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Wodans Fluch

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Informationen zum Autor

Informationen zum Buch

Verlag
Seiten
558
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Attilas's Treasure
ISBN-10
3596137632
ISBN-13
9783596137633
Klappentext: Als Fünfzehnjähriger kommt Hagan, der burgundische Königssohn, als Bündnisgeisel an Attilas HOf. In der Völkerwanderungszeit des 5. Jahrhunderts n. Chr. ist dieser Hof der Nabel der Welt. Die Herrscher kämpfen um Macht, Menschen und Magie. Germanischer Götterglaube, hunnischer Schamanismus und das erstarkende Christentum wetteifern um die Gläubigen. Der düstere einzelgängerische Hagan wird in diese Strudel hineingerissen. Sein Schicksal ist es, der Beschützer einer großen Liebe zu werden.....

Offizielle Literaturschock-Rezensionen

Die erzählte Handlung spielt etwa zwischen 415 und 417 nach Christus. Hagan (Hagen von Tronje) wird mit 15 Jahren als Friedgeisel an Attilas Hof geschickt, um den Frieden zwischen Burgundern und Hunnen zu bekunden. Dort wird er als eine Art Pflegesohn aufgenommen, lernt ihre Lebensart kennen und übt sich im Kampf, er erregt aber auch das Interesse des Gyula, dem Schamanen der Hunnen. So wird er sowohl kämpferisch als auch geistig ausgebildet - und erlernt so das Wissen, welches er später in Burgund benötigen wird.

Hagan dient den alten Göttern und da besonders Wodan, er kann seinem Glauben bei den Hunnen auch treu bleiben, da Attila keinen Gott verbietet. Die alte Religion nimmt in diesem Buch viel Platz ein, die Rituale und schamanischen Reisen werden detailliert beschrieben. Ich habe mich damit sehr wohl gefühlt, diese Momente hatten für mich immer etwas ganz besonderes.

Die Hauptfigur stand mir schnell nah, sie ist sehr tief und vielschichtig angelegt. Aber auch die anderen Personen gefielen mir, sie wirkten immer menschlich und lebensnah. Attila wird zum Beispiel nicht als blutrünstiger Hunne, sondern zerrissen zwischen dem Wunsch nach Macht und seiner Hilflosigkeit aufgrund einer nicht erwiderten Liebe dargestellt.

Hagan ist eher ein Einzelgänger, der treu zu seinen Prinzipien und Göttern steht. Dass er auch zu einer tiefen Freundschaft fähig ist, sieht man an seiner Beziehung zu Waldhari (Walter/Waltharius von Aquitanien). Bald verbindet sie trotz der großen Unterschiede etwas besonderes, das auch ihre unterschiedliche Religion nicht berühren kann - sie akzeptieren sich so, wie sie sind.

Dieses Buch ist eine Hommage an die alten Götter, die langsam aber stetig vom Christentum verdrängt werden. Es herrscht eine leicht melancholische Grundstimmung, und der Spannungsbogen ist zum Ende hin kaum noch auszuhalten. Es geht aber auch um die aussichtslos erscheinende Liebe zwischen Waldhari und Hildegund, die Hagan beschützt und ihn später zu einer Entscheidung zwingt.

Das Ende der Geschichte hat mich sehr traurig gemacht, aber auch bewegt. Nicht so sehr der bereits aus dem Nibelungenlied bekannte und hier nur kurz zusammengefasste Tod von Hagan, sondern Waldharis Gefühle und Gedanken über ihn.

Ich hätte ein kleines Glossar hilfreich gefunden, da viele Namen in einer leicht abgewandelten Form (zu der mir bekannten) auftauchten und ich manche Begriffe auch einfach nicht kannte. Es hat beispielsweise etwas gedauert, bis ich in der Danu die Donau erkannte.
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Von Seychella (fantastische-buecherwelt.de) 28 Juni 2008
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Die erzählte Handlung spielt etwa zwischen 415 und 417 nach Christus. Hagan (Hagen von Tronje) wird mit 15 Jahren als Friedgeisel an Attilas Hof geschickt, um den Frieden zwischen Burgundern und Hunnen zu bekunden. Dort wird er als eine Art Pflegesohn aufgenommen, lernt ihre Lebensart kennen und übt sich im Kampf, er erregt aber auch das Interesse des Gyula, dem Schamanen der Hunnen. So wird er sowohl kämpferisch als auch geistig ausgebildet - und erlernt so das Wissen, welches er später in Burgund benötigen wird.

Hagan dient den alten Göttern und da besonders Wodan, er kann seinem Glauben bei den Hunnen auch treu bleiben, da Attila keinen Gott verbietet. Die alte Religion nimmt in diesem Buch viel Platz ein, die Rituale und schamanischen Reisen werden detailliert beschrieben. Ich habe mich damit sehr wohl gefühlt, diese Momente hatten für mich immer etwas ganz besonderes.

Die Hauptfigur stand mir schnell nah, sie ist sehr tief und vielschichtig angelegt. Aber auch die anderen Personen gefielen mir, sie wirkten immer menschlich und lebensnah. Attila wird zum Beispiel nicht als blutrünstiger Hunne, sondern zerrissen zwischen dem Wunsch nach Macht und seiner Hilflosigkeit aufgrund einer nicht erwiderten Liebe dargestellt.

Hagan ist eher ein Einzelgänger, der treu zu seinen Prinzipien und Göttern steht. Dass er auch zu einer tiefen Freundschaft fähig ist, sieht man an seiner Beziehung zu Waldhari (Walter/Waltharius von Aquitanien). Bald verbindet sie trotz der großen Unterschiede etwas besonderes, das auch ihre unterschiedliche Religion nicht berühren kann - sie akzeptieren sich so, wie sie sind.

Dieses Buch ist eine Hommage an die alten Götter, die langsam aber stetig vom Christentum verdrängt werden. Es herrscht eine leicht melancholische Grundstimmung, und der Spannungsbogen ist zum Ende hin kaum noch auszuhalten. Es geht aber auch um die aussichtslos erscheinende Liebe zwischen Waldhari und Hildegund, die Hagan beschützt und ihn später zu einer Entscheidung zwingt.

Das Ende der Geschichte hat mich sehr traurig gemacht, aber auch bewegt. Nicht so sehr der bereits aus dem Nibelungenlied bekannte und hier nur kurz zusammengefasste Tod von Hagan, sondern Waldharis Gefühle und Gedanken über ihn.

Ich hätte ein kleines Glossar hilfreich gefunden, da viele Namen in einer leicht abgewandelten Form (zu der mir bekannten) auftauchten und ich manche Begriffe auch einfach nicht kannte. Es hat beispielsweise etwas gedauert, bis ich in der Danu die Donau erkannte.

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Da ich mich besonders für die Nibelungensage interessiere fand ich die Interpretation und vorallem die Speziealiserung auf Hagan (hier ist Hagen von Tronje gemeint)mehr als gelungen. Schön fand auch das hier nicht auf die sowiso schon bekannten Vorkommnisse im Nibelungenlied eingegangen wurde sondern auf Hagans Leben bei den Hunnen. Zwar nicht wirklich historisch verbürgt aber gerade bei Sagengestalten ist es eh etwas schwieriger historisch genau zu bleiben. Spannend allemal und toll geschrieben. Ich jedenfalls war gefesselt bis zum Schluss.
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Von HoldenCaulfield 18 April 2006

Da ich mich besonders für die Nibelungensage interessiere fand ich die Interpretation und vorallem die Speziealiserung auf Hagan (hier ist Hagen von Tronje gemeint)mehr als gelungen. Schön fand auch das hier nicht auf die sowiso schon bekannten Vorkommnisse im Nibelungenlied eingegangen wurde sondern auf Hagans Leben bei den Hunnen. Zwar nicht wirklich historisch verbürgt aber gerade bei Sagengestalten ist es eh etwas schwieriger historisch genau zu bleiben. Spannend allemal und toll geschrieben. Ich jedenfalls war gefesselt bis zum Schluss.

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Kategorie: Gegenwartsliteratur
Autor: Britta Sabbag
Verlag: Bastei Lübbe
Erstausgabe (D): 2012

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