Die Hand der Anne Boleyn
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Offizielle Literaturschock-Rezensionen
Als Anne Boleyn, die zweite Ehefrau Heinrichs VIII., hingerichtet wird, lässt man als letztes Zugeständnis an die Würde der Königin einen französischen Henker kommen, der als der beste seiner Zunft gilt und ihrem Leben ein schnelles und schmerzloses Ende bereiten soll. Kurz vor ihrem Tod nimmt sie diesem Jean Rombaud das Versprechen ab, ihre Hand mit den sechs Fingern abzutrennen und nach Frankreich zu bringen.
Er gehorcht, findet sich aber bald in Gefangenschaft wieder und muss feststellen, dass die ungewöhnliche Reliquie offenbar auch von anderer Seite sehr begehrt ist ...
Heinrich und seine vielen Frauen gehören zu meinen Lieblingsthemen in historischen Romanen, deshalb konnte ich diesem Buch nicht widerstehen. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Dass es im wesentlichen um Jean Rombaud und praktisch gar nicht um den Hof des Königs geht, wäre grundsätzlich zu verschmerzen gewesen, schließlich ist ein Henker als Held der Geschichte mal was anderes.
Doch nach 200 Seiten habe ich das Buch genervt weggelegt. Die Personen blieben mir fremd, ständig kam es zu irgendwelchen bewaffneten Auseinandersetzungen mit reichlich fließendem Blut, ohne dass mir deren Sinn so richtig klar wurde, und dass die Figuren dauernd von A nach B hetzen, ohne dass ich wirklich durchblickte, warum sie das tun, trug auch nicht direkt zum Lesevergnügen bei.
Von mir also leider keine Empfehlung.







