Die Schneeflocken wirbelten unruhig umher. Während das Geborgene Land und der Zwerg Tungdil mit seinen Freunden noch den Sieg über den Verräter Nôd'onn feiern, macht sich eine letzte Ork-Armee heimlich auf den Weg nach Norden, um das Zwergenreich der Fünften zu erobern. Das Schwarze Wasser, das Vermächtnis des Toten Landes, hat sie unsterblich werden lassen. Zu allem Unglück endet der Feldzug gegen die Albae, die dunklen Elben in Dsôn Balsur, im Streit zwischen Zwergen und Elben. Tungdil sucht Verbündete bei den geheimnisvollen ausgestoßenen Zwergen und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert: Er hört von Salfalur, dem Mörder seiner Eltern und Kriegsherr beim Stamm der Dritten, den Zwergentötern. Allerdings benötigt er ihn und dessen Volk ebenfalls als Verbündete. Tungdils Herz geht neue Wege. Bei den Ausgestoßenen findet er eine Zwergin, die seine Liebe zu Balyndis ins Wanken bringt. Da mehren sich die Zeichen, dass eine Bedrohung aus dem Westen tatsächlich an den Grenzen des Geborgenen Landes aufmarschiert, der die Völker nicht gewachsen zu sein scheinen. Denn was unternimmt man gegen göttliche Widersacher? War es ein Fehler gewesen, Nôd'onn zu vernichten? Die Zwerge bieten den Angreifern dennoch die Stirn, Tungdils Heldenmut ist ein weiteres Mal gefordert. |
Literaturschock.de Rezension(en): Die Geschichte des zwergischen Helden Tungdil geht weiter. Kaum konnte er den vom Bösen besessenen Magus Nudin besiegen, stehen schon die nächsten Probleme an. Eine unbekannte Gefahr bedroht das "Geborgene Land" von außen, Streitereien, Missgunst und Machthunger und vor allem Hass bedroht es von innen. Eine Einigkeit der Völker scheint nach Verrat und Krieg undenkbarer denn je. Doch Tungdil und seine Freunde geben nicht auf.
"Der Krieg der Zwerge" besteht vor allem - wie der Titel bereits vermuten lässt - aus Schlachten: Zwerge gegen Albae, Zwerge gegen Orks, Zwerge gegen Elben und schließlich sogar Zwerge gegen Zwerge. Ein kriegerisches Völkchen und so bleiben auch brutale Beschreibungen nicht aus. Markus Heitz schont nichts und niemanden - weder die Leser noch die Hauptcharaktere.
Der ganze Roman ist sehr rasant uns spannend geschrieben, fast kann man ihn nicht aus der Hand legen. Dabei verzichtet der Autor anfangs auf große Gefühle, legt jedoch ab der Mitte des Buches ordentlich nach. Leider geraten manche Handlungsstränge und deren Lösung etwas vorhersehbar und so konnte ich mir einige Dinge schon im Vorfeld denken. Eigentlich tut das aber nichts zur Sache, denn es gibt wahrlich Überraschungen genug und von den letzten 100 Seiten bin ich immer noch erschüttert.
Sehr positiv ist auch hier wieder zu erwähnen, dass sich der Autor zwar einige Hintertürchen für den nächsten Teil offenhält, die Geschichte selbst jedoch rund abgeschlossen und der Leser nicht mit einem offenen Ende alleine gelassen wird. Obwohl auch "Die Zwerge" in sich abgeschlossen war, reiht sich die Fortsetzung nahtlos an den ersten Band an, weshalb es unbedingt empfehlenswert ist, die richtige Reihenfolge einzuhalten. Oder wie der Autor selbst sagt: "Man kann den Krieg der Zwerge auch ohne Vorkenntnis, wie man bei einem Auto im zweiten Gang anfahren kann. Aber es macht mehr Spaß, wenn man die Mühle im ersten hochzieht und dann schaltet."
Alle Schlachtenfans aufgepasst: Unbedingt lesen!
Bewertung: 
Literaturschock.de, Susanne K., 2005-04-20
Persönliche Eindrücke:
Der Krieg der Zwerge ist eines der wenigen Büchern, von denen ich sagen kann, mir gefällt der zweite Band fast besser als der Vorgänger. Ich litt, freute, kämpfte, liebte und weinte mit Tundgill bei jeder Seite mit. Der sympathische Held schafft es ein weiteres Mal sich in unsere Herzen zu schleichen. Das Buch ist eine abgeschlossene Geschichte, die man auch ohne weiteres lesen kann, ohne "Die Zwerge" , den ersten Band, gelesen zu haben. Allerdings hätte der Autor bei einigen Stellen auf die blutigen gewaltverherrlichenden Passagen des Buches verzichten können.
Bewertung: 
hertzi, 2006-05-10
Im Vergleich zu 'Die Zwerge' erschien mir 'Der Krieg der Zwerge' stellenweise düsterer als sein Vorgänger, was wohl vor allem an Tungdil liegt, der seinem Stamm, dem der Dritten, näher kommt. Insgesamt ist das Buch gut zu lesen, ohne Längen. Dass die Handlung dabei jedoch an vielerlei Stellen vorhersehbar ist, weil schon zu oft woanders gesehen, bleibt verzeihbar. Dennoch ziehe ich eine Leseratte ab. Was mich dieses Buch jedoch auf zwei Leseratten herabstufen lässt, ist das Ende, wo sich der vermeintliche Feind als etwas gänzlich anderes herausstellt. Das kam zwar wirklich unerwartet, aber ziemlich unpassend. Und auch der dritte Teil ist bereits ziemlich klar vorhergesagt mit den Dingen, die am Ende passieren. Was genau diese Dinge sind, werde ich nicht verraten. Selber lesen :) Das Buch ist das Lesen wert, vor allem für Zwergen-Fans, jedoch ist das Ende wirklich unpassend.
Bewertung: 
Garrison, 2005-04-14
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