Privatdetektiv Kristof Kryszinski muss schon auf der Flucht vor der albanischen Drogenmafia sein, um freiwillig den geliebten Ruhrpott zu verlassen und auf dem Luxusliner Equinox anzuheuern. Zwischen den Reichen und Schönen an Bord geben Kryszinski und sein Kumpel Jochen die Borddetektive, ein Job, der die beiden erst einmal so richtig in Feierlaune versetzt. Doch kurz nach dem Auslaufen ist Schluss mit lustig. Der Erste Steward wird enthauptet aufgefunden. Und er wird nicht die einzige Leiche an Bord der Equinox bleiben ... |
Literaturschock.de Rezension(en): Kristof Kryszinski, seines Zeichens zweiter Borddetektiv der "Equinox" kann es nicht fassen: Eine gerade erst geköpfte Leiche wird vom Schiffsarzt als Selbstmord abgetan, der Kapitän des Schiffes ist seiner Meinung und auch die übrige Security glaubt nicht an Mord. Doch die Begründungen für einen Selbstmord erscheinen Kryszinski mehr als fadenscheinig und er beginnt sprichwörtlich gegen die Windmühlen zu kämpfen. Unterstützung erhalt er anfangs nur von Kumpel und erstem Borddetektiv Jochen Fuchs und dem unsäglich schlechten Bord-DJ Scuzzi. Dabei kommt Kryszinski auf immer wildere Ideen und schließlich wird die nächste kopflose Leiche gefunden. Doch noch immer weigert sich der Schiffsarzt, Tod durch Mord zu attestieren. Als schließlich noch Fehlbuchungen mit den Kreditkarten der Gäste geschehen, beginnt Kryszinski eins und eins zusammenzuzählen - und spielt dabei mit seinem eigenen Kopf.
Manchmal hat man das Gefühl, der Autor Jörg Juretzka möchte den Leser mit seiner rasanten Geschwindigkeit am liebsten abhängen. So platzt man auch direkt in das Geschehen, als die erste Leiche gefunden und als Selbstmord diagnostiziert wurde. Kennt man Kryszinski nicht von den vorhergehenden Büchern der Krimiserie, so erhält man hier schon den ersten Eindruck von dem (Bord)Detektiv, der anfangs erstmal nur "Wa-Wa-Wa?" von sich geben kann. In höchstem Maße skurril geht es weiter - Kryszinskis Einfälle, diesem Mord nachzugehen, sind so makaber, wie es die Protagonisten sind. Allen voran natürlich der zweite Borddetektiv selbst, der unter ständigem Drogenkonsum zu stehen scheint, bis zum ebenfalls - von Alkohol - zugedröhnten ersten Borddetektiv. Die Sprache Jörg Juretzkas konnte man schon als schnoddrig bezeichnen - durchsetzt mit einer Menge Humor. Manchmal war mir das Buch schon ZU temporeich und ich konnte der Handlung fast nicht mehr folgen. Doch die Spannung und die überaschenden, temporeichen Wendungen kommen nicht zu kurz und so hält man mit "Equinox" einen Roman in den Händen, der sich - einmal angefangen - nur mit einem ungläubigen "Häh?" im Gesicht lesen lässt und den man erst aus der Hand legt, wenn man Kryszinski in Sicherheit weiß.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Susanne K., 2002-02-02
Persönliche Eindrücke:
Auf alle Fälle ist dies kein "normaler" Krimi. Die Hauptfigur ist kein Held oder Superinspector oder sonstwas und auch nicht besonders sympathisch. Er kam mir nur sehr "falsch" vor in seiner Rolle als Detektiv. Und genau deswegen war es für mich ein Genuß zum Lesen! Auch mir war das Tempo einige Male zu hoch und ich konnte dem Geschehen nicht immer folgen, jedoch hat das mein Lesevergnügen nicht wirklich vermindert.
Wer Situationskomik verbunden mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors mag, der wird bei Juretzka nicht zu kurz kommen.
Bewertung: 
Jennifer Wojcik, 2004-02-10
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