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Tintenherz
Roman von
Cornelia Funke
Spannender Kinderroman, der
mit der Vermischung einer Phantasiewelt mit der realen
Welt spielt - eine flammende Liebeserklärung für das
Lesen und die Macht der Einbildungskraft, die auch viele
Erwachsene begeisterte.
von Christoph Nettersheim,
01.10.2004 | | |
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Inhalt:
Die zwölfjährige Meggie liest für ihr Leben gern - kein
Wunder, denn ihr Vater Mo, mit dem sie allein in einem alten
Haus lebt, ist Buchrestaurator und ein noch größerer
Büchernarr als sie. Eines Abends steht ein abgerissener Mann
mit dem merkwürdigen Namen "Staubfinger" vor ihrer Tür. Von
Meggie belauscht warnt der Mann Mo vor dem grausamen
Capricorn.
Überstürzt packen sie Meggie und Mo am
nächsten Morgen ihre Sachen und fahren nach Italien zu Meggies
Großtante Elinor, einer fanatischen Büchersammlerin. Auch wenn
Mo das nicht zugeben will: Sie sind ganz offenbar auf der
Flucht vor Capricorn. Bald begreift Meggie, dass der
gefährliche Capricorn mit aller Gewalt ein Buch in seinen
Besitz bringen will, das Mo wie seinen Augapfel hütet:
"Tintenherz". |
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Mo versteckt das
mysteriöse Buch in Tante Elinors gigantischer Bibliothek. Als
er kurz darauf entführt wird, erschließen sich Meggie nach und
nach die Hintergründe all dieser rätselhaften Vorgänge: Neun
Jahre zuvor hatte Mo seiner Frau Teresa aus "Tintenherz"
vorgelesen, und dies offenbar so lebendig, dass er einige der
Romangestalten zum Leben erweckte. Denn plötzlich standen
Capricorn und seine finsteren Spießgesellen Cockerell und
Basta sowie noch einige andere Romanfiguren, unter ihnen
Staubfinger, im Raum, aus ihrer archaischen Romanwelt
"herausgelesen" und in die ihnen fremde Gegenwart versetzt.
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Seitdem verfolgen
Capricorn und seine Männer Mo, da sie in ihre Welt
"zurückgelesen" werden oder zumindest das Buch, ihre "Heimat",
in ihre Hände bekommen wollen. Doch Mo kann das Buch nicht
hergeben, denn an jenem Tag vor neun Jahren verschwand auch
Maggies Mutter Teresa, die er mit seinen Vorlesekünsten
offensichtlich in das Buch "hineinversetzt" hat. Seitdem
versucht er verzweifelt, sie wieder herauszulesen, und wenn er
"Tintenherz" verlöre, verlöre er auch jede Hoffnung, Teresa
wiederzubekommen. |
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Mit der
verkniffenen Tante Elinor macht sich Meggie auf die
abenteuerliche Suche nach ihrem entführten Vater. Das
Unterfangen scheint hoffnungslos zu sein - bis Meggie
feststellt, dass auch sie die Gabe hat, durch lautes Vorlesen
Romangestalten zum Leben zu erwecken ... |
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pa/dpa-fotoreport Cornelia
Funke |
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Wirkung:
Der 2003 erschienene Fantasy-Jugendroman, der ähnlich wie
die zur selben Zeit so erfolgreichen "Harry Potter"-Romane von
Joanne K. Rowling mit der Durchmischung der realen Welt und
einer Phantasiewelt spielt, begeisterte Kinder und Erwachsene
gleichermaßen. Auch die Literaturkritik zeigte sich von dieser
flammenden Liebeserklärung an das Lesen und die
Einbildungskraft angetan.
Der Roman erschien zeitgleich
in Deutschland sowie in englischer Übersetzung in
Großbritannien, den USA und Kanada und wurde zu einem großen
Verkaufserfolg. Das Buch wurde für den Deutschen
Jugendliteraturpreis 2004 nominiert. |
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Cornelia
Funke |
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* 10.12.1958 in Dorsten,
Westfalen |
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Die Autorin:
Cornelia Funke, 1958 in Dorsten geboren, absolvierte eine
Ausbildung als Diplompädagogin und arbeitete zunächst als
Erzieherin. Nach einem Studium der Buchillustration war sie
als Kinderbuchillustratorin tätig, was sie dazu inspirierte,
eigene Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Seit Mitte der
1980er Jahre ist sie freie Autorin und Illustratorin.
Ihr schriftstellerisches Werk umfasst mittlerweile
über vierzig Bücher für Kinder und Jugendliche verschiedener
Altersgruppen, viele davon von ihr selbst illustriert. Großen
Erfolg hatte sie mit der Kinderbuchreihe "Die wilden Hühner"
über eine Bande pfiffiger Mädchen sowie mit dem 2000
erschienenen historischen Jugendroman "Herr der Diebe", der in
über zwanzig Sprachen übersetzt wurde. Funke, die auch als
Drehbuchautorin an der ZDF-Serie "Siebenstein" mitarbeitet,
lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Hamburg.
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Buchcover: C.
Dressler Verlag |
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