Was bringt eine junge Mutter dazu, ihr eigenes Kind wegzugeben? Diese Frage stellt sich Joss, die als Baby zur Adoption freigegeben wurde, nach der Geburt ihres ersten Kindes. Die Suche nach ihren wahren Eltern führt sie zum Testament ihrer leiblichen Mutter und nach Belheddon Hall, einem imposanten, verlassenen Herrensitz in Essex, dessen Hausherrin Joss nun sein soll. Doch kaum hat sich die junge Familie in Belheddon Hall eingerichtet, ereignen sich gespenstische Dinge - fremde Stimmen ertönen und weinen, und Joss glaubt nachts die Berührung einer unsichtbaren, kalten Hand zu spüren. Als ihr kleiner Sohn eines Morgens mit blauen Flecken übersät aufwacht, beginnt Joss, die Geschichte ihrer Familie anhand alter Briefe und Tagebücher aufzurollen...
Ein alter Fluch lastet auf Belheddon Hall, und er fordert noch immer seine Opfer... |
Literaturschock.de Rezension(en): Inhaltsangabe (dem Buch entnommen):
Joss Grant wurde als Baby zur Adoption freigegeben. Nie hatte sie sich für ihre Herkunft interessiert, doch als ihr Sohn Tom geboren wird, sucht sie nach ihren eigenen Wurzeln. Sie findet das Haus ihrer Geburt, den verlassenen Herrensitz Belheddon Hall, und es stellt sich heraus, dass ihre leibliche Mutter ihn ihr hinterlassen hat. Kaum hat sich Joss mit ihrer Familie in Belheddon Hall niedergelassen, ereignen sich gespenstische Dinge. Als ihr Sohn eines Morgens mit blauen Flecken aufwacht, sieht Joss sie gezwungen, ihre Familiengeschichte anhand alter Briefe und Tagebücher aufzurollen.
Der erste Satz:
„Ein kalter Sonnenstrahl dringt durch ein Astloch im Holz des Fensterladens und fällt auf die staubigen Dielen.“
Meine Meinung zum Buch:
Das Buch hat mir schöne, spannende Unterhaltung geboten.
Besonders der Anfang hat mich begeistert – die Geschichte wurde immer unheimlicher und gruseliger, die Ereignisse folgten Schlag auf Schlag, ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Doch in der Mitte begann sich die Geschichte etwas zu ziehen. Als Leserin hatte ich schon eine recht gute Vorstellung von den Hintergründen, so dass der lange Mittelabschnitt mir nichts Neues bringen konnte. Gegen Ende nimmt die Spannung zwar wieder zu, aber das Niveau des Anfangs wird nicht wieder erreicht.
Außer der Hauptperson Joss ist keine der Figuren besonders scharf gezeichnet. Sie wirken eher etwas klischeehaft: der ungläubige Ehemann, der besorgte Freund, die zickige Adoptivschwester, der gute alte Pfarrer, ... Aber es geht ja in der Geschichte auch nicht so sehr darum, ein Psychogramm der handelnden Personen zu erstellen.
Zu lesen ist das Buch sehr leicht und angenehm, die Seiten flutschen nur so weg. Ich konnte sehr gut in die Geschichte eintauchen. Ich werde auf jeden Fall noch ein weiteres Buch von Barbara Erskine lesen, denn ganz genau diese Art Lektüre brauche ich, wenn ich erkältet bin – und der nächste Winter kommt bestimmt. Dazu bewahre ich mir das Buch dann gleich neben die Flasche Hustensaft auf – ein Griff und es geht wieder besser.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Susanne L., 2010-08-29
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