Die Gladiatorin
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Offizielle Literaturschock-Rezensionen
Mit diesem Roman ist Cornelia Kempf ein glänzendes Autorendebüt gelungen. Gekonnt entführt sie uns in die Zeit der alten Römer und erzählt die Geschichte der Sklavin Anea, des Gladiators Craton und ihres Eigentümers Gaius Octavius Pulcher. Die genaue Charakterzeichung dieser Figuren hat mir dabei besonders gut gefallen; sie sind nie langweilig, sondern haben viele interessante Seiten, so dass ich manches Mal überrascht wurde. Dies gilt auch für die Nebenfiguren, die ebenfalls interessant gezeichnet sind. Geschickt werden die Schicksale der Hauptfiguren und die einiger Persönlichkeiten, die tatsächlich gelebt haben, miteinander verknüpft.
Dabei bewegt sich die Handlung nicht alleine in der Arena, wo durch die ausführliche Darstellung der Gladiatorenkämpfe eigentlich bereits viel Stoff geboten ist, sondern auch die römische Politik mit ihren zahlreichen Intrigen und überhaupt das ganze römische Leben der damaligen Zeit werden beleuchtet. Die Atmosphäre ist durch den ganzen Roman hindurch sehr gut spürbar, und ich habe sehr viel Neues bei der Lektüre gelernt.
Der Spannungsaufbau erfolgt langsam, aber kontinuierlich, und die Geschichte hat mich nach und nach immer mehr mitgerissen, so dass mich am Ende vor lauter Nervenkitzel fast nicht mehr weiterlesen traute. Der Schluss ist dann, wie erwartet und befürchtet, sehr emotional und ergreifend; allerdings auch nicht vorhersehbar, so dass ich von einigen Wendungen dann doch sehr überrascht wurde. Das Ganze ist auch noch in einen sehr flüssigen und ausgefeilten Schreibstil verpackt, so dass das Lesen für mich von der ersten bis zur letzten Seite ein Vergnügen war und keine Wünsche offen geblieben sind (nicht einmal der nach einer Fortsetzung *g*).
Kurz gesagt:
"Die Gladiatorin" hat mich begeistert, gefesselt, mitgerissen und berührt; der Roman ist ganz großes Kino


