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Eine Eule kommt selten allein Eine Eule kommt selten allein

Eine Eule kommt selten allein

Informationen zum Buch

Verlag
Jahr
1997
Ausgabe
Taschenbuch
Seiten
243
Originaltitel
An owl too many
Originaljahr
1991
ISBN-10
3832183264
ISBN-13
9783832183264

Serieninfo

Serie/Reihe
Band
8

Sonstiges

Übersetzer
Erster Satz
Professor Peter Shandy erspäte sie als erster, was niemanden sonderlich wunderte.
Die alljährliche Eulenzählung ist eine bedeutende Veranstaltung für die Dozenten des ehrwürdigen Balaclava Agricultural College. Wie entsetzlich, als ausgerechnet Emory Emmerick, einer der Teilnehmer, erstochen und in einem Netz verpackt im Wald gefunden wird. Professor Peter Shandy beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt schon bald auf Ungereimtheiten. Und als wäre die Welt des College noch nicht genug erschüttert, wird auch noch die reiche Miss Binks entführt. Was geht hier vor?

Offizielle Literaturschock-Rezensionen

 
Eine Eule kommt selten allein 2012-01-30 13:01:42 Bettina
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Von Bettina    30 Januar 2012
Top 50 Rezensent  -   Alle Rezensionen anzeigen

Liebenswerte, schräge Figuren

Peter Shandy stapft nachts durch den Wald, um zusammen mit Kollegen vom College und einem Gast Eulen zu zählen. Das ist alljährlich ein Ernst zu nehmender Termin und jeder Teilnehmer folgt strengen Regeln, damit keine Eulen verscheucht, falsch kategorisiert oder übersehen werden. Der Gast Emory Emmerick allerdings benimmt sich daneben und so ist keiner böse, als die Nervensäge einem vermeintlichen Streich zum Opfer fällt. Emory wird von einem Netz in den Baum gezogen - und kommt tot wieder herunter. Shandys Jagdinstinkte sind geweckt und die lokale Polizei nimmt bereitwillig seine Hilfe an.

Langsam kristallisiert sich heraus, dass alles mit Winifred Binks zu tun haben könnte. Winifred, ebenfalls Professorin am College, ist Erbin eines großen Vermögen geworden und was liegt näher, als sich daran vergreifen zu wollen? Merkwürdige Ereignisse häufen sich, als Winifred sich intensiver mit ihrem Vermögen befasst.

Den Clou am Buch machen die aberwitzige Story und der schräge Humor aus. Der Krimi-Teil ist charmant überladen. Wo es dramaturgisch passt, bricht ein Damm und verwandelt einen ruhigen Fluss zum gurgelnden Abenteuer. Wo ein Zufall gefordert wird, um ein Beweisstück zu finden, kann dieser Zufall bereits eine halbe Seite später eintreffen. Der Erzählstil passt nahtlos dazu. Viele Personen haben sprechende Namen oder scheinen das Schicksal geradezu herauszufordern. Viola trägt ein Shirt mit der Aufschrift "Heute schon einen Baum umarmt?" Viola wird genau das tun: Sie findet sich gefesselt an einem Eschenahorn wieder. Ihr Kollege Knapweed (dt. Flockenblume) befasst sich ausgiebig mit Labkraut in allen Variationen und eine, gelinde gesagt, miserable Lebensmittelfabrik heißt Lackovites, was an "Mangel an Vitaminen" erinnert. Der Präsident der Uni äußert sich bevorzugt mit dem alles ausdrückenden "Urgh". Das Aushängeschild der lokalen Polizei wird von der Ehefrau bemuttert und selbst nach dem Auffinden von Leichen geht ihr sein gesunder Schlaf vor.

Die schrägen Figuren und die aberwitzige Konstruktion des Falls haben das Buch zu einem herrlichen Lesevergnügen gemacht. Lachen und Kopfschütteln reihen sich locker aneinander angesichts dieses Panoptikums komischer Gestalten. Den eigentlichen Krimiplot darf man bei alldem nicht allzu eng als Krimi sehen, auch wenn er grob gesehen wie ein Crime-Klassiker daherkommt. Richtig ist hier, wer die Helden alle mal durch den Kakao gezogen erleben möchte.

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