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Zirkuskind

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Informationen zum Autor

Informationen zum Buch

Verlag
Erstausgabe (D)
1995
Seiten
969
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
A Son of the Circus
Originalausgabe
1994
ISBN-10
3257229666
ISBN-13
9783257229660
Klappentext: Verführerisch bunt und schillernd wie Bombay, unberechenbar magisch und spannend wie ein akrobatischer Seiltrick, das ist John Irvings lang erwarteter Roman >Zirkuskind<, ein Arzt- und Zirkusdrama der ganz anderen Art. Dr. Daruwalla sucht das >Zwergen-Gen< und einen Golfplatzmörder. Was er findet, ist Possenspiel und Grusel zugleich.

Offizielle Literaturschock-Rezensionen

In seinen Vorbemerkungen betont John Irving, dass „Zirkuskind“ NICHT von Indien handelt. Obwohl der ganze Roman in Indien spielt und typische Motive wie verkrüppelte Straßenkinder, Hippies in Goa, Kastendenken und Überbleibsel des britischen Empire enthalten sind, muss ich dem Autor recht geben, denn all dies bietet nur die Kulisse, in der der Roman spielt.

Auch der Titel ist etwas irreführend, denn der Zirkus bleibt stets im Hintergrund, ist Vergangenheit oder bietet Zukunft für einzelne Figuren, tritt aber nicht selbst in Erscheinung. Die Hauptfigur selbst ist auch ein Inder, der keiner ist. Dr. Daruwalla ist zwar indischer Abstammung, hat aber in der Schweiz studiert und seine Frau kennen gelernt und ist nur ab und zu einige Monate in Indien, während er eigentlich in Kanada lebt. Es gibt einen echten Kommissar und einen Schauspieler, der einen Kommissar auf den Leib geschrieben bekommen hat und einen Jesuiten voller Zweifel. Außerdem gibt es noch eine Person deren Geschlecht unklar ist bzw. wechselt und eine Reihe von Morden. Trotzdem ist das Buch gewiss kein Krimi, auch wenn es eine Krimihandlung hat. Nachdem ich nun alles aufgezählt habe, was das Buch nicht ist, fällt es mir schwer zu beschreiben was es denn nun ist.

Es ist ein Buch darüber, wie verworren die Welt manchmal ist. Erst in der Mitte des Buches hat man all die Fäden in der Hand mit denen Irving seine komplexe Geschichte geknüpft hat und das Buch wird wirklich interessant und gut zu lesen. Leider zieht sich dieser interessante Teil nicht bis zum Schluss, das Ende lässt einen leer zurück. Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen und wäre es mein erster Irving gewesen, wäre es mein letzter geblieben, denn „Zirkuskind“ verspricht einem Inhalt und dann erhält man nur Belanglosigkeiten. Ich konnte zu keiner Figur ein Band knüpfen und mit ihr lachen, weinen oder sonst wie mitfühlen, spannend war es auch kaum und dafür sind knapp 1000 Seiten definitiv zu viel. Schade, Irving kann das definitiv besser.

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Von Ilka B. 29 August 2009
Top 10 Rezensenten  -   Zeige alle meine Rezensionen (266)

In seinen Vorbemerkungen betont John Irving, dass „Zirkuskind“ NICHT von Indien handelt. Obwohl der ganze Roman in Indien spielt und typische Motive wie verkrüppelte Straßenkinder, Hippies in Goa, Kastendenken und Überbleibsel des britischen Empire enthalten sind, muss ich dem Autor recht geben, denn all dies bietet nur die Kulisse, in der der Roman spielt.

Auch der Titel ist etwas irreführend, denn der Zirkus bleibt stets im Hintergrund, ist Vergangenheit oder bietet Zukunft für einzelne Figuren, tritt aber nicht selbst in Erscheinung. Die Hauptfigur selbst ist auch ein Inder, der keiner ist. Dr. Daruwalla ist zwar indischer Abstammung, hat aber in der Schweiz studiert und seine Frau kennen gelernt und ist nur ab und zu einige Monate in Indien, während er eigentlich in Kanada lebt. Es gibt einen echten Kommissar und einen Schauspieler, der einen Kommissar auf den Leib geschrieben bekommen hat und einen Jesuiten voller Zweifel. Außerdem gibt es noch eine Person deren Geschlecht unklar ist bzw. wechselt und eine Reihe von Morden. Trotzdem ist das Buch gewiss kein Krimi, auch wenn es eine Krimihandlung hat. Nachdem ich nun alles aufgezählt habe, was das Buch nicht ist, fällt es mir schwer zu beschreiben was es denn nun ist.

Es ist ein Buch darüber, wie verworren die Welt manchmal ist. Erst in der Mitte des Buches hat man all die Fäden in der Hand mit denen Irving seine komplexe Geschichte geknüpft hat und das Buch wird wirklich interessant und gut zu lesen. Leider zieht sich dieser interessante Teil nicht bis zum Schluss, das Ende lässt einen leer zurück. Ich hatte mir von diesem Buch mehr versprochen und wäre es mein erster Irving gewesen, wäre es mein letzter geblieben, denn „Zirkuskind“ verspricht einem Inhalt und dann erhält man nur Belanglosigkeiten. Ich konnte zu keiner Figur ein Band knüpfen und mit ihr lachen, weinen oder sonst wie mitfühlen, spannend war es auch kaum und dafür sind knapp 1000 Seiten definitiv zu viel. Schade, Irving kann das definitiv besser.

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Eine turbulente, in Bombay spielende Geschichte sollte mich laut Klappentext erwarten. Bisher kenne ich kein einziges Buch des Autoren und das macht einen Vergleich mit seinen anderen Büchern für mich natürlich unmöglich. Dadurch ging ich aber auch mit wenigen Erwartungen ran.

Das Thema Zirkus ist eines, das mich interessiert und so freute ich mich auf einen Roman, bei dem man Zirkusluft schnuppern kann.

Vom Genre her ist Zirkuskind ein Krimi, die bizarre und doch spannende Handlung bestätigt das. An manchen Stellen kam ein gewisser Humor zur vorschein, der für Irving wohl typisch sein muss. Trotzdem bin ich mich dem Buch nicht so recht klar gekommen, bin mit dem Thema nicht warm geworden und habe das Buch nicht bis zu Ende gelesen.
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Von Sternchen28 21 Oktober 2005

Eine turbulente, in Bombay spielende Geschichte sollte mich laut Klappentext erwarten. Bisher kenne ich kein einziges Buch des Autoren und das macht einen Vergleich mit seinen anderen Büchern für mich natürlich unmöglich. Dadurch ging ich aber auch mit wenigen Erwartungen ran.

Das Thema Zirkus ist eines, das mich interessiert und so freute ich mich auf einen Roman, bei dem man Zirkusluft schnuppern kann.

Vom Genre her ist Zirkuskind ein Krimi, die bizarre und doch spannende Handlung bestätigt das. An manchen Stellen kam ein gewisser Humor zur vorschein, der für Irving wohl typisch sein muss. Trotzdem bin ich mich dem Buch nicht so recht klar gekommen, bin mit dem Thema nicht warm geworden und habe das Buch nicht bis zu Ende gelesen.

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