns so trifft, dass wir am liebsten Amok laufen würden? Doch wir tun es nicht. Und dennoch: Jeder kennt das Gefühl, an einer tiefen Schlucht zu stehen, wenn einen der Gedanke durchzuckt "Der Schritt nach vorne wäre so einfach". Ich bin keine Psychologin, weshalb ich die Recherchearbeit der Autorin nur laienhaft beurteilen kann, aber: Hut ab. Wiebke Lorenz schafft es mühelos, die Leser in die Gefühlswelt einer depressiven, von Zwangsgedanken besessenen jungen Frau hinein zu katapultieren.

Es passiert erst mal gar nicht so viel in diesem Buch: Der Mord ist längst geschehen und Marie befindet sich in der forensischen Psychatrie. Und doch ist es unglaublich spannend. Die Leser werden stumme Zeugen der therapeutischen Behandlung und irgendwann ist nichts mehr so, wie es zu Anfang schien. Der Weg dahin ist glaubwürdig und fesselnd, machmal recht brutal (wenn Marie von ihren Gewaltfantasien erzählt). Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen und warte sehnsüchtig auf den nächsten Thriller dieser talentierten Autorin.

Mein herzlicher Dank für die Bereitstellung des Buches geht an den Blessing-Verlag und das Projekt Blogg dein Buch
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Von Susanne K. (Literaturschock.de) 19 Oktober 2012
#1 Rezensent  -   Zeige alle meine Rezensionen (939)

Glaubwürdig und fesselnd - ich konnte es kaum aus der Hand legen

"Denken ist nicht tun!" - Doch was ist, wenn aus den Gedanken eine schreckliche Realität wird? Maries größter Alptraum wird wahr, als sie neben ihrem auf brutalste Art und Weise erstochenen Freund Patrick aufwacht. Die Tatwaffe noch in der Hand und voller Blut benötigte es nicht mal Maries Tagebuch, in dem sie seit längerem ihre Gewaltfantasien festhält, um die junge Frau nach einem Gerichtsprozess in die geschlossene Psychatrie einzuweisen. Dort wird sie von Dr. Jan Falkenhagen betreut, der sie langsam in die Vergangenheit führt, um die Ursache für ihren gewaltvollen Ausbruch zu finden.

Jeder Mensch hat so seine Marotten. Manche fassen ungerne Türklinken öffentlicher Gebäude an, manche zählen Holzdeckenlamellen, andere wiederum essen keine gelben Lebensmittel. Diese kleinen Macken können sich verstärken und im Laufe der Zeit zu Zwangshandlungen entwickeln. Marie leidet unter einer speziellen Form, den aggressiven Zwangsgedanken, die sie urplötzlich in Gewaltfantasien stürzen. Im Gegensatz zu Psychopathen genießt sie allerdings diese Fantasien nicht, sondern ist regelrecht verzweifelt. Sie meidet Menschen, damit ihre Fantasien nicht Wirklichkeit werden. Und dennoch passiert es: Ihr Geliebter ist tot und sie offensichtlich die Mörderin.

"Alles muss versteckt sein" ist ein sehr aufwühlender Thriller, in den ich sofort tief eintauchen konnte und der mich lange nicht mehr loslassen wird. Wer hat sie nicht? Diese Zwangsgedanken. Wenn wir frustriert sind oder jemand einen Punkt in uns berührt, der so emotional ist, der uns so trifft, dass wir am liebsten Amok laufen würden? Doch wir tun es nicht. Und dennoch: Jeder kennt das Gefühl, an einer tiefen Schlucht zu stehen, wenn einen der Gedanke durchzuckt "Der Schritt nach vorne wäre so einfach". Ich bin keine Psychologin, weshalb ich die Recherchearbeit der Autorin nur laienhaft beurteilen kann, aber: Hut ab. Wiebke Lorenz schafft es mühelos, die Leser in die Gefühlswelt einer depressiven, von Zwangsgedanken besessenen jungen Frau hinein zu katapultieren.

Es passiert erst mal gar nicht so viel in diesem Buch: Der Mord ist längst geschehen und Marie befindet sich in der forensischen Psychatrie. Und doch ist es unglaublich spannend. Die Leser werden stumme Zeugen der therapeutischen Behandlung und irgendwann ist nichts mehr so, wie es zu Anfang schien. Der Weg dahin ist glaubwürdig und fesselnd, machmal recht brutal (wenn Marie von ihren Gewaltfantasien erzählt). Ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen und warte sehnsüchtig auf den nächsten Thriller dieser talentierten Autorin.

Mein herzlicher Dank für die Bereitstellung des Buches geht an den Blessing-Verlag und das Projekt Blogg dein Buch

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Kurzbeschreibung:

Marie Neumann führte ein schönes Leben. Sie war Kindergärtnerin und hatte eine Tochter mit ihren Mann Christopher. Aber nach einer großen Tragödie ändert sich ihr Leben total. Sie verliert alles was ihr Lieb war und langsam scheint sie auch ihren Verstand zu verlieren. Denn sie wird von Gedanken heimgesucht, in denen sie Menschen in ihrer Umgebung auf brutalster Art und Weise tötet! Lange lebt sie mit der Angst, diese Gedanken bleiben keine Gedanken. Aber, als sie es am wenigsten erwartet, wacht sie neben einem Menschen auf den sie liebt, und dieser ist niedergestochen worden. Und sie hat das Messer in der Hand gehabt.

Meine Meinung:

Das Cover war das erste was mich bestochen hatte. Dann fing ich es an zu lesen. Und schnell fing ich es an zu lieben und zu fürchten.

Der Schreibstil von Wiebke Lorenz hat mich schon von der ersten Seite an gefesselt! Es fängt in einer Psychiatrie an, und schon dort wird diese düstere Stimmung deutlich. Nicht nur die Stimmung der Umgebung, sondern auch die in Marie. Man konnte nachvollziehen was sie dachte und was sie tat und nie wirkte sie gekünstelt. Und obwohl die Situation in der sie ist, keine ist in der ich mich je befand, konnte ich mich sehr gut mit ihr Identifizieren Auch die Charaktere rund herum waren sehr stark ausgearbeitet auch wenn sie nur kurz vorkamen, was wirklich nicht einfach für einen Autor ist. Ich kann die Charaktere nicht einzeln aufführen, da ich sonst vielleicht zu viel verraten würde, aber jeder hatte mich interessiert und sie haben alle toll miteinander reagiert.

Ich bin sehr interessiert wenn es um die Psyche des Menschen geht und für jeden der es auch ist, wird dieses Buch genau so toll finden, wie ich es tat. Man erfährt sehr viel über Zwangsgedanken und lernt auch viel Hintergrundwissen, welches immer clever in die Handlung verstrickt wurde.

Die Handlung wird rückwirkend erzählt, also erfährt man was passiert war. Und dass war für mich dann sehr belastend, weshalb ich dieses Buch auch gelegentlich pausiert hatte. Man geht mit einem gewissen Vorwissen ran, man weiß was da in Maries Vergangenheit passiert ist im groben, und wenn man da so glückliche Momente von Marie las war es schon sehr traurig, wenn man weiß wo sie dann bald landen wird, und auch wieso. Die Zwangsgedanken von Marie wurden von der Autorin auch sehr gut rüber gebracht. Sie setzte nicht auf große Erklärungen und betonte nicht dutzende Male wie viel Blut spritze, sondern gab es kühl und sachlich wieder mit einer Prise Entsetzten von Marie. Menschliches Entsetzen und kein Plastischer Versuch Spannung zu erzeugen. Diese Szenen wurden dann auch sehr deutlich. Aber dennoch finde ich, dass Leser die eher Zartbesaitet sind, dieses Buch lesen können, da diese Szenen nicht überwiegen, wie es vielleicht den Schein hat. Es belastet Hauptsächlich die Psyche des Menschen. Und das enorm.

Fazit:

Ohne jegliche Übertreibungen, dies ist einer der besten Thriller die ich gelesen habe. Ich habe nichts auszusetzen.
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Von Niket 13 Dezember 2012

Wozu bist du fähig?

Kurzbeschreibung:

Marie Neumann führte ein schönes Leben. Sie war Kindergärtnerin und hatte eine Tochter mit ihren Mann Christopher. Aber nach einer großen Tragödie ändert sich ihr Leben total. Sie verliert alles was ihr Lieb war und langsam scheint sie auch ihren Verstand zu verlieren. Denn sie wird von Gedanken heimgesucht, in denen sie Menschen in ihrer Umgebung auf brutalster Art und Weise tötet! Lange lebt sie mit der Angst, diese Gedanken bleiben keine Gedanken. Aber, als sie es am wenigsten erwartet, wacht sie neben einem Menschen auf den sie liebt, und dieser ist niedergestochen worden. Und sie hat das Messer in der Hand gehabt.

Meine Meinung:

Das Cover war das erste was mich bestochen hatte. Dann fing ich es an zu lesen. Und schnell fing ich es an zu lieben und zu fürchten.

Der Schreibstil von Wiebke Lorenz hat mich schon von der ersten Seite an gefesselt! Es fängt in einer Psychiatrie an, und schon dort wird diese düstere Stimmung deutlich. Nicht nur die Stimmung der Umgebung, sondern auch die in Marie. Man konnte nachvollziehen was sie dachte und was sie tat und nie wirkte sie gekünstelt. Und obwohl die Situation in der sie ist, keine ist in der ich mich je befand, konnte ich mich sehr gut mit ihr Identifizieren Auch die Charaktere rund herum waren sehr stark ausgearbeitet auch wenn sie nur kurz vorkamen, was wirklich nicht einfach für einen Autor ist. Ich kann die Charaktere nicht einzeln aufführen, da ich sonst vielleicht zu viel verraten würde, aber jeder hatte mich interessiert und sie haben alle toll miteinander reagiert.

Ich bin sehr interessiert wenn es um die Psyche des Menschen geht und für jeden der es auch ist, wird dieses Buch genau so toll finden, wie ich es tat. Man erfährt sehr viel über Zwangsgedanken und lernt auch viel Hintergrundwissen, welches immer clever in die Handlung verstrickt wurde.

Die Handlung wird rückwirkend erzählt, also erfährt man was passiert war. Und dass war für mich dann sehr belastend, weshalb ich dieses Buch auch gelegentlich pausiert hatte. Man geht mit einem gewissen Vorwissen ran, man weiß was da in Maries Vergangenheit passiert ist im groben, und wenn man da so glückliche Momente von Marie las war es schon sehr traurig, wenn man weiß wo sie dann bald landen wird, und auch wieso. Die Zwangsgedanken von Marie wurden von der Autorin auch sehr gut rüber gebracht. Sie setzte nicht auf große Erklärungen und betonte nicht dutzende Male wie viel Blut spritze, sondern gab es kühl und sachlich wieder mit einer Prise Entsetzten von Marie. Menschliches Entsetzen und kein Plastischer Versuch Spannung zu erzeugen. Diese Szenen wurden dann auch sehr deutlich. Aber dennoch finde ich, dass Leser die eher Zartbesaitet sind, dieses Buch lesen können, da diese Szenen nicht überwiegen, wie es vielleicht den Schein hat. Es belastet Hauptsächlich die Psyche des Menschen. Und das enorm.

Fazit:

Ohne jegliche Übertreibungen, dies ist einer der besten Thriller die ich gelesen habe. Ich habe nichts auszusetzen.

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In Maries' Kopf spielen sich furchtbare Dinge ab. In ihrer Vorstellung hat sie Menschen, die ihr nahestehen zerstückelt, erstochen und erschlagen. Bald verschwimmen die Grenzen zwischen Vorstellung und Realität. Marie wacht eines Morgens neben der blutüberströmten Leiche ihre Freundes auf, ein Messer in der Hand.
Als eines Tages der Vater der verstorbenen Tochter in der psychiatrischen Klinik auftaucht, erwacht Marie aus ihrer Lethargie und beginnt, an den Geschehnissen zu zweifeln. Ist sie wirklich verantwortlich für die Taten, die man ihr vorwirft ? Behilflich an der Aufarbeitung der Vergangenheit ist dabei auch der engagierte behandelnde Arzt, aber sind seine Handlungen wirklich völlig uneigennützig?


Das Buch beginnt mit einer ruhigen Beschreibung der bisherigen Geschehnisse. Erzählt wird aus der Perspektive von Marie, die in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht ist, ihre Schuld am Tod ihre Freundes Patrick scheint erwiesen. Nach und nach erfährt man mehr über Maries' Krankheitsbild. Den Unfalltod ihrer kleinen Tochter als Auslöser, die schleichende Verschlimmerung der Symptome und die Reaktionen der Mitmenschen.
In der zweiten Häflte nimmt die Geschichte dann rasant an Fahrt auf und man findet sich in einem Thriller wieder, der einige unvorhergesehene Wendungen parat hat.

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, ohne schwierige Fachausdrücke konnte der Leser sich eine gute Vorstellung vom Krankheitsbild der aggressiven Zwangsgedanken machen, die die Betroffenen mehr und mehr in die Isolation treiben.

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Von Delena 26 Dezember 2012
Top 100 Rezensent  -   Zeige alle meine Rezensionen (13)

Mörderische Gedanken

In Maries' Kopf spielen sich furchtbare Dinge ab. In ihrer Vorstellung hat sie Menschen, die ihr nahestehen zerstückelt, erstochen und erschlagen. Bald verschwimmen die Grenzen zwischen Vorstellung und Realität. Marie wacht eines Morgens neben der blutüberströmten Leiche ihre Freundes auf, ein Messer in der Hand.
Als eines Tages der Vater der verstorbenen Tochter in der psychiatrischen Klinik auftaucht, erwacht Marie aus ihrer Lethargie und beginnt, an den Geschehnissen zu zweifeln. Ist sie wirklich verantwortlich für die Taten, die man ihr vorwirft ? Behilflich an der Aufarbeitung der Vergangenheit ist dabei auch der engagierte behandelnde Arzt, aber sind seine Handlungen wirklich völlig uneigennützig?


Das Buch beginnt mit einer ruhigen Beschreibung der bisherigen Geschehnisse. Erzählt wird aus der Perspektive von Marie, die in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht ist, ihre Schuld am Tod ihre Freundes Patrick scheint erwiesen. Nach und nach erfährt man mehr über Maries' Krankheitsbild. Den Unfalltod ihrer kleinen Tochter als Auslöser, die schleichende Verschlimmerung der Symptome und die Reaktionen der Mitmenschen.
In der zweiten Häflte nimmt die Geschichte dann rasant an Fahrt auf und man findet sich in einem Thriller wieder, der einige unvorhergesehene Wendungen parat hat.

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, ohne schwierige Fachausdrücke konnte der Leser sich eine gute Vorstellung vom Krankheitsbild der aggressiven Zwangsgedanken machen, die die Betroffenen mehr und mehr in die Isolation treiben.

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Inhalt
"Denken ist nicht tun", heißt es so schön, in diesem Buch. Auch Marie gehört zu diesen Menschen, die unter Zwangsgedanken leiden. In ihren Gedanken tut sie den Menschen, die sie liebt und die ihr begegnen schreckliche Dinge an. Es sind nur Gedanken, das redet sie sich immer wieder ein. Bis sie eines Tages in der psychiatrischen Klinik erwacht, mit dem Vorwurf ihren Freund kaltblütig ermordet zu haben. Nur sie kann sich an nichts erinnern.
Ist es möglich, dass es tatsächlich über einen Gedanken hinaus ging?

Meine Meinung
Wiebke Lorenz hat hier einen sehr spannend und feinfühligen Thriller geschrieben, der eher mit leisen Tönen von sich behaupten mag. Ein Thriller über ein Thema, welches vielen sicherlich nicht bekannt sein mag und doch hier zu einer grausamen Realität wird. Zwangsgedanken, die das Leben dieser Menschen schwer beeinflussen und ein Leben, wie hier in dieser Geschichte auch völlig zerstören könnten.

Marie erzählt hier ihre Geschichte und dies sehr authentisch. Für mich ist sie keineswegs zu übertrieben dargestellt oder zu realitätsfremd. In den Zeilen kann ich Maries Kummer spüren, ihre starke Persönlichkeit, die sich nicht mit diesem Urteil nicht zufrieden geben will. Eine Frau, die schweres durchmachen musste aber trotz allem nicht aufgeben will. Sie will kämpfen und zeigt dies auch eindeutig.

Ich fand den Thriller nicht so vorhersehbar, dass ich von Anfang an abschätzen konnte, welchen Handlungsverlauf er nehmen würde. Atemlos habe ich zeitweise die Zeilen verschlungen, weil es so spannend war und mich immer wieder die Frage quälte, ob sie es wirklich war. Neue Personen wurden in den Handlungsablauf eingebracht, die so geschickt dargestellt sind, dass auch sie ein Motiv tragen könnten. Ein verwirrendes Spiel beginnt, welches mich bis zum Schluss in Schach hielt und einen sehr guten passenden Schluss erzeugte.

Ich war nie ein großer Fan von Thrillern aber dieser hat es mir angetan. Ein Buch, welches ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde. ;D
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Von Amy-Maus87 30 Dezember 2012

"Denken ist nicht tun"

Inhalt
"Denken ist nicht tun", heißt es so schön, in diesem Buch. Auch Marie gehört zu diesen Menschen, die unter Zwangsgedanken leiden. In ihren Gedanken tut sie den Menschen, die sie liebt und die ihr begegnen schreckliche Dinge an. Es sind nur Gedanken, das redet sie sich immer wieder ein. Bis sie eines Tages in der psychiatrischen Klinik erwacht, mit dem Vorwurf ihren Freund kaltblütig ermordet zu haben. Nur sie kann sich an nichts erinnern.
Ist es möglich, dass es tatsächlich über einen Gedanken hinaus ging?

Meine Meinung
Wiebke Lorenz hat hier einen sehr spannend und feinfühligen Thriller geschrieben, der eher mit leisen Tönen von sich behaupten mag. Ein Thriller über ein Thema, welches vielen sicherlich nicht bekannt sein mag und doch hier zu einer grausamen Realität wird. Zwangsgedanken, die das Leben dieser Menschen schwer beeinflussen und ein Leben, wie hier in dieser Geschichte auch völlig zerstören könnten.

Marie erzählt hier ihre Geschichte und dies sehr authentisch. Für mich ist sie keineswegs zu übertrieben dargestellt oder zu realitätsfremd. In den Zeilen kann ich Maries Kummer spüren, ihre starke Persönlichkeit, die sich nicht mit diesem Urteil nicht zufrieden geben will. Eine Frau, die schweres durchmachen musste aber trotz allem nicht aufgeben will. Sie will kämpfen und zeigt dies auch eindeutig.

Ich fand den Thriller nicht so vorhersehbar, dass ich von Anfang an abschätzen konnte, welchen Handlungsverlauf er nehmen würde. Atemlos habe ich zeitweise die Zeilen verschlungen, weil es so spannend war und mich immer wieder die Frage quälte, ob sie es wirklich war. Neue Personen wurden in den Handlungsablauf eingebracht, die so geschickt dargestellt sind, dass auch sie ein Motiv tragen könnten. Ein verwirrendes Spiel beginnt, welches mich bis zum Schluss in Schach hielt und einen sehr guten passenden Schluss erzeugte.

Ich war nie ein großer Fan von Thrillern aber dieser hat es mir angetan. Ein Buch, welches ich sicherlich nicht so schnell vergessen werde. ;D

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Monatstipp

Susanne Gerdom schafft hier wieder einmal eine wunderbar abwechslungsreiche und phantasievolle Geschichte, die aber auch den Gedanken und Ideen der Leser noch Platz für eigene Interpretation und Weiterentwicklung bietet.

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Autor: Chris Gleason
Verlag: Leopold Stocker
Erstausgabe (D): 2013

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