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Literaturschock fördern: Vielfalt erhalten


Liebe Besucher von Literaturschock,

ich hoffe sehr, dass euch das Angebot von Literaturschock und Leserunden.de gefällt. In der Bloggerszene wird die Monetarisierung heiß diskutiert und ich musste mir auf der vergangenen Leipziger Buchmesse die eine oder andere Standpauke (von verschiedenen Verlagskontakten) anhören. Der Grund: Literaturschock bietet hochwertige Inhalte und einen ebensolchen Service - und das sollte den Besuchern und Partnern etwas wert sein.

Was wird den BesucherInnen hier unentgeltlich geboten?

  • Schreiben von Rezensionen
  • Prüfen und Freischalten von Gastrezensionen
  • Erstellen von Autoreninterviews, Verlagsportraits, Lesungsberichten und Artikeln zu verschiedenen Literaturthemen
  • Erstellen von Autorenseiten (Biografien, Bibliografien)
  • Erfassen von Buchserien
  • Listen von Büchern und Literaturverfilmungen
  • Moderation von Leserunden
  • Terminerfassung von Leserunden und Testleseaktionen
  • Erstellen von Unterforen für Leserunden
  • Bereitstellung von Gewinnspielen
  • Softwareaktualisierungen (Forensoftware und Hauptseite)
  • Designanpassungen, damit die Seite nicht veraltet
  • Messebesuche (von denen wir immer neue Aktionen für euch mitbringen)
  • Organisieren des Literaturschock-Treffens und der regelmäßigen Bücherstammtische
  • Schreiben des Newsletters

Einiges davon liegt mangels Zeit immer mal wieder brach oder es verzögert sich - und genau da könnte durch Förderung Abhilfe geschaffen werden.

Was nichts kostet, ist nichts wert

Der Inhalt der oben schon erwähnten Standpauken war immer der gleiche: Warum schätze ich meine Arbeit so gering, dass ich sie kostenlos zur Verfügung stelle? Was ich auf Literaturschock und Leserunden.de inzwischen anbiete, kommt einem Vollzeitjob nahe und das sollte auch honoriert werden. Denn letzten Endes stimmt der Spruch: Was nichts kostet, ist nichts wert.

Doch so einfach ist das nicht. Würde ich nun wie andere Plattformen ein Bezahlmodell zum Beispiel für moderierte Leserunden einführen, so würde sich das Gleichgewicht zugunsten der großen Publikumsverlage und Spitzentitel verschieben. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass die Leserunden von einem freiwilligen Team begeisterter LeserInnen moderiert werden. Diese müssten dann auch bezahlt werden. Für mich und meine Projekte kein durchdachter Lösungsweg. Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, wie ich meine Projekte auf Dauer finanzieren kann, ohne meine Ideale zu verraten, denn mir ist es wichtig, die Vielfalt zu wahren, jedem den Zugang kostenlos zu allen Bereichen zu gewähren und auch großen wie kleineren Verlagen sowie Selfpublishern weiterhin eine Plattform bieten zu können. Es soll keine Präsenz-Unterschiede geben zwischen Nischenbuch und Spitzentitel.

Und trotzdem: Sie haben recht

Literaturschock und Leserunden.de haben inzwischen eine nicht zu unterschätzende Reichweite erlangt. Die Rezensionen sind gerne gesehene Multiplikatoren, die Verlustrate bei verschiedenen Aktionen ist kaum vorhanden und so gibt es so gut wie keinen Verlag, der nicht gerne mit uns zusammen arbeitet.

Obwohl Literaturschock und Leserunden.de ohne die unentgeltliche Mithilfe vieler Menschen (z.B. Leserundenmoderation) gar nicht möglich wären: Momentan ist hauptsächlich mein eigentlicher Vollzeitjob dafür verantwortlich, dass ich die Seiten (und damit die BesucherInnen) mit Inhalten und Aktionen "füttern" kann. Das bedeutet aber auch, dass mir nicht die Zeit dafür zur Verfügung steht, die solche Projekte eigentlich verdienen.

Es werden auf diesen und vielen anderen Seiten von Menschen Inhalte geboten, die man sich früher erkaufen musste. Warum ist das so wenigen etwas wert? Dies gilt übrigens nicht nur für Literaturschock und Leserunden.de. Die Bloggerszene wird viel zu wenig wertgeschätzt - das geht sogar so weit, dass sie immer noch belächelt wird. Damit muss endlich Schluss ein, bevor es nur noch auf einer Seite Nutznießer gibt und die andere Seite irgendwann keine Lust mehr darauf hat, die Besucher zu unterhalten. Man sollte sich also die Frage stellen: Habe ich einen Mehrwert von dieser oder jenen Seite?

Crowdfunding als Lösung?

Eine weitere Messebegegnung brachte dann die Erleuchtung. Alexandra Oswald vom wunderbaren Blog Satzsitz empfahl mir als Finanzierungsmodell die Seite Patreon, die wie Crowdfunding funktioniert - für Kreativschaffende. Jeder, der Literaturschock und Leserunden.de fördern möchte, kann dies nun bereits ab einem Betrag von 1 $ im Monat tun. Die Förderung ist freiwillig, aber es gibt je nach Beitrag auch etwas zurück von mir: Goodies wie Bücher, Karten, Lesezeichen, Energy-Drinks, aber auch Bannerwerbung und organisierte Blogtouren (was dieses Modell auch für Verlage und Selfpublisher interessant macht).

Auch für Verlage und AutorInnen interessant

Mit dieser Aktion sollen langfristig und hauptsächlich Verlage und Autoren angesprochen werden, obwohl natürlich auch die Förderung durch die Besucher hilft. Aus diesem Grund gibt es auch für die Unterstützung von Verlagen und AutorInnen etwas zurück: Bewerbung von Leserunden auf Facebook, Bannerschaltung, organisierte Blogtouren.

Man muss sich Ziele setzen

Je nach dem erreichten Gesamtbetrag habe ich Ziele definiert. So wäre es in Zukunft mit der Förderung möglich

  • die laufenden Kosten zu decken (Server, Strom etc.)
  • entspannter zu arbeiten und weiterhin hochwertige Inhalte liefern zu können
  • Zusätzliche AddOns zu kaufen (z.B. eine literarische Landkarte)
  • Die Amazonverlinkungen weniger prominent zu platzieren und den stationären Buchhandel mehr zu unterstützen
  • Einen Messestand auf der Leipziger Buchmesse zu organisieren
  • Termine (Lesungen, literarische Veranstaltungen) wahrnehmen, die weiter weg liegen - und darüber ausführlich berichten
  • Einarbeitung ins Podcasten und Videobloggen
  • Planung einer Plattform für die Vernetzung von Literaturbloggern

Literaturschock besteht nun schon seit Januar 2000, Leserunden.de seit Juni 2006. Seitdem werden die beiden Seiten von über 150.000 Menschen im Monat besucht. Alle Inhalte stehen jedem weiterhin kostenlos zur Verfügung. Das soll auch in Zukunft so bleiben.

Und hier geht es weiter: Literaturschock fördern auf Patreon

Hinweis: Die Bezahlung erfolgt entweder per Kreditkarte oder PayPal. Einmalzahlungen sind möglich, aber etwas umständlicher und mir ist die regelmäßige Förderung mit 1 $ auch lieber als eine einmalige Zahlung (mit der man nicht auf Dauer kalkulieren kann). Angaben in EUR sind leider auf der Patreon-Seite nicht möglich.

FAQ von Patreon

Fragen dürfen gerne in den Kommentaren gestellt werden (und: Für das Teilen dieses Artikels wäre ich allen sehr dankbar).

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