Literaturschock.de Rezension(en): Seit Katharina den Ich-Erzähler verlassen hat, stillos per Fax das Ende der Beziehung verkündete, geht es mit seinem Leben irgendwie bergab - er haust im Chaos, hört Musik, geht auf Parties, arbeitet bei seiner Musikredaktion, trifft auch die eine oder andere Frau, aber es ist einfach nicht mehr so wie vorher, er kann Katharina nicht aus seinen Gedanken verbannen ...
An das Buch bin ich ohne große Erwartungen herangegangen, habe mich dann aber erstaunlich gut damit unterhalten.
Eine richtige nacherzählbare Handlung gibt es eigentlich nicht, die Gedanken springen hierhin und dorthin, Partys, Musik, Frauen, Kumpels, Klamotten, Geldnot, aber den großen roten Faden habe ich nicht vermisst. Das Buch ist eine witzige Erinnerung an die späten 90er Jahre, wo man Britpop hörte, Blur und Oasis sich bekriegten, Prinzessin Diana starb und die Welt irgendwie noch ein bisschen anders war, weit vor dem 11. September, George W. Bush und der allgemeinen Negativstimmung. Vielleicht hat mich das Buch gerade deshalb so angesprochen, weil es mich an meine späte Teeniezeit erinnert hat.
Manchmal wird es für meinen Geschmack ein bisschen zu vulgär, aber nie so flach und gewollt männerhumorig wie etwa bei Tommy Jauds "Vollidiot". Dafür mochte ich einige herrlich böse Lästereien über diverse Zeitgenossen.
Schnell gelesen, gut amüsiert - ob was für längere Zeit hängenbleibt, wird sich zeigen.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Valentine, 2007-11-01
Persönliche Eindrücke:
Typische Story...Ein Mann der von seiner Freundin verlassen wurde und nun in eine Deppresion verfällt.
Ich lese dieses Buch gerade als Schullektüre (8 Klasse!!!) und finde das Buch für mein Alter wirklich zu langweilig und "anspruchsvoll". Denn es ist sehr schwer zu lesen da der Autor die Themen sehr schnell wechselt so dass man eigentlich gar nichts kapiert. Spätestens nach dem 2. Kapitel wird es so langweilig das man das Buch am liebsten wegwerfen würde. So musste ich mich wirklich durch das Buch kämpfen. Ich lese eigentlich sehr gerne aber mit diesem Buch habe ich mich schwer getan. Mittlerweile habe ich das Buch fertig gelesen habe aber nur sehr grob verstanden worum es geht...
Mir persönlich sind zu viele Zweideutigkeiten in diesem Buch versteckt (zumindest würde ich keinem Lehrer empfehlen dieses Buch einer 8 Klasse zur Lektüre zu geben) da wir eigentlich das Buch nicht ernsthaft im Unterricht lesen und besprechen konnten.
Natürlich enthält das Buch auch ziemlich viele interresante Stellen wo man sich richtig in den Protagonisten Hineinversetzen kann. Doch leider kommen diese Stellen nicht sehr häufig vor.
Mein persönliches Fazit: Das Buch hat eine sehr fade Story und die Handlung schreitet sehr langsam voran (ich verstehe nicht wie man 2 Seiten über Gallseife schrieben kann...Wo ist da die Aussage?) Das Buch ist wirklich kompliziert zu lesen (und zu verstehen) ich würde es nicht weiterempfehlen!
Bewertung: 
Lilly, 2009-07-08
Es ist schon traurig mit anzusehen, wie der Protagonist durch seine verflossene Liebe in Selbstmitleid ertrinkt. Dieses Leiden wird auf so gut wie jeder Seite direkt oder indirekt deutlich. Ob er nun über seine Gefühle zu Katharina spricht, sich an die alten Zeiten erinnert oder wie so oft einfach über jegliche gesellschaftlichen Strömungen und Eigenarten herzieht. Dies passiert so oft, dass der Leser auch wirklich das Gefühl bekommt, dass der Protagonist sich in einer tiefen Depression befindet. Ob aber dies ein einziges Ergebnis der Trennung ist, oder ob der Autor Benjamin von Stuckrad-Barre sich insgeheim nur einen Vorwand gesucht hat, um anderer Menschen Verhalten zu kritisieren, war mir persönlich nicht immer klar. Der Gedanke drängt sich beim Lesen gezwungener Maßen auf, da der Protagonist jedes noch so kleine Detail, sei es ein Werbeslogan, Sprichwörter, Musik oder das typische Verhalten von Menschen in bestimmten Situationen aufs Korn nimmt. Diese Art der Unterhaltung ist an einigen Stellen sehr humorvoll und passend, jedoch wird sie teilweise zu einer Tendenz, welche die ganze Geschichte überschattet und in ein „Meckern“ ausartet, sodass der Leser an der Seriosität des Autors zu zweifeln beginnt.
Auf der anderen Seite hat es Benjamin von Stuckrad-Barre geschafft, in einer Zeit in der die neue Literatur teilweise an Identitätsverlust leidet, also quasi ohne eine klare Richtung „schwimmt“, einen Roman zu schreiben, der eine größtenteils gerechtfertigte, und schon lang überfällige Gesellschaftskritik darstellt. Dies gelingt ihm sogar, ohne sich auf Althergebrachtes zu stützen, was ich persönlich nicht für ernst genommen hätte. Leider handelt der Autor für meinen Geschmack zu viele Themen auf einmal ab. Es kommt dann im besten Fall zu Aufzählungen, denen man noch folgen kann. Aber wenn das gleiche in Textform geschieht, dann verliert der Leser zusätzlich durch unnötige Gedankengänge des Protagonisten den Überblick bzw. das Gespür für die Stellen, die zu Interpretieren sind und jene, die nur zur Ausmahlung dienen. Zudem schafft der Autor des Buches, im Gegensatz zum Film nicht wirklich einen zusammenhängenden Handlungsstrang aufzubauen, was eine Interpretation des gesamten Werkes erschwert und dem Leser eine Art Willkür impliziert.
Alles in allem muss aber gesagt werden, dass dieses Buch hochunterhaltsam ist. Und das ist es auch, worauf der Autor abzielt: Gute Unterhaltung. Er spielt so gelungen mit Redewendungen und Wörtern, wie kaum ein anderer Autor der Popliteratur. Humorvoll ordnet er menschliche Eigenschaften Vornahmen zu, baut Wortspiele ein und kritisiert Prominente „bis aufs Blut“. Dies war es auch, was mich beim Lesen über die langen Gedankenbeschreibungen und Ausflüchte seiner Seele hinwegsehen lassen hat. Die Lust auf mehr von seinem unverwechselbaren Humor treibt den Leser quasi durch das Buch.
Bewertung: 
Patrick, 2006-05-23
Tolles Buch. Habe das Lesen wirklich genossen. Der junge Protagonist bietet dem jungen Leser mit seiner ständigen Gesellschaftskritik, seinem schonungslosen Zynismus und seiner selbsverständlich scheinenden Individualität alle Möglichkeiten, sich mit ihm zu identifizieren. Durchaus beachtlich, da dies doch wegen des Verlustes klar fixierter Identitäten in postmoderner Literatur immer schwieriger wird . Dem Autor gelingt die sogar ohne Rückbesinnung auf Althergebrachtes. Großes Lob. Hätte es gern früher gelesen.
Bewertung: 
Tim, 2005-06-13
Der Roman "Soloalbum" von Benjamin v. Stuckrad-Barre hat meiner Meinung sowohl positive als auch negative Eindrücke bei mir hinterlassen. Zum einen wiederholt der Autor sich ständig. Mir kommt es vor als stände in jedem einzelnen Kapitel das Gleiche. Nach 2-3 Kapiteln hatte ich einfach keine Lust mehr weiter zu lesen, weil es immer nur um die gleichen Themen kreist. Am Anfang des Buches fand ich die Ausdrucksweise des Autors, ganz nett und abwechslungsreich. Als Leser konnte man sich teilweise in die Hauptperson versetzen. Das negative an so einer Umgangssprache ist, dass man (also ich) viele Details übersieht. Man achtet nicht darauf was er schreibt, man liest es viel zu schnell, man überfliegt es gerade so. Kann aber auch daran liegen, dass ich nach ein paar Kapiteln mich nur noch gequält habe.
Ein Vorteil ist es, dass der Autor immer die gleichen rethorischen Mittel verwendet, man also bei Klassenarbeiten nur darauf achten muss. Der Nachteil daran ist, dass er jede seite voll gepackt hat mit rethorischen Mitteln, Zweideutigkeiten usw. Man braucht zu lange um das Gewirre zu entwirren. Zudem finde ich es nicht einfach, Stuckrad-Barres Gedankengängen zu folgen. Sie ändern sich sprunghaft er kann 5 Themen auf zwei Seiten abhandeln. Zu lesen geht dies vielleicht noch, aber dazu etwas zu schreiben fällt mir schwer. Mir fällt es zudem auch schwer zu wissen, was für Gedankengänge wichtig sind und was wichtig zu interpretieren ist. manchmal weiß ich einfach nicht, was Stuckrad-Barre mir sagen möchte z.B. wenn sein Protagonist Gallseife kauft. Ich finde das Buch jetzt nicht grundsätzlich schlecht, nur privat hätte ich spätestens nach dem 3. Kapitel aufgehört zu lesen, weil es einfach nicht mein Geschmack ist.
Bewertung: Zu schlecht für eine Bewertung
Anna, 2005-04-22
Auf das Buch gekommen bin ich über die Verfilmung und die Medienberichte, über B. v. S. B.'s Drogenprobleme. Obwohl der Film mir nur mittelmäßig gefallen hat, bin ich von dem Buch durchweg begeistert. Besonders gelungen finde ich den Spiegelstil, der selbst die dunkelsten Seiten der Persönlichkeit aufzeigt, aber mit der Selbstverständlichkeit, die in der Gesellschaft oft nicht toleriert, oder nachvollzogen werden kann. Ich empfehle das Buch jedem, der selbst schon mal ein wenig "runtergekommen" war, oder ziemlichen Liebeskummer hatte
Bewertung: 
Juicie, 2004-11-30
Mich hat das Buch Soloalbum total "angenervt". Bin durch die Verfilmung, die mir sehr gut gefallen hat, auf das Buch gestoßen und musste es in der Schule lesen (11.Klasse!). Ich musste wirklich mit dem Buch "kämpfen" und es hat mich teilweise wütend gemacht, weil die Sprache voll daneben ist. Wo ist der Inhalt??? Kenne mich in der Musik nicht so aus, daher war das ganze Oasis-Gelaber nervtötend...einige Passagen über den Journalisten beispielsweise gehen über drei Seiten und haben null Aussage.-langweilig!!! Im nachhinein allerdings, als das Buch besprochen wurde, musste ich feststellen, dass einige Dinge doch ganz witzig sind. Ich finde "Soloalbum" nicht empfehlenswert, weil es einfach negative Stimmung verbreitet und keine wirkliche Handlung hat.
Bewertung: 
Jana Paus, 2004-04-23
Mit "Soloalbum" ist mir ja mal was ganz was anderes in die Hände gefallen. Ein von Oasis besessener Musikkritiker, der von seiner Freundin per Fax verlassen wurde, zu sein ist ganz schön hart. Vor allem die verrückte Art, auf die der liebe Ben versucht, sich wieder in die Welt der Beziehungen einzugliedern ruft beim Leser ein Dauerschmunzeln hervor. Hat mir gut gefallen, wobei der beste Teil sicher die nach Oasis-Songs benannten Kapitel sind.
Bewertung: 
Maeve, 2004-04-23
was soll man zu solch einem werk schreiben. das ist eine frage die einen spätestens dann beschäftigt, wenn es darum geht den inhalt wieder zu geben. nichts einfacher als das, denkt sich der jugendliche leser, der sich im werk stuckrad-barres wiederfinden soll. doch selbst goethes faust ist einfacher wiederzugeben, da es der autor nicht fertigbringt einen handlungsstrang durch das buch zu ziehen. stattdessen wird darauf gebaut der jugend einen spiegel vorzuhalten, worin diese sich bestenfalls erkennen soll. doch durch die negative weltanschauung des protagonisten vergeht dem leser rasch die lust und es ist ein wahrer kampf sich durch das buch zu lesen. da das buch es nicht einmal fertig bringt die lebenseinstellung der heutigen jugend gerecht zu repräsentieren und durch die einbeziehung vieler eintagsprominenten die pforte zu den bestsellern verschlossen bleibt wird das buch sowie der autor in ein paar jahren in vergessenheit geraten. was zwar schade ist, aber dem anspruchsvollen leser nicht weiter auffallen wird.
Bewertung: 
mischa, 2004-04-23
Was Oasis für Stuckrad ist, ist Stuckrad für mich! Endlich ein Mensch, der diese ganze beschissene Selbstverliebtheit unserer Gesellschaft aufdeckt!
Bewertung: 
Georg Wolf, 2004-01-31
Ich denke, dieses Buch hätte um sehr viel besser sein könne, hätte der Held etwas weniger über Sex (und alles was dazugehört) gesprochen. Ich bin bestimmt nicht prüde und verkrafte einiges, aber das war mir, in manchen Passagen, einfach zu viel! Ansonsten hat mir das Buch mitsamt seinem bitterbösen Humor sehr gut gefallen.
Bewertung: 
Iris Wilke, 2003-11-14
In meinen Augen ein wirklich gutes Buch, es mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber gelesen haben sollte man es.
Bewertung: 
Anna-Katharina, 2003-11-14
Ein rundum gelungenes Buch, welches genau das beim Leser erreicht, was der Autor beabsichtigte: Gute Unterhaltung. Auch wenn Soloalbum so gut wie gar keine Handlung enthält, bzw. nur sehr viele Kleine, wurde ich beim Lesen nicht gelangweilt. Stuckrad-Barre spielt so geschickt mit Wörtern und Redewendungen, wie kein anderer \"Jungautor\". Immer wieder ordnet er bestimmte Eigenschaften Vornamen zu, zieht über Prominente her oder baut kleine Wortspiele in den Text ein, und das alles so, dass zumindest ich oft lachen musste. Der Nachteil an diesem Buch jedoch ist, dass es bei Weitem nicht jedem gefallen kann, da der Schreibstil doch sehr gewöhnungsbedürftig und speziell ist.
Bewertung: 
Janna Röper, 2002-11-14
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