Normalerweise achte ich nicht weiter auf den Wechsel der Mondphasen. Chicago wird von einer Mordserie in Angst und Schrecken versetzt - alle vier Wochen, wenn der Vollmond fahl am Himmel steht, sterben in den Straßen der Stadt unzählige Menschen. Fallen sie einem Psychopathen zum Opfer? Einer Gang? Oder etwas ganz anderem? Harry Dresden, Privatermittler mit besonderen Fähigkeiten und Polizeiinformant wider Willen, wird schneller, als ihm lieb ist, in diesen dunklen Fall verwickelt. Immer wieder kreuzen dabei Männer und Frauen seinen Weg, die ein Geheimnis haben: Im Schutz der Dunkelheit verwandeln sie sich - und jagen. |
Literaturschock.de Rezension(en): Ich habe nach Teil 1 nun gleich den zweiten Teil um Magierdetektiv Harry Dresden gelesen und wurde wie erwartet wieder gut unterhalten. Auch wenn ich diesmal manchmal ein paar kleine Längen empfunden habe, war die Geschichte wieder temporeich und sehr spannend. Insgesamt allerdings auch blutiger und die Beschreibungen der Opfer nicht wirklich immer appetitlich.
Das liegt aber natürlich auch am Inhalt der Geschichte, denn diesmal hat Dresden es mit unterschiedlichen Arten von Werwölfen zu tun und die sind nun mal von Natur aus nicht sehr zartfühlend, wenn sie ihre Opfer reißen. Sehr interessant waren die Beschreibungen der verschiedenen Werwolf-Arten und ihre unterschiedliche Gefährlichkeit, was natürlich auch die Spannung immer hoch hielt, wenn Dresden nachts unterwegs war, um DEN bösen Werwolf aufzutreiben.
Auch hier arbeitete er mehr oder weniger mit der Polizisten Murphy zusammen, die es auch hier wieder schwer verkraftet, dass Dresden ihr nicht immer alles anvertraut, was er weiß, auch wenn er es natürlich zu ihrem eigenen Schutz tut. Ein bisschen hat mich seine Geheimhaltung vor ihr gestört, weshalb ich gut mit ihr mitfühlen konnte. Ich hoffe, er kommt in den weiteren Geschichten etwas davon ab und das Vertrauensproblem wird zwischen den beiden nicht zu einer immer wiederkehrenden Angelegenheit. Mangelnde Kommunikation regt mich doch mit der Zeit auch mal auf.
Und was mir in Teil eins sehr gut gefallen hat, nämlich Dresdens eher ängstliche und damit menschliche Seite, wurde mir hier ein bisschen sehr häufig betont. Der „Holzhammer“ ist wirklich nicht nötig, um mir seine Furcht zu zeigen. Aber das sind beides nur Kleinigkeiten, über die ich gut hinwegsehen konnte, da die Geschichte einfach mitreißend und spannend erzählt wurde und mir die Figur Harry Dresden einfach sehr gut gefällt.
Bob, der Geist im Schädel, hatte hier leider nur einen kurzen Auftritt, womit auch insgesamt der Humor geringer ausfiel, als in „Sturmnacht“. Insgesamt hatte dieser Krimi nach meinem Empfinden eine düsterere Note. Trotzdem gab es für mich durch Dresdens eigene oft sarkastische Kommentare auch hier immer wieder Grund zum Schmunzeln.
Ich bin froh, dass der dritte Teil schon hier liegt, denn ich will auf jeden Fall die Reihe weiterlesen, besonders, wenn ich lese, dass sich der Autor noch steigert.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Heimfinderin, 2010-06-22
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