Ein ruhiger Sommernachmittag in Wentworth, Ohio. Alles scheint in bester Ordnung - bis ein roter, futuristisch anmutender Lieferwagen sich der Stadt nähert und in Sekundenschnelle ein Blutbad unter der Bevölkerung anrichtet. Es ist der Auftakt zu einer rätselhaften Serie unheimlicher Geschehnisse, deren Spuren in das verlassene Bergarbeiterstädtchen Desperation führen, wo in einem alten Minenschacht das Monster TAK haust...
Unter dem Pseydonym Richard Bachmann inszeniert hier Stephen King ein grandioses Experiment: Themen und Figuren sind die gleichen wie in seinem Roman "Desperation" - und doch handelt es sich in Stil und Perspektive um zwei völlig verschiedene Bücher.. |
Persönliche Eindrücke:
Story:
======
Es ist ein friedlicher Sommernachmittag in einer amerikanischen Kleinstadt. Man wäscht das Auto, bereitet einen Grillabend vor oder gießt den Rasen - mit einem Wort, es ist die perfekte Idylle.
Doch die heile Welt geht urplötzlich in Trümmer, als eigenartige Lieferwagen in der Straße auftauchen und ohne jede Warnung das Feuer auf die Anwohner eröffnen. Es gibt die ersten Toten, die Überlebenden flüchten sich in zwei Häuser. Doch damit ist der Endpunkt noch nicht erreicht: Die Realität selbst beginnt sich zu verändern. Groteske Monstren erscheinen, Bäume verwandeln sich in Kakteen, die aussehen, als wären sie von einem Kind gemalt worden, normale Wohnhäuser werden zu Gebäuden, wie man sie aus Westernfilmen kennt. Und dann kommen die Lieferwagen zurück...
Kringels Meinung:
=================
Richard Bachman ist natürlich niemand anderer als Stephen King und die Geschichte dreht sich um TAK, einen Dämon aus einem anderen King-Buch (Desperation). Mehr als das: Zahlreiche Personen aus Desperation tauchen auch hier auf, haben jedoch z.T. eine ganz andere Geschichte. Überhaupt gibt es keinen Zusammenhang zwischen beiden Büchern außer dem Dämon, der aus der alten China-Mine entkommen ist. Während er in Desperation eine Person nach der anderen übernimmt, ist hier nur der autistische Junge Seth Garin sein Opfer, von dem aus er die Realität verbiegt. Wie bei jedem Roman von King werden die Figuren sehr anschaulich dargestellt, die Personen werden genau charakterisiert, nur um bald darauf recht brutal um die Ecke gebracht zu werden. Spannend geschrieben, der King-sche "Kartoffelchips-Effekt" (man kann nicht mehr aufhören, auch wenn man eigentlich schon genug davon haben sollte) hält vom Anfang bis zum Ende an.
Bewertung: 
Kringel, 2004-07-22
|