David Storey David Storey wurde in Wakefield (Yorkshire) als Sohn eines Bergarbeiters geboren und besuchte dort die örtliche Schule. Er studierte an der Slade School of Fine Art in London und war gleichzeitig professioneller Rugbyspieler, was auch den Hintergrund seines ersten Romans mit dem Titel "This Sporting Life" (1960, siehe Abbildung) bildete. Der Kampf der gebildeten Arbeiterklasse um Akzeptanz in der Gesellschaft stellte für Storey - ähnlich wie für seine Zeitgenossen John Braine, John Osborne und Alan Sillitoe - die Triebfeder für den größten Teil seines frühen Werkes dar, u. a. für die Romane "Flight into Camden" (1960), "Radcliffe" (1963, "Leonard Radcliffe") und den teilweise autobiographischen Roman "Saville" (1976).
In Werken wie "Pasmore" (1972) und "A Temporary Life" (1973) behandelte er seelische Störungen, die aufgrund von psychischem Druck, Entfremdung und Identitätsverlust auftreten. Storeys erstes Schauspiel, "The Restoration of Arthur Middleton", wurde 1967 im Royal Court uraufgeführt, wo auch die meisten seiner späteren Stücke inszeniert wurden. Es folgten die Dramen "In Celebration" (1969, "Zur Feier des Tages") und "The Contractor" (1970, "Das Festzelt"). Mit "Home" (1970) und "The Changing Room" (1971, "Die Umkleidekabine") wandte er sich erneut den Themen seiner früheren Romane zu: der psychischen Labilität bzw. dem Rugby. "Life Class" (1974) war der erste Roman, in dem er sich mit seiner früheren Passion beschäftigte, der Malerei, der er von da an wieder einen großen Teil seiner Zeit widmete. 1992 veröffentlichte er die Gedichtsammlung "Storey's Lives". |