Literaturschock.de Rezension(en): Dieses Buch sollte eigentlich auch jeder Fan historischer Romane verschlungen haben.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Susanne K., 2000-08-27
Persönliche Eindrücke:
Ich weiss nicht, warum dieses Buch hier so positiv rezensiert wird. Durchgelesen habe ich es nur aus Prinzip. Rein literarisch wirkt dieses "Werk" größtenteils so, als sei es von Konsalik oder anderen Trivial-Dilettanten zusammengeschustert. Seit ich 15 Jahre alt bin, habe ich Lesen immer auch als Kunst und Sprachabenteuer begriffen. In diesem Roman ist davon nicht die geringste Spur. Ich fühlte mich ständig verarscht! Da werden z.B. für den Handlungsverlauf eigentlich recht wichtige Dinge wie die Pest auf relativ wenigen Seiten abgehandelt, während vollkommen unbedeutende Situationen unverständlicherweise genauer geschildert werden, aber IMMER klischeebehaftet. Ganz zu schweigen von der immer mal wieder auftauchenden, vollkommen unnötigen Fäkalsprache, die nur so wirkt, als fehlten dem Autor die Worte (der "scheißende Löwe" usw.) Wer glaubt, "Der Medicus" sei ein ernstzunehmender Historienroman, sollte mal z.B. zu Tolstoi greifen. Und wer es geschafft hat, sich einmal durch "Krieg und Frieden" zu kämpfen, wird verstehen, was ich meine. Literatur sollte den Leser auch immer fordern. Think about it!
Bewertung: 
André Wesche, 2010-03-04
Nach Empfehlung meiner Mutter habe ich diesen Roman in Angriff genommen und war begeistert. Selbstverständlich ist “Der Medicus” kein historisch genauer Roman. Aber die Geschichte um den jungen Robert Jeremy Cole, der im Laufe seines Lebens seine Bestimmung als Arzt findet und sich auf die Reise nach Persien begibt, fesselt einen geradezu. Auch die medizinischen Grundlagen der damaligen Zeit kennen zu lernen, macht Spaß und erweitert das eigene Grundwissen über einfache Medizin und der damaligen Zeit. In dem Roman sind sowohl spannende und angespannte Phasen zu finden, genauso wie traurige Teile oder gar eine Liebesgeschichte. Wer Gefallen an mittelalterlichen Romanen findet und gleichzeitig sein Wissen über die damalige Medizin erweitern will, dem kann ich diesen Roman nur empfehlen.
Mich hat das Buch sehr gefallen und ich würde es jederzeit weiterempfehlen!
Bewertung: 
Luis, 2009-07-08
Noah Gordons Der Medicus ist sicherlich kein historisches Sachbuch. Deshalb nennt man es ja auch ROMAN! Gordon selbst schreibt zum Ende des Buches in seiner Danksagung, dass das fiktive Element in seiner Geschichte eine bedeutende Stellung einnimmt und er selbst nicht den Anspruch auf eine historisch verifizierte Darstellung erhebt. Gordons literarischer Stil und Ausdruck lassen allerdings zu Wünschen übrig. Zuweilen weist die Geschichte Längen auf. Dennoch ist es ein überwiegend kurzweiliges, gut zu lesendes Buch, das einen kleinen Einblick in die "drei grossen Weltreligionen" gibt. Dabei scheint es, dass es Gordon eher um das Miteinander gläubiger Menschen als um eine konkrete Religion geht. Also zeitlos aktuell. Es ist ein Buch für Leseratten, denen Geschichten aus dem Mittelalter, der Nahen Osten oder Coelhos Der Alchemist gefallen.
Bewertung: 
Libero, 2009-01-14
Ich habe mir dieses Buch zur Lektüre vorgenommen, da ich sehr viel Gutes darüber gehört hatte. Dies wurde mir auch über weite Strecken der Geschichte bestätigt. Es lässt sich sehr gut lesen und bleibt überwiegend spannend, wenn auch nicht fesselnd - um dies mal als Steigerung zu nennen. Wer Geschichten aus dieser Zeit mag oder gerne einen ersten kleinen Einblick in diese Zeit haben möchte, kann getrost auf dieses Buch zurückgreifen. Wer mehr an historischen Wahrheiten bzw. Einzelheiten interessiert ist, sollte weitersuchen.
Bewertung: 
Christian, 2008-01-13
Meine Mutter hat mich zu diesem Buch gebracht. Als ich eine Woche schulfrei hatte und ich nicht wusste, was ich aus Langeweile machen sollte, drückte sie mir das Buch in die Hand. Eigentlich liebte ich historische Romane, das Cover hatte mich aber nicht sehr beeindruckt. Außerdem war ich nach "Den Säulen der Erde" schon ziemlich voreingenommen was das Mittelalter betrifft. Doch ich begann zu lesen und muss ehrlich sagen, dass das eines der wenigen Bücher war, welches mich von Anfang bis zum Ende gefesselt hat. Die Geschichte ist so anschaulich geschrieben, dass man die "Fehler" durchaus verzeihen kann. Ich habe mitgelacht, mitgelitten und mitgeweint. Ich kann es nur weiter empfehlen.
Bewertung: 
Franziska Zindler, 2006-06-14
Meiner Meinung nach will Noah Gordon mit dem von ihm entworfenen Bild vom Mittelalter den Leser vor allem davon überzeugen, dass sein Blickwinkel für das Mittelalter richtig ist und dass seine Argumentationen seines Urteils über das Mittelalter als "Epoche, die uns allen noch sehr nahe ist", schlüssig geführt sind. Dass er dabei zum Beispiel des Arztes im Mittelalter gegriffen hat, welcher neben dem vielen Elend der armen Patienten auch eine abenteuerliche Reise in den glanzvollen Orient unternimmt, ist vielleicht ein nur einfaches, aber auch ein höchst modernes Thema, was diesen historischen Roman zu einem fast schon modernen Roman macht. Denn viel hat sich nicht verändert zwischen den Kultstätten des Islam wie dem Isfahan der Antike und der heute immer noch recht historischen Kultstätte unserer Zeit. Der Märchenmix, die Mischung aus Wahrheit und Fantasie, gefällt mir schließlich bei diesem Roman am besten. Ich würde dies Buch all denen empfehlen, die auf der Suche sind nach tiefsinnigen Weihnachtsgeschenken in Buchform... Kritik: Das Buch ist nicht frei von Gewalt.
Bewertung: 
Judith Kröll, 2005-11-08
Dieses Buch als "Meilenstein der Aufklärung" zu bezeichnen, zeugt von grundlegender Ahnungslosigkeit über die Geschichte des Mittelalters. Gordon hat sich offenbar kaum die Mühe gemacht, irgend etwas zu recherchieren. Da flunkert er schon lieber den Leuten etwas Phantastisches vor wie sein "Bader". Und Millionen Ahnungslose halten das dann für einen "historischen" Roman. Angeblich gibt es zur Zeit seiner Geschichte einen Lehrgang für Ärzte an der Unversität von Westminster, die leider erst 1838 gegründet wurde. Der Bader zaubert aus einem Korb Papierrosen, obwohl Papier damals selbst in den Klöstern noch unbekannt war. Um dem Helden der Geschichte ein neues Gewand zu schneidern, misst ihn eine Frau mit ihrem Maßband ab. Wir lernen bereits in der Grundschule, dass es damals noch KEINE einheitlichen Maße gab und daher natürlich schon gar keine Maßbänder. Nichts gegen kleine dichterische Freiheiten, aber dieses Buch strotzt praktisch auf jeder zweiten Seite von solch haarsträubendem Unsinn, dass man es bitte nicht im Entferntesten als "historisch" betrachten sollte. Wer Sex, Gewalt und mittelmäßige Spannung sucht wird allerdings gut bedient.
Bewertung: 
engel812, 2005-09-22
Rezension zum Hörbuch:
Die Geschichte von Rob dem Bader, der zum Medicus wird, ist die schönste Story, die ich in den letzten Jahren gehört habe (leider habe ich das Hörbuch erst jetzt geschenkt bekommen): Es ist als würde der Erzähler mit seiner einfühlsamen Stimme neben mir sitzen und mir das Buch vorlesen. Es war mir fast unmöglich das Anhören der 8 CD`s durch irgendetwas zu unterbrechen. Selten war eine Geschichte so interessant und hat mich so gefesselt, wie der Medicus. Ich habe mit gelitten, mich gefreut und gezittert. Jeder, der dieses Buch nicht gelesen, oder das Hörbuch nicht gehört hat, weiß nicht was er verpaßt hat.
Bewertung: 
Elvira Jones, 2005-06-07
Die Geschichte ist gut, spannend und teilweise lehrreich. Der Teil der in England spilet ist großteils historisch nachvollziehbar. Aber sobald der Held der Geschichte England verläßt, wird die Geschichte historisch so schlecht, daß einem übel wird. So reist der Held durch die Stadt Novi Sad, welche erst 1694 gegründet wird. Von Konstantinopel aus sieht er die ersten Minarette. Und das um 1030?? Die Gegend vor Konstantinopel nennt er "Die Europäische Türkei". Das mag heutzutage stimmen aber damals gab es die Türkei noch nicht einmal in Ansätzen. Das Buch wirft ein gutes Licht auf Christen und Juden und ein schlechtes auf den Islam. Die Scharia wird verteufelt und es wird vergessen, daß es in der Zeit eine mindestens genauso blutige Urteile in ganz Europa gab. Ich halte das Buch für Propaganda gegen den Islam. Wohltuend ist die positive Sicht auf das Judentum.
Bewertung: 
Stefan Kainz, 2005-05-30
Barbier, Barbierchirurg und der Medicus. Sie alle sind Bestandteil eines finsteren Zeitalters. Ein Zeitalter voll Seuchen, Wut, Machtkämpfe und Zerstörung. Es ist eine Zeit der Unterdrückung und Ausbeutung des kleinen Mannes. DAS MITTELALTER. Viele Menschen sind in dieser Zeit qualvoll und elendig zu Grunde gegangen. Dahingerafft in ihrem eigenem Sud aus Korruption und zwielichtigen Geschäften.
Dies ist die Zeit in der Robert Jeremy Cole aufwächst. Ein kleiner Junge, der früh seine Mutter verlor, aber nicht seinen Ehrgeiz zu Leben. Im Laufe der Geschichte, um Rob J. Cole, erzählt Noah Gordon ein Abenteuer durch die dunkle Welt des Mittelalters. Eine Reise bishin zu den Ländern des berühmten Abù'Alì al-Husayn Ibn Sina (980 - 1037). Eine Reise durch die Relegionen des Christen- und Judentums.
Noah Gordon hat mit diesem Werk einen Meilenstein der Aufklärung gesetzt. Er hat es geschafft eine Akzeptanz und Toleranz für eine Relegion zu schaffen, wie es kein anderes Buch vorher geschafft hat. Dabei paart er die Grundgedanken des Judentums mit dem heranwachsen eines in den Slums einer Großstadt geborenen Jungen so gekonnt, dass einem mehr als einmal der Atem stockt. Nicht wenige Leser sind an der einen oder anderen Stelle die Tränen gekommen. Doch Vorsicht ist geraten: Dieses Buch fesselt von der ersten Zeile, bis zum letzten Wort.
Bewertung: 
Runenmeister, 2004-10-10
Ich habe soeben die letze Seite des Medicus umgeschlagen und bin heilfroh, dass ich mir erst letzte Woche die Fortsetzung Der Schamane gekauft hatte. Denn, wenn ich jetzt nicht sofort erfahren könnte, wie es mit Robert Jeremy Coles Familie weitergeht, würde ich verrückt werden.
Rob Jeremy Coles Geschichte wurde so lebhaft und einfühlten erzählt, dass ich mir an vielen Stellen des Buches die Tränen nicht verkneifen konnte. Und ganz abgesehen von der ausgezeichneten und wunderbaren Geschichte ist das Buch auch noch angenehm gegliedert. In verschiedene Teile mit verschiedenen Kapiteln. Die Atmosphäre vom England des Mittelalters und anschließend von Persien wird perfekt dargestellt und manchmal glaubte ich wirklich, Elefanten zu hören und die Wüste zu riechen...
Bewertung: 
Nadine Gemeinböck, 2003-10-13
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