Clare: Es ist schlimm, wenn man zurückgelassen wird. Clare ist Kunststudentin und eine Botticelli-Schönheit, Henry ein verwegener und lebenshungriger Bibliothekar. Clare fällt aus allen Himmeln, jedes Mal aufs Neue, wenn Henry vor ihr steht. Denn Henry ist ein Zeitreisender, ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr sein wird. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet. Absurdes wird zur Normalität. Seine Zeitreisen sind das brennende Geheimnis, das Henry und Clare mit jeder Trennung noch inniger vereint. |
Literaturschock.de Rezension(en): Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, weil ich schon viele gute Meinungen gehört habe, und wurde wirklich nicht enttäuscht. Es ist eine Liebesgeschichte, die so ganz anders als alle anderen ist. Wer hat schon die Gelegenheit, seine Frau oder seinen Mann als Kind zu erleben? Henrys Zeitsprünge ermöglichen ungeahnte Betrachtungsweisen, auch wenn sie oft tragisch oder von Melancholie geprägt sind. Sehr schön ist auch, daß in dem Buch wirklich nur Clare und Henry eine Rolle spielen, sonstige Personen sind wirklich nur Beiwerk. Nur ihre Liebe und ihre Beziehung zueinander sind wichtig.
Anfangs fand ich die Geschichte etwas verwirrend zu lesen, kam aber sehr schnell hinein. Sehr schön finde ich auch, daß die Autorin ihre Idee konsequent bis zum Ende durchführt.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Bianca L., 2006-03-05
Clare kennt Henry seitdem sie 6 Jahre alt ist. Er lernt sie aber in der Gegenwart erst mit 28 kennen. In der Gegenwart ist Henry auch nur 8 Jahre älter als Clare, aber Henry reist durch die Zeit. Von jetzt auf sofort verschwindet er und landet irgendwo. Entweder bei Clare, aber auch ganz woanders. Er kann es nicht steuern, er kann sich nirgends hinwünschen, es passiert einfach. Aber Clare und Henry verbindet ein Leben lang eine große Liebe zueinander. Sie bewahrt ihn davor sich selber aufzugeben und sie akzeptiert ihn so, wie er ist. Während er sein Glück gar nicht so richtig fassen kann...
Das Buch ist nach verschiedene Episoden aufgebaut, die entweder für Clare oder für Henry oder für beide von großer Bedeutung sind. Dabei wird entweder aus der Sicht von Clare oder der Sicht von Henry erzählt, was dem ganzen eine sehr persönliche Note gibt. Ich fand diese Schreibweise mal erfrischend anders und sie gab mir die Möglichkeit mich richtig gut in die beiden Hauptdarsteller hinein zu fühlen. Beide kommen aus einem nicht sehr einfachen Elternhaus und schaffen es aber sich gegenseitig Halt zu geben, was mich auch sehr berührt hat.
Die Idee mit der Zeitreise und die genaue Umsetzung dieser Reisen, fand ich sehr faszinierend. Natürlich sollte man nicht darüber nachdenken, wie das genau möglich sein kann und welches Paradoxon da entsteht, aber als Idee für einen Roman, finde ich das sehr interessant und hat mir sehr gut gefallen.
Auch die Probleme, die mit Henry's Zeitreisen entstehen, sind sehr gut beschrieben und waren für mich gut nachvollziehbar. Es war richtig schön zu lesen, wie die beiden trotzdem ihr Leben meistern und doch relativ glücklich miteinander sind.
Der Roman hat mich so ca. bis zur Hälfte des Buches auch richtig eintauchen lassen und ich war gerne in der zwar chaotischen, aber doch sehr netten Welt von Henry und Clare. Ab so ca. der Hälfte aber nahm das Buch eine für mich teilweise total brutale Form an, die ich ehrlich gesagt in einem Liebesroman nicht erwartet habe und die mich sehr geschockt hat. Die Erklärung, dass Henry seine Zeitreisen nicht steuern kann und immer irgendwo landet, finde ich in Ordnung. Aber diese brutalen Szenen, die da schließlich aufgefahren werden, fand ich ehrlich gesagt nicht mehr nachvollziehbar und irgendwie unpassend. Für mich hat sich dieser Liebesroman im Laufe des Buches fast zu einem Horrorroman entwickelt und das sagt mir gar nicht zu.
Alles in allem hat mich das Buch von Anfang bis Ende sehr mitgenommen. Jedoch muss ich sagen, dass das am Anfang ein positives Mitnehmen war und sich gegen Ende zu einem reinen Entsetzen gesteigert hat.
Sehr schade, weil ich der Meinung bin, dass der Roman wirklich ein sehr schöner Liebesroman hätte sein können: Liebe bleibt auch über Raum und Zeit hinweg erhalten.
Bewertung: 
Literaturschock.de, Tammy1982, 2009-05-04
Persönliche Eindrücke:
Romane über Zeitreisende gibt es bereits viele. Wer jedoch dieses Buch in die Hand nimmt, sollte alle Erwartungshaltungen in dieser Spezies sofort vergessen. Die ersten Seiten dieses Romans erfüllen den Leser zunächst mit Ratlosigkeit - vielleicht ist man sogar versucht, das Buch wieder zur Seite zu legen. Doch genau dies sollte man nicht tun - hat man sich erst in die diversen Ebenen und Zeithorizonte eingelesen, so legt man dieses Buch nicht mehr aus der Hand. Die Geschichte ist stimmig und absolut schlüssig entwickelt, der Sprachstil anspruchsvoll-flüssig, aber niemals mühsam und ich habe nur eines bedauert: als ich das Buch nach der letzten Seite 'verlassen' musste. Empfehlens- und lesenswert!
Bewertung: 
Susanne Monz, 2005-06-07
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